text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Wird sich dieser Traum erfüllen? von Harbison, Elizabeth (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.12.2017
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
1,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Wird sich dieser Traum erfüllen?

Sogar ein Herz aus Stein wäre von dieser Schönheit berührt! Als Brice, der reiche Earl of Palliser, nach zweijähriger Brieffreundschaft der jungen Emma endlich persönlich gegenübersteht, beginnt sein Herz zu rasen. Aber kann er ihr sagen, wer er wirklich ist?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 16.12.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733754501
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1323 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Wird sich dieser Traum erfüllen?

1. KAPITEL

"Soll das heißen, dass diese amerikanische Gärtnerin, der du seit zwei Jahren unter meinem Namen Liebesbriefchen schreibst, jetzt nach London kommt und dich treffen will?"

Robert Brice Sorrelsby Palliser, der siebzehnte Lord Palliser, betrachtete seinen Freund John Turnhill hinter sich im Spiegel. "Sie ist pharmazeutische Botanikerin , und unsere Briefe würde ich kaum als 'Liebesbriefchen' bezeichnen. Aber davon abgesehen hast du recht, ja."

John lächelte spöttisch. "Und nun hättest du gern meine Erlaubnis, das Theater weiterzuspielen? Mit John Turnhill in der Hauptrolle, verkörpert von dir?"

Brice nickte ratlos. "Ich weiß nicht, was ich sonst tun sollte.

John schüttelte belustigt den Kopf. Das Dilemma seines Freundes bereitete ihm sichtlich Vergnügen. "Ich kann es kaum fassen. Ist das derselbe Brice Palliser, der die erfolgreichste Tageszeitung Großbritanniens verkaufte, weil er ihre Art von Journalismus für 'unseriös' hielt?"

"Sie ist unseriös."

John lachte lauthals auf. "Das müsste allerdings doch auch für die Tatsache gelten, dass du dich für jemand anderen ausgibst."

Brice holte tief Luft. Er wollte Johns Behauptung scharf zurückweisen, brach dann aber ab. John hatte recht. Seit zwei Jahren schon korrespondierte Brice mit Emma Lawrence unter Namen und Adresse von John Turnhill, dessen Londoner Stadthaus nur wenige Kilometer von seinem eigenen entfernt war. Unbeschadet seiner Gründe - er hatte sehr gute, jedem einleuchtende Gründe - musste das natürlich eigentlich als Betrug bezeichnet werden.

Vor zwei Jahren hatte John einen Fotoband über englische Landhausgärten veröffentlicht. Emma, die auf einem Foto des Gartens von Brices Familiensitz, Sheldale House auf der Kanalinsel Guernsey, eine sehr seltene Pflanze entdeckte, hatte John brieflich um weitere Auskünfte gebeten. Da aber Brice mit der Pflanze vertrauter war als er, hatte er den Brief an Brice weitergegeben, und Brice hatte für John geantwortet. Das schien damals der beste und einfachste Weg, Emmas Anfrage zu erwidern.

Anfangs war Brices Korrespondenz mit Emma sehr unpersönlich gewesen. Doch dann hatte sie ihm wieder geschrieben, und etwas in ihrer Antwort hatte ihn innerlich berührt. "Ich musste unwillkürlich auflachen, als Sie erwähnten, dass Sie gerade ein 'trauriges Hühnchen' in die Mikrowelle schieben", schrieb sie. "Ob Sie es glauben oder nicht, vor mir auf dem Tisch steht gerade dieselbe Mahlzeit. Langsam habe ich den Eindruck, wir sind aus dem gleichen Holz geschnitzt. Wenn Sie mir jetzt noch erzählen würden, es sei trotz größter Mühe verbrannt und zäh wie Gummi, wäre ich sicher ..."

Er hatte ihr wieder geschrieben, und um ihret- und um seinetwillen wollte er die Illusion nicht zerstören, die er erzeugt hatte. Noch bevor es ihm selbst klar wurde, hatte sich zwischen ihnen eine tiefe Freundschaft entwickelt. Und plötzlich war es zu spät, ihr zu sagen, dass er nicht der war, von dem sie dachte, dass er es wäre.

"Wie entscheidest du eigentlich, wann eine Lüge gerechtfertigt ist und wann nicht?", fragte John und setzte ein herausforderndes Grinsen auf sein sommersprossiges Gesicht.

"Es war keine gewöhnliche Lüge", entgegnete Brice ruhig. "Die Absicht macht den Unterschied. Ich habe Emma weder arglistig über meinen wahren Namen getäuscht, noch will ich sie ausnutzen. Außerdem weißt du ebenso gut wie ich, dass ich den ersten Brief nur unter deinem Namen geschrieben habe, um dir einen Gefallen zu tun. Ich wollte dir einfach aus der Klemme helfen. Nie hätte ich mir träumen lassen, dass sich irgendeine Art persönlicher Korrespondenz daraus ergeben könnte."

"Komm schon, alter Junge." John klopfte seinem Freund auf die Schulter. "Du hattest fast zwei Jahre Zeit, ihr die Wahrheit zu sagen. Warum hast du es nicht getan?"

"Es ist ein wenig merkwürdig, das gebe ich zu." Die Worte kamen ihm nur stockend über die Lip

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen