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XXL-Leseprobe - Cash Landing - Der Preis des Geldes von Grippando, James (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2016
  • Verlag: HarperCollins
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XXL-Leseprobe - Cash Landing - Der Preis des Geldes

Nachdem Ruban sein Haus und sein Restaurant unverschuldet an die Bank verliert, beschließt er, das Glück selbst in die Hand zu nehmen: Jeden Tag landen Flugzeuge mit riesigen Mengen Bargeld an Bord auf dem Miami Airport, die für die Federal Reserve Bank bestimmt sind. Zusammen mit seinem nichtsnutzigen Schwager Jeffrey und dessen kleinkriminellen Onkel Pinky stiehlt er sieben Millionen Dollar. Dies ruft nicht nur das FBI auf den Plan. Die Möchtegern-Gangster sehen sich plötzlich mehr und mehr im Fokus von wirklich schweren Jungs - nicht zuletzt dank Jeffreys zunehmender Eskapaden. Während Ruban versucht seinen Schwager im Zaum und ihnen FBI und Verbrecher vom Hals zu halten, muss er erkennen: Die richtigen Probleme fangen mit dem Geld erst an!

'Grippando nimmt sich einer wahren Geschichte an und macht daraus Thriller-Gold.'

Mystery Scene

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 50
    Erscheinungsdatum: 01.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959676243
    Verlag: HarperCollins
    Größe: 621kBytes
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XXL-Leseprobe - Cash Landing - Der Preis des Geldes

1. Kapitel

I n Miami reich zu werden, war ein Kinderspiel. Zumindest hatte man das Ruban Betancourt so erzählt.

Der Begriff Boomtown prangte quasi in großen Lettern über Miamis Skyline - wieder einmal. Die Finanzkrise war vorüber. Die Gefahr, sich rücksichtslos zu verschulden durch einen der berüchtigten NINA-Kredite - "No Income, No Assets, No Problem", also "Kein Einkommen, Kein Vermögen, Kein Problem" -, war Schnee von gestern. Heute regierte Bargeld die Stadt. Ein nagelneuer Bentley Continental GT, wie Paris Hilton ihn fuhr? Barzahlung. Ein Trip nach Miami Beach, um sämtliche Chanel-Vorräte der Bal-Harbour-Shops aufzukaufen? Noch mehr Cash. Ein Penthouse am Sunny Isles Beach? Nur Bares ist Wahres und erspart einem auch die Hypothek. Brasilianer, Argentinier, Mexikaner - jeder vermögende Lateinamerikaner badete in Bargeld und kaufte halb Miami auf.

Ruban entdeckte die teuren Autos und Juwelen, wohin er auch blickte, aber er war kein Teil dieser "New Economy", und er verstand sie auch nicht. Noch vor wenigen Jahren hatten ihn die Banken geliebt. Sie konnten ihm gar nicht genug Kredite geben und hatten ihn und seine Frau zu einem Haus und einem NINA-Kredit überredet, den sie sich auf keinen Fall hatten leisten können. "Alles, was Sie brauchen, ist ein Puls und eine Kreditwürdigkeit", hatte ihr Hypothekenmakler ihnen versichert. Wie sich herausstellte, war der Puls sogar optional. Scheinkredite an verstorbene Kunden nahmen sprunghaft zu, ebenso wie die Einnahmen der Banken. Zwei Jahre nachdem sie ihren überdimensionierten Kredit aufgenommen hatten, fanden sich die Betancourts in der Zwangsvollstreckung wieder und saßen auf der Straße. Ihr Traumhaus wurde vom Gericht einkassiert und umgehend an die meistbietenden Investoren verhökert, die - was auch sonst? - bar bezahlten. Am Anfang und am Ende des ganzen Betrugs verdienten die Banken. Aber diesmal nicht. Ruban war cleverer geworden und hatte den Blick nach oben gerichtet. Nicht zu den neuen Hochhäusern voller Eigentumswohnungen und Bürotürmen die Miamis Skyline veränderten. Er konzentrierte sich auf die "Geldflüge" - normale Linienflüge, deren Laderäume zum Bersten mit Geldsäcken voller US-Dollar gefüllt waren.

"Touchdown!", rief Ruban.

Er saß auf dem Beifahrersitz eines geliehenen Pick-up-Trucks und verfolgte im Radio das Footballspiel der Miami Dolphins. Der Co-Kommentator fügte sein patentiertes " Der war SUPER, Miami!" aus den Lautsprechern hinzu. Ruban klatschte mit seinem Schwager, Jeffrey Beauchamp, der hinter dem Lenkrad saß, ab. Der Wagen parkte direkt an der Perimeter Road, dicht am Miami International Airport. Jeffreys Onkel, Craig "Pinky" Perez, saß auf dem Rücksitz. In seinem Gürtel steckte eine geladene Makarow 9 Millimeter.

"Sie werden trotzdem verlieren", meinte Pinky.

Der Pessimismus war gerechtfertigt. Das Team "stellte sich neu auf", und obwohl die neue Saison erst acht Wochen alt war, hatten sie bereits fünf Niederlagen zu verkraften.

"Vielleicht sollte ich das Team kaufen", sagte Jeffrey.

"Vielleicht solltest du die Klappe halten", erwiderte Pinky.

"Vielleicht solltest du ... "

"Haltet alle die Klappe!", rief Ruban. "Seid einfach still und behaltet die Scheißflugzeuge im Auge."

Die Familienstreitereien gingen Ruban allmählich an die Substanz. Er hatte sich mit seinem Plan an ein paar Kumpels gewandt, zwei Vollprofis mit Eiern, so dick wie Fußbälle, aber sie hatten dankend abgelehnt, weil ihnen die Sache zu riskant war. Also musste er auf seine Familie ausweichen. Für Pinky würde das vermutlich kein Problem werden, wie sein eindrucksvolles Strafregister bewies. Jeffrey hingegen war nicht ganz einen Meter siebzig groß, wog hundertdreißig Kilo, und die wichtigste Frau in seinem Leben war noch immer seine Mutter. Er grinste immerzu und lachte viel und gerne, sogar über sich selbst. Aber er war

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