text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Wintertee im kleinen Strickladen in den Highlands von Oswald, Susanne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.10.2020
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Wintertee im kleinen Strickladen in den Highlands

Winter in den Highlands zwischen Wollsocken und Kräutertee


Chloe liebt das Leben in der Natur am Loch Lomond. Hier hat sie ihre Leidenschaft für Kräuter und Teemischungen entdeckt. Doch für ihren Job als Psychologin und ihren Freund Scott pendelt sie nach Glasgow. Sie weiß, dass sie eine Entscheidung treffen muss, denn dieses Leben zwischen den Welten macht sie nicht glücklich. Als sie sich auf die Reise zu ihrer Großmutter macht, um ihr nach dem Tod des Großvaters beizustehen, scheint ihre Zukunft mit jedem Tag ein wenig klarer vor ihr zu liegen. Auch wenn der Weg in diese Zukunft so verschlungen ist wie die Maschen, die Chloe als Strickanfängerin auf den Nadeln zu halten versucht, nimmt sie die Herausforderungen an und wagt etwas Neues.


Mit kreativen Strickanleitungen



Susanne Oswald, Jahrgang 1964, lebt mit Mann und Mops in Neuried, zwischen Elsass und Schwarzwald. Hier schreibt sie und erlebt in ihrer Fantasie so manches Abenteuer. Gemeinsam mit ihrem Mann betreibt sie eine Senfmanufaktur, die Senferia. Sie liebt ihre Strolchrunden mit Mops Töps und entdeckt dabei immer wieder das Glück am Wegesrand.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 27.10.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959675833
    Verlag: HarperCollins
    Serie: Strickladen 2
    Größe: 2333 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Wintertee im kleinen Strickladen in den Highlands

Kapitel 1 Chloe

Chloe schlug die Augen auf, griff tastend zur Seite und drückte auf den Schalter an der Wand. Gleich darauf tauchte der Schein der Nachttischlampe den Raum in warmes Licht.

Die Luft im Zimmer war eisig und Chloe genoss es, sich noch einen Moment unter die Decke zu kuscheln. Während die letzten Schlafschleier von ihr abfielen, ließ sie ihren Blick durch den Raum wandern. Am Schlafzimmerfenster entdeckte sie Eisblumen, die wie ein zartes Gespinst vom Rahmen aus in die Scheibenmitte wuchsen. Elisabeth hatte also wirklich recht behalten, in der Nacht hatte es den ersten Frost gegeben.

Sie hatten sich über das Wetter und den bevorstehenden Umschwung unterhalten, als Elisabeth am Vortag bei Chloe hereingeschaut hatte, um Tee und Rosenseife zu kaufen.

Für einen kurzen Moment schloss Chloe noch einmal die Augen und tauchte in die Erinnerung an die gestrige Szene ein.

»Mein Knie tut weh«, erklärte Elisabeth und rieb sich die schmerzende Stelle. »Als ich eben einen Kranz auf Bobs Grab gelegt habe, kam ich fast nicht mehr in die Höhe. Ich versichere dir, diese Knieschmerzen sind ein untrügliches Zeichen für einen Wetterumschwung. Glaub der Erfahrung einer alten Frau, Chloe, der sonnige warme Herbst ist dieses Jahr früh vorbei, in den nächsten Tagen wird es kalt und wechselhaft.«

Als hätte die Kälte sie bereits erreicht, zog sie ihren Seelenwärmer ein wenig enger um die Schultern. Chloe bewunderte diese wunderschöne gestrickte Jacke mit den unterschiedlich breiten Zöpfen sehr. Irgendwann würde sie auch so etwas Besonderes stricken. Jetzt, nachdem Maighread sie überredet hatte, es zu lernen, war auch ihr Ehrgeiz geweckt. Allerdings war der Weg bis dahin noch weit, im Moment war Chloe froh, wenn sie es schaffte, die Maschen alle auf den Nadeln zu halten. Maighread musste ständig als Retterin agieren. Mit welcher Leichtigkeit ihre Freundin es schaffte, weggerutschte Maschen sogar über mehrere Reihen im Handumdrehen wieder nach oben zu holen, grenzte für Chloe an Zauberei.

Bevor Chloe sich in ihren Gedanken verlieren konnte, zeigte Elisabeth auf das Regal und sagte: »Gib mir bitte noch ein großes Glas von deinem Heidelbeergelee. Ich weiß nicht, wie du das anstellst, aber es schmeckt einfach köstlich. Es hat so eine besondere Note - ganz außergewöhnlich. Eilidh kommt nachher zum Tee und dein Gelee passt hervorragend zu Scones und Clotted Cream. Es gibt schließlich kein Gesetz, das vorschreibt, dass es immer Erdbeermarmelade sein muss.«

Sie zwinkerte ihr zu und zwischen den unzähligen Runzeln entdeckte Chloe die junge unbeschwerte Frau, die Elisabeth einst gewesen war. Es war unbeschreiblich schön, die Lebensfreude in ihren Augen blitzen zu sehen.

Elisabeth und Eilidh, die Haushälterin und gute Seele von Callwell Castle, waren ein unschlagbares Team, wenn es um die besten Backrezepte ging. Umso stolzer war Chloe, dieses Lob zu bekommen.

»Wenn mein Heidelbeergelee es gegen die Tradition schafft, dich zu überzeugen, dann nehme ich das als großes Kompliment. Danke schön! Vermutlich sind es die Gewürze, die dich so begeistern. Nur Zucker und Beeren zu verarbeiten ist mir zu beliebig. Ich koche immer etwas frischen geriebenen Ingwer mit, der hebt das Heidelbeeraroma. Und der gemahlene Koriander gibt dem Gelee zusätzliche Aromentiefe«, antwortete sie und freute sich sehr über die Anerkennung. Dann nickte sie bedauernd in Richtung von Elisabeths Knie. »Keine Chance, dass dein Knie sich irrt?«, fragte sie.

Immerhin war es erst Mitte Oktober, die Kälte durfte sich gern noch etwas Zeit lassen. Doch Elisabeth schüttelte vehement den Kopf.

»Meine Knochen irren sich nicht. Sag es bitte bloß nicht Maighread, sonst macht sie sich gleich wieder viel zu viele Sorgen, aber das Knie plagt mich seit gestern. So wie das zieht, können wir froh sein, wenn es nicht anfängt zu schneien.«

»Schade.« Chloe zog eine Schnute.

Aber auch w

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen