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Wir zwei auf Wolke sieben Roman von Rauter, Anja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.12.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Wir zwei auf Wolke sieben

Lea hatte noch nie Glück mit Männern, und jetzt ist auch noch ihr Beinahe-Verlobter Sebastian in einer Nacht-und-Nebel-Aktion mit ihren Ersparnissen geflohen. London - Paris - Wien - kein Weg ist Lea zu weit, um ihren entlaufenen Ex zu finden. Dabei vergisst sie, sich zu fragen, ob sie Sebastian überhaupt noch liebt. Zu spät merkt sie, dass der eigene Schatten manchmal das größte Problem ist und dass man auch auf der Jagd nach dem Glück den Richtigen leicht übersehen kann. Aber dann erhält sie ein unwiderstehliches Angebot ... Anja Rauter, geboren 1972, lebt mit ihrem Mann, ihrer Stieftochter und einem dicken roten Kater in den Weinbergen südlich von Wien. WIR ZWEI AUF WOLKE SIEBEN ist ihr erster Roman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 349
    Erscheinungsdatum: 21.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732561209
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1324 kBytes
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Wir zwei auf Wolke sieben

GIN TONIC IM STURM

"Wir durchfliegen gerade eine Gewitterzone. Bitte kehren Sie auf Ihre Sitzplätze zurück und bleiben Sie so lange sitzen, bis die Anschnallzeichen erloschen sind!"

Ich bin in meinem persönlichen Albtraum. Nach einer durchweinten Nacht, ohne eine einzige Nachricht von Sebastian, erlebe ich nun auch noch den schlimmsten Flug meines Lebens.

"Der Herr da im roten Pullover! Bitte nehmen Sie sofort wieder Ihren Sitzplatz ein!"

Armin als seelische Unterstützung nach London mitzunehmen und dafür mein Business-Class-Ticket gegen zwei Economy-Tickets zu tauschen, war im Nachhinein betrachtet sicher nicht eine meiner besten Ideen. Mein bester Freund leidet nämlich noch heftiger unter Flugangst als ich.

"Armin, tu, was die Stewardess sagt, und setz dich verdammt noch mal endlich wieder hin!" Wütend springe ich auf und zerre ihn auf seinen Sitzplatz beim Fenster zurück.

"Nur wenn ich auf und ab gehe, beruhigt sich mein Puls!" Nervös fummelt er an seinem Sicherheitsgurt herum.

Eine weitere Sturmbö schüttelt das kleine Flugzeug durch, und Armin krallt sich mit voller Kraft in meinen Oberarm. "Mausezahn, ich bin zu jung zum Ste-erben!"

Armin und ich haben uns vor über zehn Jahren in der Mensa der Uni kennengelernt. Er fiel in der Masse der Studenten sofort auf, weil er der Einzige war, der an diesem 30 Grad warmen Spätsommertag einen pinken Schweinchenanzug aus Plüsch mit rosa Schlappohren trug und Flyer mit der Aufschrift "Wir protestieren! Das kann keine Sau essen!" an die anderen Studenten verteilte, was mich damals mächtig beeindruckte. Endlich hatte mal jemand den Mut, gegen das schlechte Essen und die Abzocke etwas zu unternehmen, und keine Scheu, sich dabei lächerlich zu machen.

Seit diesem Tag begleitet mich Armin meist unerschrocken durch die Höhen und Tiefen meines Lebens und steht mir zu jeder Tages- und Nachtzeit mit einer starken Schulter zum Anlehnen und fundamentalen Lebensweisheiten wie "Dein Körper ist ein Tempel, Mausezahn - nur Auserwählte sollten ihm huldigen dürfen" - zur Seite.

Nur leider zeichnet sich mein bester Freund in echten Krisensituationen wie steckenbleibenden Aufzügen (einmal) und unruhigen Flügen (zweimal) nur durch völlig hysterisches Verhalten aus:

"Ich werde aus dieser Welt gehen, ohne den perfekten Mann gefunden zu haben", keucht Armin und starrt mit weit aufgerissenen Augen aus dem Fenster. Gerade zuckt wieder ein Blitz vorbei. "Das hier überleben wir garantiert nicht, Mausezahn!" Mein Arm fühlt sich mittlerweile an, als würde er in einem Schraubstock stecken.

"Du wirst heute nicht sterben", versuche ich ihn und ein wenig auch mich selbst zu beruhigen. "Und den perfekten Mann hast du doch schon längst gefunden, oder?" Armin lebt in einer dramatischen, für sein näheres Umfeld ziemlich anstrengenden On-off-Beziehung.

"Zwischen mir und Stefan herrscht seit zwei Tagen Funkstille. Ich vermute, dass da was mit seinem knackigen schwedischen Personal Trainer läuft", presst Armin leicht schnaufend hervor, während das Flugzeug gefühlte 100 Meter absackt. "Wahrscheinlich wird er nicht mal zu meinem Begräbnis kommen!"

"Jetzt beruhig dich, bitte! Das Flugzeug ist das sicherste Reisemittel", zitiere ich eine Statistik, die ich mal gelesen habe. "Die Wahrscheinlichkeit eines Absturzes liegt bei eins zu einer Million. Oder war es eins zu zwei Millionen? Egal! Wir werden das hier überleben, versprochen!" Behutsam löse ich seinen Klammergriff von meinem tauben Unterarm. Doch nur für Sekunden. Mehrere Blitze zucken an den Tragflächen vorbei. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob das mit der Absturzstatistik wirklich stimmt.

Ich google das mal besser nach.

Hektisch durchwühle ich meine überdimensionale Tasche, die ich immer auf Reisen mit mir herumschleppe, nach meinem Handy. Unter der neuen Ausgabe der SoYou , meinem Notfalltropfen-Fläschchen - das ich

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