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Wo mein Herz dich findet Roman von Taylor, Kathryn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.06.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 29.06.2018 per Download lieferbar

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Wo mein Herz dich findet

Ein plötzliches Unwetter zwingt die junge Cara, in einer einsamen Gegend Unterschlupf zu suchen. Ihr Gastgeber Liam scheint ihr jedoch nur widerwillig Obdach zu bieten. Caras Neugier ist geweckt: Warum lebt der attraktive Mann so zurückgezogen? Ihr wird schnell klar, dass seine raue Schale nur Fassade ist. Sie verliebt sich leidenschaftlich in den Außenseiter. Aber Liam kann ihr keine Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft machen - denn sein dunkelstes Geheimnis droht ihre Familie zu zerstören ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 334
    Erscheinungsdatum: 29.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732555949
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1312kBytes
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Wo mein Herz dich findet

1

Cara trat dicht an die massive Holztür heran und klopfte.

"Hallo? Ist jemand da?"

Angestrengt lauschte sie auf Geräusche aus dem Innern des Cottage. Doch außer dem Prasseln des Regens, der unablässig auf das Schieferdach trommelte und an den unebenen Steinwänden herunterlief, war nichts zu hören. Die kalten Tropfen trafen auch Cara, durchnässten ihre grasgrüne Strickjacke und ihr geblümtes Kleid und ließen ihre schulterlangen kupferroten Haare in Strähnen herunterhängen. Es fühlte sich beinahe an, als würde sie sich auflösen in dem Wasser, das unablässig auf sie herabströmte, und das verstärkte das Gefühl von Verlorenheit, das sich kalt in ihr ausbreitete und es ihr schwer machte, zu ihrem sonst so unerschütterlichen Optimismus zurückzufinden.

Sie trat ein paar Schritte zurück und sah zum Dach hoch. Aus dem Schornstein stieg Rauch auf. Außerdem war ein grauer Jeep vor dem Schuppen neben dem Haus geparkt. Also musste doch jemand da sein!

"Hallo?" Sie hämmerte noch einmal gegen die Tür, diesmal mit der geballten Faust. "Bitte machen Sie doch auf!"

Als sich wieder nichts tat, wandte sie sich frustriert ab und sah sich noch einmal um. Das Cottage lag am Rand des Waldstücks, das sie gerade durchquert hatte. Ein paar Meter weiter öffnete sich eine ausgedehnte Wiesenfläche, von der aus man bei gutem Wetter sicher einen traumhaften Blick auf die hügelige, sattgrüne Landschaft der Grafschaft Kerry hatte. Im Moment verschwamm jedoch alles hinter den dichten Regenschleiern, und auch der Wald wirkte dunkel und wenig einladend.

Ansonsten war hier nichts. Der Weg, dem sie gefolgt war, endete an diesem einsam gelegenen Haus. Als Cara es auf der Suche nach Hilfe von Weitem entdeckt hatte, war es ihr wie die Rettung erschienen. Aber wenn hier niemand war, dann ...

Ein Knarzen ließ sie erschrocken herumfahren. Die Tür öffnete sich, und ein Mann erschien im Türrahmen.

Er war groß und breitschultrig und trug ein Paar olivfarbene Hunter-Gummistiefel, Jeans und ein rotkariertes Hemd unter einer ebenfalls olivfarbenen Arbeitsweste. Sein dunkles, fast schwarzes Haar fiel bis auf seinen Hemdkragen, aber es verdeckte trotzdem nicht die breite rote Narbe, die seinen Hals zur Hälfte überzog. Ob sie bis zu seiner Wange hinaufreichte, konnte Cara nicht erkennen, denn ein dichter, dunkler Bart bedeckte den Großteil seines Gesichts und bildete einen Kontrast zu den eisblauen Augen, mit denen er sie grimmig fixierte.

"Was wollen Sie?", fragte er, offenbar wenig begeistert über den unerwarteten Besuch.

"Ich ..." Cara blinzelte gegen den Regen an, nicht sicher, ob sie wirklich noch wollte, dass dieser unfreundliche Mann ihr half. Aber sie hatte leider keine Wahl. "Ich bin oben auf dem Weg nach Glen Garvan mit dem Auto liegen geblieben."

Der Mann runzelte die Stirn. "Was wollten Sie denn da?"

Die Frage war berechtigt, denn der Weg führte im Grunde nirgendwohin. Er endete ein Stück weiter oben mitten im Wald an einer alten Burgruine, deren Überreste so stark verwittert und überwuchert waren, dass sie wenig Sehenswertes boten und daher auch kaum Touristen anzogen. Wenn überhaupt, dann traf man hier Waldarbeiter und hin und wieder ein paar Wanderer. Cara war keins von beidem, aber der Grund, aus dem sie sich spontan entschlossen hatte, auf dem Weg nach Hause noch einen Schlenker zu fahren und die Ruine zu besuchen, ging den Mann nichts an. Deshalb hielt sie seinem misstrauischen Blick fast trotzig stand.

"Ich ... war ein bisschen spazieren", sagte sie. "Und dann stand auf der Rückfahrt plötzlich dieses Reh auf der Straße. Ich konnte gerade noch ausweichen und habe kurz angehalten, um mich von dem Schreck zu erholen. Als ich den Wagen wieder starten wollte, sprang er nicht mehr an. Ich glaube, es ist die Batterie, aber ich kenne mich damit nicht aus. Und Hilfe kann ich auch nicht holen, weil ich kein Handy dabeihabe."

Das blöde Ding lag nämlich n

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