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Winterzauber in Paris Roman von Baggot, Mandy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.10.2017
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Winterzauber in Paris

Warmherzig, winterlich, wundervoll. Der neue Weihnachtsbestseller von Mandy Baggot. Ava und ihre beste Freundin landen genau zur richtigen Zeit in Paris: Der erste Schnee fällt, der Eiffelturm erstrahlt in goldenem Licht, und der Duft von Zimt liegt in der Luft. Die beiden Freundinnen sind nicht ohne Grund in der Stadt der Liebe. Ava braucht nach einer hässlichen Trennung Ablenkung. Und was ist da besser als Pariser Weihnachtsmärkte, Spaziergänge an der Seine und warmes Pain au Chocolat? Gerade als Ava glaubt, dass sie gar keine Männer im Leben braucht, begegnet sie dem geheimnisvollen Fotografen Julien. Sein französischer Akzent, seine haselnussbraunen Augen - und um Ava ist es geschehen ... Mandy Baggot ist preisgekrönte Autorin romantischer Frauenunterhaltung. Sie hat eine Schwäche für Kartoffelpüree und Weißwein, für Countrymusic, Reisen - und natürlich für Weihnachten. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann, ihren Töchtern und den Katzen Springsteen und Kravitz in der Nähe von Salisbury.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 16.10.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641216467
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: One Christmas in Paris
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Winterzauber in Paris

KAPITEL ZWEI

Hotel Oiseau Rouge, Viertes Arrondissement, Paris

Julien Fitoussi kniff die Augen zusammen, als sich das grelle Licht der Kronleuchter am Eingang des Ballsaales in seine Netzhaut brannte. Weiße Sterne tanzten hinter seinen Lidern. Er hätte zu Hause bleiben sollen. In seiner kleinen, kompakten Wohnung mit Blick auf die Seine - einem Fluss der sich immer wieder seiner jeweiligen Gemütslage anzupassen schien. Im Sommer kräuselte sich das Wasser voll Liebe und Licht, und jetzt, im Winter, verwandelte es sich seiner Stimmung entsprechend in ein dunkles Tal der Verzweiflung.

Er öffnete die Augen und rückte sein Revers zurecht, entspannte seine Schultern, fuhr sich mit der Hand durch das dunkle Haar und sah sich im Raum um. Wäre er in einer Ausstellung, würde sie "Weihnachtsopulenz" heißen. Alles, was glänzte, war - buchstäblich - gold. Es gab zwei Weihnachtsbäume, nicht grün, sondern golden, überladen mit Lichtern und Schmuck, der auch Busta Rhymes gehören könnte. Am anderen Ende des Saals spielte ein Streichquartett Weihnachtslieder, und die Mitarbeiter der Firma seines Vaters, allesamt benebelt von Gratis-Cocktails, sirrten durch die Gegend wie reiche Arbeiterbienen in ihrem Stock. Lauren hätte es gehasst. Julien schluckte. Er hasste es.

"Ah! Da ist er ja!"

Das war die Stimme seines Vaters, der sich kurz darauf in sein Blickfeld drängte. Julien zwang sich ein Lächeln ab, als Gerard ihm entgegenkam. Die Liebe zu seinem Vater, nicht etwa zu den Menschen, mit denen er arbeitete, oder die kostenlosen Drinks, war der einzige Grund, weshalb er sich an diesem Freitag um sieben Uhr abends aus seinem Bett und in einen Smoking gequält hatte.

Gerard küsste ihn auf beide Wangen und flüsterte in sein Ohr: "Du bist mal wieder zu spät."

Julien biss die Zähne zusammen, als ihn eine Welle von Emotionen überrollte. Wut mischte sich mit Schuld und wirbelte in ihm herum wie die teuren Getränke in den Gläsern, die die Mitarbeiter seines Vaters fest in den Händen hielten.

Gerard machte einen Schritt zurück, und Julien erblickte Vivienne, seine Stiefmutter in spe, sowie eine füllige Frau mit einer achteckigen Brille und einem Hut, den zahlreiche Obstsorten zierten. Er schenkte den Damen ein Lächeln und ging auf sie zu. " Bonsoir."

" Bonsoir, Julien", sagte Vivienne und küsste ihn auf die Wangen. "Das ist Marcie, die Dame, von der ich dir erzählt hatte ... Marcie, das ist mein Stiefsohn Julien."

Julien versuchte, Verständnis vorzutäuschen, auch wenn er nicht den Schimmer einer Idee hatte, wer diese Frau war oder wann seine zukünftige Stiefmutter eine Frau mit einer halben Ananas, einer Guave und zahlreichen Satsumas auf dem Kopf erwähnt hatte.

"Vom Parisian Pathways -Magazin", zischte sein Vater wie eine wütende Königskobra.

"Ah, natürlich", sagte Julien, noch immer nicht schlauer. "Es ist mir eine Freude, Sie endlich einmal persönlich kennenzulernen", log er. Sie war nur ein weiterer Grund, weshalb er den Abend nicht zu Hause unter einer Decke verbringen konnte.

"Ich habe Ihre Arbeit gesehen, Monsieur Fitoussi", sagte die sprechende Obstauslage.

Vivienne nickte eifrig. Er wusste nicht genau, was er sagen sollte, aber ganz genau, was er gerne sagen würde.

"Ich arbeite zurzeit nicht."

Das fühlte sich gut an. Und mit einem Blick durch den Ballsaal, wo sich Menschen um einen Champagnerbrunnen und ein Schokoladenfondue drängten, stellte er fest, dass sich die Erde, trotz seiner Worte, nicht aufgehört hatte zu drehen. Es fühlte sich wirklich gut an.

"Was er damit sagen möchte, ist ... dass er sich gerade ein wenig Freizeit gönnt und ... nach neuer Inspiration und ... einer neuen Muse sucht", versuchte Vivienne zu helfen.

Wäre diese Aussage nicht so wahnsinnig traurig gewesen, hätte er gelacht. Glaubte Vivienn

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