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Winterhochzeit auf Burg Laochre Digital Edition von Willingham, Michelle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.09.2015
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Winterhochzeit auf Burg Laochre

Bald schon werden die schöne Spanierin Adriana und Liam MacEgan auf Burg Laochre Mann und Frau! Doch bei aller Vorfreude quält Adriana die Angst. Denn in der Hochzeitsnacht kann sie ihr demütigendes Geheimnis nicht länger verbergen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 20.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733742911
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 702 kBytes
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Winterhochzeit auf Burg Laochre

2. KAPITEL

E s war gerade hell geworden, als Liam am nächsten Morgen über das Burggelände wanderte. Schwacher Rauchgeruch lag in der Luft, und die meisten Bewohner von Laochre schliefen noch. Wahrscheinlich würden viele der jungen Paare, die die Nacht zusammen verbracht hatten, im kommenden Herbst Nachwuchs begrüßen können.

Im Gegensatz zu Adriana und ihm. Er hatte die ganze Nacht wachgelegen und nachgedacht. Es war Adrianas Wunsch gewesen, Zeit mit ihm allein zu verbringen, doch als er sie berührt hatte wie ein Liebender, war sie in Tränen ausgebrochen. Und ihre Aufforderung, sie zu nehmen, hatte ihn erst recht befremdet. Als sei er ein Tier, dem ihr Vergnügen gleichgültig war.

Und als wolle sie keinerlei Vergnügen empfinden.

Das alles ergab keinen Sinn für ihn. Mit weit ausgreifenden Schritten marschierte er zu dem Sandplatz, auf dem die Kampfübungen stattfanden. Er musste sich körperlich verausgaben, um mit dem Gefühl fertig zu werden, dass etwas nicht stimmte. Oder hatte er Adriana ohne es zu wollen verletzt?

Sein Onkel Trahern kam auf ihn zu. Morren, seine Frau, begleitete ihn. Sie trug ihren schlafenden kleinen Sohn auf den Armen.

Der Anblick der kleinen Familie versetzte Liam einen schmerzhaften Stich. Das war es, was er sich mit Adriana wünschte.

Trahern begrüßte ihn mit einem herzlichen Lächeln. "So früh schon auf, Liam? Solltest du nicht bei deiner Braut liegen um diese Zeit?"

Als er statt einer Antwort mit den Achseln zuckte, wandte Trahern sich zu seiner Frau. "Lauf schon einmal los. Ich komme gleich nach." Morren küsste ihn und eilte in Richtung des Burgfrieds davon.

"Lass uns ein paar Schritte gehen, mein Junge."

Liam nickte und schloss sich seinem Onkel an. "Du siehst aus, als würde dir ein Übungskampf guttun", sagte Trahern. "Oder irre ich mich?"

"Ich hätte nichts dagegen." Liam nahm ihm gegenüber Aufstellung und zog sein Schwert. Trahern, zu dessen Vorfahren Wikinger zählten, überragte ihn um Haupteslänge und begann ihn mit wachsamem Blick zu umrunden.

"Hast du etwas gelernt im Heiligen Land? Die Sarazenen sind hervorragende Kämpfer, sagt man."

"Es ist wahr. Ich kann froh sein, dass ich noch lebe."

"Darüber sind wir alle froh. Besonders deine Mutter." Trahern machte einen Ausfall, den Liam mühelos parierte. "Aber der Krieg verändert einen, nicht wahr?"

Liam nickte und schwang sein Schwert. Die Erfahrungen, die er im Heiligen Land gemacht hatte, waren vollkommen anders gewesen, als er es erwartet hatte. "Es war, als kämpften wir mitten im Feuer", stimmte er zu und führte einen Streich, den sein Onkel abwehrte. "Der Sand brannte uns in den Augen, und die Hitze brachte unsere Rüstungen zum Glühen. Nicht einmal Polsterungen halfen."

"Und deine Verlobte? Wie kam sie ins Heilige Land?"

"Adriana war Berengarias Kammerfrau und Leibwache. Sie begleitete die Königin."

"Ist Richards Gemahlin noch dort?"

Liam schüttelte den Kopf, seine Schwertklinge klirrte gegen Traherns. "Sie kehrte nach Frankreich zurück, wo sie König Richard später treffen wollte. Adriana blieb und wartete auf mich."

Trahern ging zum Gegenangriff über, und Liam hatte Mühe, sich der Hiebe zu erwehren, die auf seinen Schild herabregneten. "Ich nehme an, das war nicht einfach für sie."

"Du hast recht." Ungebeten stiegen die Sorgen der vergangenen Nacht wieder in Liam auf. "Sie verhält sich sonderbar, seit wir das Heilige Land verließen. Sie zuckt jedes Mal zurück, wenn ich sie berühre."

Trahern senkte sein Schwert und schob es in die Scheide. Er warf einen Blick in die Richtung, in die Morren verschwunden war. "Hat sie Angst davor?"

Liam nickte und schob sein Schwert ebenfalls in die Scheide. "Sie versucht es zu verbergen, aber mir kommt es vor, als könne sie es nicht ertragen."

Trahern machte eine besorgte Miene. "Wenn du willst, bitte ich Morren, mit ihr zu reden.

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