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Wort für Wort zurück zu dir von Hudson, Melanie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.11.2019
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Wort für Wort zurück zu dir

Vor fünfzehn Jahren nahm ihre Freundschaft ein abruptes Ende. Doch als Aggie hört, dass ihre ehemals beste Freundin Rosie dringend Unterstützung braucht, ist sie zur Stelle - ungeachtet der Schatten der Vergangenheit und der Entfernung, die sie mittlerweile voneinander trennt. Die beiden Frauen beginnen einen Briefwechsel, und schon bald ist die besondere Vertrautheit, die nur beste Freundinnen kennen, wiederhergestellt. Gemeinsam lachen und weinen sie über bisherige Entscheidungen, schmieden Pläne für die Zukunft und bauen Luftschlösser - bis das Leben dazwischenkommt. Melanie Hudson ist das jüngste Kind von sechs Geschwistern und stammt aus Yorkshire. Als junges Mädchen nahm sie Reißaus, um der britischen Armee beizutreten. Ihre militärische Karriere hat sie rund um die Welt geführt. 2010 hat sie ihre Laufbahn beendet, um sich um ihren Sohn zu kümmern. Sie lebt nun mit ihrer Familie in Devon.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 08.11.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959678988
    Verlag: HarperCollins
    Originaltitel: Dear Rosie Hughes
    Größe: 3015 kBytes
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Wort für Wort zurück zu dir

Teil 2

Von: Aggie

An: Rosie

Datum: 20. März

Oh Gott, Rosie. Es ist so weit. Ich hoffe, es geht Dir gut. Pass auf Dich auf, meine Hübsche. Weiß gar nicht, was ich noch schreiben soll, nichts scheint von Bedeutung. Tausend Umarmungen.

Ag

Von: Mr. Hughes

An: Rosie

Datum: 20. März

Mein Liebes,

nun ist es also so weit. Immer schön ducken, und spiel ja nicht die Heldin. Schreib so oft Du kannst.

Alles Liebe.

Mama und Papa

Von: Josh

An: Rosie

Datum: 21. März

Hi Rosie,

mir tut es auch leid. Scheiß auf die Lampe. Ich habe gehört, dass sie jetzt Kuwait unter Beschuss nehmen. Ich sollte eigentlich da draußen sein, nicht Du. Pass ja gut auf Dich auf.

Josh

Von: Gethyn

An: Aggie

Datum: 22. März

Liebe Agatha,

es ist drei Uhr morgens. Zum ersten Mal seit Tagen habe ich etwas Zeit für mich. Zeit, ein paar Augenblicke lang einfach nur dazusitzen.

Ich habe nicht viele Briefe geschrieben, seit ich in Kuwait angekommen bin, doch in denen an Sie konnte ich am ehrlichsten sein.

Während die Zahl der Toten steigt und der Krieg in die nächste Phase übergeht, ist auch meine Anwesenheit hier wichtiger geworden. Jetzt sehe ich die ganze Sache nicht mehr in verschiedenen Grautönen, sondern schwarz-weiß. Ganz vereinfacht gesagt bin ich derjenige, der den Sanitätern einen Überblick über die Verletzten auf dem Schlachtfeld gibt. Es ist viel schwieriger, als ich es erwartet hatte. Die Todesrate ist zwar vergleichsweise niedrig, doch jeder einzelne Tod bedeutet doch, dass ein Menschenleben ausgelöscht wurde. Und man muss sich auch um die Verletzten kümmern. Es gab viele schnelle Entscheidungen zu treffen, und ich kann nur hoffen, alles richtig gemacht zu haben.

Ich frage mich, ob irgendjemand über die Toten und Verletzten auf der Seite der Iraker den Überblick behält. Was ist mit den Kindern? Mit den Tieren? All das ist nur wenige Kilometer von meinem jetzigen Standpunkt entfernt, an dem ich diesen Brief schreibe. Ich bin auf der sichereren Seite. Auf der anderen Seite muss es furchtbar sein. Die Amerikaner haben uns ein riesiges Waffenarsenal zur Verfügung gestellt. Tatsächlich ist es so riesig, dass die Iraker nicht einmal Angriffe fliegen, um zurückzuschlagen - es hat keinen Sinn.

Ich wünschte, die Iraker hätten die Einsicht gehabt, überhaupt nicht zurückzuschlagen - sie können unmöglich gewinnen. Ich wünschte, sie hätten einfach gesagt: "Ok, Amerikaner. Macht, was ihr wollt, aber wir werden nicht ein Leben mehr opfern, als unbedingt nötig ist." Doch wie kann sich eine ganze Nation stillhalten und nicht zurückschlagen? In diesen furchtbaren ersten beiden Nächten, als die britische Marine den Angriff auf die al-Faw-Halbinsel startete, habe ich es geschafft, mich zwischen den Raketenangriffen ein paar Stunden lang hinzulegen und konnte regelrecht fühlen, wie die gewaltige Macht des Krieges durch die Wüste dröhnte. Es ist sehr schwer zu erklären, aber ich denke, die Erde begriff, was da gerade passierte, und ich glaube, sie weinte.

Ich bin so stolz auf Rosie. Unfassbar, dass sie so komplett unvorbereitet in diese Situation geworfen wurde. Seit Kriegsbeginn zieht sie aus irgendeinem verborgenen Winkel ihrer Seele eine große innere Stärke. Ich hoffe, sie weiß, wie wertvoll sie für uns ist. Ich habe versucht, es ihr klarzumachen, scheine jedoch auf taube Ohren zu stoßen. Dass eine Frau hier ist, ist ein Segen - und nicht nur irgendeine Frau, sondern eine Frau mit einem warmen Lächeln, die mit beruhigender, sanfter Stimme jeden Tag übers Radio zu den Truppen spricht. Die Männer hier gehen unterschiedlich mit Rosies Anwesenheit um. Die paar wenigen, die glauben, sie schikanieren zu müssen, tun das aus Angst - Angst, dass sie vielleicht weniger Charakterstärke besitzen als diese kleine blonde Frau, die jeden einzelnen Tag über nichts anderes al

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