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Wyatt Earp 5 - Western Der Weg nach Sheridan von Mark, William (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.09.2014
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Wyatt Earp 5 - Western

'Vor seinem Colt hatte selbst der Teufel Respekt!' (Mark Twain) Der Lieblingssatz des berühmten US Marshals: 'Abenteuer? Ich habe sie nie gesucht. Weiß der Teufel wie es kam, dass sie immer dort waren, wohin ich ritt.' Diese Romane müssen Sie als Western-Fan einfach lesen! Über das Yampa-Hochland strich ein sanfter Frühlingswind und brachte den Duft der Bergwälder mit. Der einsame Reiter, der über die ansteigende Prärie ritt, beschattete die Augen mit der Hand und blickte nach Norden. Da oben vor den Bergen tauchten die Häuser einer Stadt auf. Einer Stadt, nach der sich Tom Coogan zehn Jahre lang gesehnt hatte. Chelsea! Aber für den einsamen Reiter war es mehr. Viel mehr. Vor zwölf Jahren war er mit dem großen Treck vom Osten gekommen. Unten am Arkansas entlang, hier herauf. Mit dem frischen Mut und der Unbekümmertheit seiner zweiundzwanzig Jahre. Inzwischen schien eine Ewigkeit vergangen zu sein.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 09.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863771997
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Serie: Wyatt Earp Bd.5
    Größe: 684 kBytes
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Wyatt Earp 5 - Western

Über das Yampa-Hochland strich ein sanfter Frühlingswind und brachte den Duft der Bergwälder mit.

Der einsame Reiter, der über die ansteigende Prärie ritt, beschattete die Augen mit der Hand und blickte nach Norden. Da oben vor den Bergen tauchten die Häuser einer Stadt auf. Einer Stadt, nach der sich Tom Coogan zehn Jahre lang gesehnt hatte.

Chelsea!

Aber für den einsamen Reiter war es mehr. Viel mehr. Vor zwölf Jahren war er mit dem großen Treck vom Osten gekommen. Unten am Arkansas entlang, hier herauf. Mit dem frischen Mut und der Unbekümmertheit seiner zweiundzwanzig Jahre.

Inzwischen schien eine Ewigkeit vergangen zu sein.

Der Mann im Sattel seufzte leise vor sich hin. Er war groß, hatte breite Schultern und ein eckiges lederbraunes Gesicht, das von vielen harten Falten gezeichnet war. Das dunkle Haar, das unterm Hutrand hervorlugte, hatte schon silberne Fäden, und auch in den schwarzen Brauen konnte man es silbern blinken sehen. Nur die Augen des Reiters waren jung; sie hatten etwas von der Farbe zugefrorener Bergseen.

Tom Coogan war vierunddreißig. Man hätte ihn für vierzig halten können. Die vergangenen zehn Jahre hatten ihn hart und reif gemacht.

Der Stetson auf seinem Kopf mußte vor langer Zeit einmal schwarz gewesen sein. Ebenso die Weste. Jetzt hatte der Felsstaub ein mißfarbenes Grau daraufgelegt. Das rote Hemd wollte nicht so recht zu dem grünen Halstuch passen. Die Lewishosen verrieten an einigen Stellen eine bedenkliche Offenherzigkeit. Nur die Stiefel waren noch gut. Und die großen Sternradsporen blitzten in der untergehenden Sonne.

Der hochbeinige Braune trabte müde dahin.

Der Reiter hatte den Kopf gesenkt und blickte scharf am Hutrand vorbei nach Norden.

Chelsea.

Da drüben an dem alten Coleantabaum war ein Schild angenagelt, das den Namen der Ortschaft trug.

Chelsea.

Der Mann nahm die Zügel hoch und ließ den Braunen anhalten. Tief in Gedanken versunken starrte er auf das Schild. Und plötzlich gruben sich zwei scharfe Falten um seinen Mund.

Erst nach Minuten ritt er weiter.

Rechts und links reihten sich die ersten Häuser auf. Er war in der Mainstreet.

Auf den Stepwalks herrschte geschäftiges Treiben. Die Woche ging zu Ende, und die Menschen hatten noch tausenderlei zu erledigen.

Niemand achtete auf den Mann, der da in die Stadt eintritt. Und wohl niemand wäre auf den Gedanken gekommen, daß er der gleiche Mann war, der fast auf den Tag genau vor zehn Jahren in Ketten durch die gleiche Straße als Mörder abgeführt worden war.

Auf der linken Seite ragte ein großes Schild in die Straße. "Kid Walkers Saloon."

Tom lenkte den Braunen hinüber, stieg mit seltsam eckigen Bewegungen aus dem Sattel und band das Tier am Zügelholm fest. Er blieb noch einen Augenblick auf der Straße stehen und blickte zu dem Schild hinauf. Die Hände hatte er dabei nach Cowboyart hinten in den Waffengurt gesteckt.

Langsam stieg er die Stufen hinauf und näherte sich der mit mattierten Blumen verzierten Glastür des Saloons.

Durch die Scheiben konnte er in den Schankraum blicken.

Zu dieser Stunde hätten damals dort keine Zecher gesessen. Aber es schien den Leuten in Chelsea heute besserzugehen. Der Saloon war schon ziemlich besetzt.

Tom öffnete die Tür. Ein blecherner Dreiklang ertönte. Aber niemand beachtete den neuen Gast.

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