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Yanko I Die Geschichte eines Roma von Holderbach, Anzy Heidrun (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Yanko I

Das Buch erzählt die berührende Geschichte eines Roma, der in den USA lebt und nach dem Tod seiner Frau verzweifelt versucht, mit seinem Leben wieder zurecht zu kommen. Dabei gerät er in eine folgenschwere Liebesbeziehung, durch die er nicht nur zur Zielscheibe der Leute wird, sondern sich auch seiner Vergangenheit stellen muss. Autorin, Musikerin www.freestyleentertainment.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 416
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783744865067
    Verlag: Books on Demand
    Serie: Yanko .1
    Größe: 438kBytes
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Yanko I

E in paar Monate später saß Yanko in seinem Blockhaus an der Küchentheke, als sein Handy klingelte.

Es war Ron. "Na alter Gypsy, hast du es dir überlegt? Kommst du nächste Woche?" Yanko fühlte seine Brust eng werden. "Hey, komm du doch mal zur Abwechslung!", schlug er vor. Ron klang gehetzt, und Yanko hätte irgendwie am liebsten gleich wieder aufgelegt. "Ich kann hier nicht weg... Der Pub... Die vielen Einladungen... Mein Amt als Interessenverwalter der Gays hier... Da ist so viel los gerade." Yanko schwieg und stierte dabei aus dem Fenster. Er vernahm plötzlich ein: "Bist du noch dran?" und holte seine Gedanken von weit her wieder zurück. "Ja... Ron... aber... ich halte es in dieser Stadt auf Dauer einfach nicht aus... Ich liebe meine Arbeit hier und... es tut mir leid... schon bei dem Gedanken an San Francisco dreht sich mir der Magen um."

Rons Stimmung schlug mit einem Mal komplett um, und er klang resigniert und traurig. "Dann war's das also mit unserem Traum?!", stellte er nur verbittert fest, und Yanko antwortete ihm apathisch: "Vielleicht würde dir das ja gar nicht so viel ausmachen. Du hast so viele neue Freunde, die gerne dort leben." Yanko starrte weiter aus dem Fenster und fühlte sich beschissen. Ron fuhr hoch und wurde wütend. "Jetzt reicht's aber! Verdammt nochmal! Ich will dich!!! Verdammt!!!" "Ron... ich kann nicht kommen... Ich pack's nicht!" "Hast du jemand anderen? Eine Frau? Hm?" Yanko kamen die Worte nur schwer über seine Lippen: "Nein! Ron, bitte versuch' mich zu verstehen! Wenn ich nicht gut auf mich achte, dann geht's mir noch beschissener, und obwohl es mir das Herz bricht, spür ich genau, dass mein Platz hier ist. Es tut mir leid!" Yanko liefen ein paar Tränen hinunter, und er war froh, dass Ron sie nicht sehen konnte.

Ron setzte sich bedrückt wieder und sagte nur leise: "Ich vermisse dich so sehr!" Yanko wischte sich die Tränen mit dem Handballen aus dem Gesicht. "Du weißt ja wo ich bin... Ich liebe dich!" Yanko drückte das Gespräch weg und feuerte das Telefon aufs Sofa.

Ron legte sein Handy neben sich und rang mit seiner Fassung, schließlich stand er auf und verließ überstürzt die Wohnung. Er fühlte sich enttäuscht, wütend und verletzt. Warum um alles in der Welt konnte er jetzt nicht bei ihm sein? Warum hasste Yanko die Stadt so sehr? Warum liebte er ihn so? Warum konnten sie nicht einfach in Sheddy wohnen?

Er trank ein paar doppelte Whisky in einer Bar und versuchte damit den Schmerz in seinem Herzen zu lindern. Aber irgendwie klappte das überhaupt nicht, und er wurde stattdessen nur noch frustrierter. Warum konnte er nicht einfach wieder nach Hause zu seiner Frau und seinen Kindern zurück? Warum war das alles so wie es war? Er musste jetzt irgendetwas tun, und dann wusste er auch was. Sollte sich doch der verdammte Bastard in Sheddy einsam und allein in seiner Blockhütte einen runterholen. Er würde jedenfalls hier bleiben. Sollte er ihm doch den Buckel herunterrutschen.

Zielstrebig steuerte er auf einen Club zu und kaufte sich einen Mann.

Y anko war schon seit Stunden draußen und arbeitete mit einem fremden Pferd im Paddock, als er plötzlich ein Auto heranfahren hörte.

Es war Jenny. Er kletterte aus dem Paddock und ging erstaunt auf sie zu. Sie umarmten sich, und Jenny musterte ihn aufmerksam und war erschrocken über sein Aussehen, denn er sah ziemlich fertig aus. "Hi... Yanko... Ich dachte, ich schaue mal vorbei, was du so treibst!", sagte sie rasch, um ihre Sorge zu überspielen. Yanko sah sie liebevoll an und freute sich sie zu sehen. "Das freut mich! Wie geht's dir? Hast du Urlaub?" "Ja, ein paar Tage habe ich frei... Es ist toll dort! Du hattest wirklich Recht!" Sie lächelte, dann schaute sie ihn wieder besorgt an. "Und was ist mit dir? Stimmt das, was die anderen so erzählen?"

Yanko hätte es wissen müssen, dass sie es wohl inzwischen mitbekommen hatte, und dass sie

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