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Windstärke Liebe Roman von Lukas, Jana (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.06.2019
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Windstärke Liebe

Wenn der Wind dreht, dann mach dich bereit für das Glück! Claras Leben ist aus den Fugen geraten. Sie verliert ihren Job als Goldschmiedin und wird von ihrem Freund verlassen. Für einen Sommer müsste das Drama genug sein. Doch dann zwingen die Umstände Clara, die Ferien gemeinsam mit ihrer pubertierenden Schwester Sophie im Haus ihrer Großmutter am Bodensee zu verbringen. Der spektakuläre Blick über das Wasser und der alte Bootssteg, von dem man die Füße baumeln lassen kann, helfen da wenig. Bootsbauer Justus scheint in diesem Chaos die einzige angenehme Abwechslung zu sein. Das Kribbeln, das seine Blicke in ihrem Bauch auslösen, kommt einem Feuerwerk gleich. Kann er Clara helfen, zu sich selbst zurückzufinden? Was tun, wenn man zwei Traumberufe hat? Jana Lukas entschied sich nach dem Abitur, zunächst den bodenständigeren ihrer beiden Träume zu verwirklichen und Polizistin zu werden. Nach über zehn Jahren bei der Kriminalpolizei wagte sie sich an ihren ersten romantischen Thriller und erzählt seitdem von großen Gefühlen und temperamentvollen Charakteren. Denn ihr Motto lautet: Es gibt nicht viele Garantien im Leben ... aber zumindest in ihren Romanen ist ein Happy End garantiert. Immer!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 10.06.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641219550
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 42231
    Größe: 2395 kBytes
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Windstärke Liebe

1

Fünf Stunden zuvor

Clara stand reglos im Flur ihrer WG . Ihr Herz hämmerte im gleichen Rhythmus wie der Deep-House-Sound aus dem Zimmer ihres Maschinenbau studierenden Mitbewohners Adrian. Ihre Gedanken hingen in einer Nebelwolke fest. Gut möglich, dass die illegalen Substanzen, die ihr zweiter Mitbewohner Torben, ein frischgebackener Sozialpädagoge, gerade zu konsumieren schien, nicht ganz unschuldig daran waren. Die Hauptursache gründete aber in dem Anruf, den sie soeben erhalten hatte. Ein Telefonat, das sie gefürchtet hatte. Von dem sie gehofft hatte, es noch viele Jahre lang nicht führen zu müssen. Charlotte, ihre wunderbare Großmutter ... Seit dem Tod von Claras Mutter vor sieben Jahren rissen ihr Nachrichten wie die, die sie gerade erhalten hatte, den Boden unter den Füßen weg. Gegen die Angst, die ihr den Hals zuschnürte, kam sie einfach nicht an.

Es klingelte an der Tür. Clara hob den Blick vom zerschundenen Linoleumboden und betrachtete das schief hängende Garderobenbrett. Ashley, die einzige Frau, die außer ihr hier wohnte, eine Verkäuferin in einem von Stuttgarts angesagtesten Klamottenläden, lag Adrian regelmäßig in den Ohren, das Möbelstück ordentlich an die Wand zu schrauben. Es war bereits zweimal unter ihrer Sammlung farbenfroher Mäntel zusammengebrochen.

Das Türklingeln steigerte sich zu einem verärgerten Stakkato. Doch Clara konnte sich nicht bewegen. Ihr Blick wanderte weiter zum Flurspiegel, dessen obere Ecke blind war. Ein Spinnennetz aus geborstenem Glas in seiner Mitte zeugte von einer besonders wilden Party aus der Zeit, bevor Clara hier eingezogen war. Er hing an der vergilbten Wand wie ein stolzes Artefakt aus einer anderen Epoche.

Das Klingeln verstummte. Noch bevor Clara erleichtert aufatmen konnte, wurde es von einer penetranten Faust ersetzt, die gegen das spröde Holz mit dem Anti - Stuttgart 21 -Aufkleber schlug.

"Mach doch endlich die verdammte Tür auf, Alter", schrie Torben aus seinem Zimmer.

Clara zuckte zusammen. Ich bin nicht dein Alter , dachte sie, wie jedes Mal, wenn er diese Formulierung benutzte. Aber immerhin hatte sein Brüllen sie aus ihrer Erstarrung befreit. Sie überwand die zwei Schritte, die sie von der Tür trennten, und riss sie auf. "Lena!" Pure Erleichterung durchfuhr sie beim Anblick ihrer älteren Schwester. Was durchaus nicht häufig geschah. "Gott sei Dank! Du bist hier!" Clara presste die Hand, mit der sie noch immer ihr Handy umklammert hielt, gegen ihr wild klopfendes Herz, als könne sie so verhindern, dass es ihr vor lauter Panik aus der Brust sprang. "Hast du auch einen Anruf bekommen?"

"Was für einen Anruf?" Ihre Schwester zog auf ihre leicht überhebliche Art die Nase kraus und schnüffelte an Clara vorbei. "Sag mal, kiffst du neuerdings?"

"Was? Nein! Das ist der Sozialpädagoge", ging Clara automatisch in Verteidigungshaltung. Sie trat einen Schritt in den schäbigen Hausflur hinaus und lehnte die Tür an, um ihrer Schwester den Blick in die noch schäbigere Wohnung zu versperren.

"Dann schmeiß den Typen raus. Ich will nicht, dass wir Ärger mit dem Jugendamt bekommen, wenn Sophie hier ist."

Als ob ich irgendjemanden rauswerfen könnte , dachte Clara bitter. "Sophie ist nie hier", korrigierte sie Lena.

"Ab jetzt schon." Ihre ältere Schwester trat einen Schritt zur Seite, und erst jetzt wurde Clara bewusst, dass sie nicht allein waren. Hinter Lena standen ihre kleine Schwester Sophie und Lenas Lebensgefährte Benedikt. Er ignorierte sowohl Clara als auch Sophie und betrachtete stattdessen seine sauber manikürten Fingernägel. Benedikt war ein Arsch. Und ein Snob. Überheblich und selbstverliebt. Was ihn automatisch zum perfekten Partner für ihre Schwester machte.

Benedikt tippte ungeduldig mit der Schuhspitze auf den Boden. "Das Taxi wartet", erinnerte er Lena leise daran, dass sie es offenbar eilig hatten.

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