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Wilderer und Jäger 12 - Heimatroman Es geschah auf der Seilerspitze - Jenseits des Berges von Burgstaller, Florian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.09.2016
  • Verlag: Kelter
eBook (ePUB)
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Wilderer und Jäger 12 - Heimatroman

Die Romane unserer besten Heimatroman-Autoren schildern den harten Kampf um den Bergwald. Jeder, der ein Herz für den Heimatroman hat, wird diese Romane lieben! Nach langen trüben Regentagen brach endlich die Sonne durch und zeigte sich von ihrer besten Seite. Doch ein frischer Ostwind sorgte für Abkühlung. Er schob die wenigen Wölkchen, die das Azurblau des Himmelsbogen unterbrachen, vor sich her. Auf den Feldern bogen sich die Ähren unter dem Windhauch, und das Laub der Ulmen und Weiden am Eisbach raschelte geräuschvoll. Es übertönte das Gluckern der Wellen, die gegen die Ufer schlugen. Eine Lerche tirilierte lebensfroh in den Lüften, und die Feldmäuse reckten die Köpfe aus den Erdlöchern, um drohende Gefahren zu erschnuppern. Titel 1: Es geschah auf der Seilerspitze Titel 2: Jenseits des Berges

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 20.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740909130
    Verlag: Kelter
    Größe: 489 kBytes
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Wilderer und Jäger 12 - Heimatroman

Jenseits des Berges

Liebe gegen Wildererblut

Roman von Anne Altenried

Die Jägerhütte stand leer und verlassen. Da lachte der Wurzbichler. "Alle Jager sind im Tal drunten! Die Jagd gehört den Wildschützen!"

Doch bevor er einem Gamsrudel nachsteigen konnte, sah er seinen Sohn mit einer Kraxe aus der Alm des Fuchshofers herunterkommen. Christian steuerte auf den Vater zu.

"Du darfst wildern, und ich soll net", beklagte sich der junge Mann.

"Bub, du willst erst noch heiraten. Die Weibsleute denken heute anders von einem Wilderer. Sie schauen auf Ruhe und Geborgenheit. Willst eine Rechtschaffene finden, darfst du kein Lump sein. Darum laß ich dich nicht wildern."

"Dann gehst auch du heut nicht auf die Pirsch."

"Gut, lieber das." Sie stiefelten beide talab und setzten sich beim Wurzbichler-Häusl auf die Bank.

"Vater, ich möcht mit dir reden, darf aber nicht zu spät zum Hof zurückkommen, sonst grantelt der Bauer wieder."

"Der Fuchshofer soll sich hier im Tal mal net als König aufspielen", grimmte der Alte. Dann fragte er: "Was willst mit mir bereden?"

"Ich möcht fort von hier", gestand Christian.

Der Wurzbichler schwieg. Das hatte er kommen sehen.

"Woanders kann ich mehr verdienen", erklärte der Sohn.

"Stimmt. Aber du wirst Heimweh kriegen."

"Darauf müßt ich's ankommen lassen."

Sie schauten sich in die Augen. Der Alte murmelte: "Du mußt es wissen. Bist alt genug, um zu entscheiden."

"Vater, dann geh ich morgen schon."

"Morgen schon?" echote der Wurzbichler. "Gibt es da noch einen andern Grund bei dir? Eine Madlgeschichte?"

"Vater, ich hab die Bärbl gern. Das darf sie nicht erfahren."

"Depp!"

"Wie meinst du das?"

"Wir zwei müssen wirklich miteinander reden", regte sich der Alte auf. "Warum willst du keine Hoftochter heiraten? Ich meine, dir gefällt Bauernarbeit?"

"Freilich, schon. Aber du mußt an den Fuchshofer denken!"

"Geh, was will der Scharnberger-Firmin machen, wenn sich sein einziges Kind in einen Knecht verliebt? Freilich, wenn du ein Feigling sein willst, ist so ein Madl mit seiner Lieb aufgeschmissen. Ich an deiner Stelle wär in einem Jahr Fuchshofbauer. Aber du bist anders. Je älter du wirst, um so deutlicher erkenne ich in dir die Art deiner Mutter."

Sogleich lenkte der Sohn ab. "Du hast mir noch immer nix von meiner Mutter erzählt. Bevor ich von hier weggehe, solltest du offen reden."

"Da gibt's nix zum reden", gab der Alte verschlossen zurück.

"Müßt ich mich meiner Mutter schämen?"

"Schmarrn! Deine Mutter war ein rechtschaffendes Weibl. Sie stammt von einem großen Hof."

"Warum darf ich dann nix erfahren?" wunderte sich Christian. "Ich hab schwören müssen, daß ich schweige."

"So was gibt's gar net."

"Bei manchen Leuten schon", entgegnete der Alte finster.

"Mir selbst machst du Vorwürfe. Dabei hast du bei den Bauern auch auf Stein gebissen."

"Bub, ich hätte deine Mutter geheiratet. Leider ist sie kurz nach deiner Geburt verunglückt."

"Vielleicht lebt sie noch, und du schwindelst mir was vor."

Der Wurzbichler beherrschte sich. Ungewohnt ruhig brummelte er: "Ihre Schwester lebt noch. Stirbt sie, verfällt der Schwur. Dann darf ich dir beichten."

"Seltsame Geschichte", staunte Christian. "Wo steht der Hof, von dem meine Mutter kam?"

"In einem anderen Tal", wich der Wurzbichler aus. "Sie war die Zweittochter. Heiraten hat sie mich nicht dürfen. Ich war dazumal noch ein ganz gefürchteter Wildschütz. Als sie mit dir in der Schand war, hat sie von daheim wegmüssen."

"Warum wissen hier die Leute nix davon?"

"Die Lena und ich, wir haben uns bloß heimlich treffen dürfen. Nachher hat ihr Vater für Schweigen gesorgt."

Eine jähe Angst packte den Burschen. "Vater, hat sich die Mutter das Leben genommen?"

"Bub, a

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