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Year of Passion. Februar Roman von Kenner, J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.12.2018
  • Verlag: Diana Verlag
eBook (ePUB)
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Year of Passion. Februar

Ich vertraue Frauen nicht mehr. Nicht mehr, seitdem Brooke mich vor dem Traualter stehen gelassen, mein Herz gebrochen und meine Seele verhärtet hat. Jetzt braucht sie mich. Ich will Nein sagen. Seit Jahren versuche ich, sie zu vergessen. Doch die Wahrheit ist, dass ich sie noch immer will. Und ich will ihr wehtun. Also werde ich ihr helfen, doch zu meinen Bedingungen. Zu provokanten, fordernden, sinnlichen Bedingungen. So werde ich mich rächen ... wenn ich ihr nicht wieder komplett verfalle. Über "Year of Passion" Sexy Sixpacks, breite Schultern und verführerische Blicke - in der Bar The Fix geht es heiß her. Ein attraktiver Mann nach dem anderen liefert auf dem Laufsteg eine atemberaubende Show. Und die Damen in der Jury haben die Qual der Wahl: Welche zwölf Kandidaten werden gewinnen und am Fotoshooting für den heißesten Kalender aller Zeiten teilnehmen? Mit dieser genialen Publicity-Aktion will eine Gruppe von Freunden ihre Lieblingsbar vor dem Aus retten. Schnell wird klar, dass es um noch viel mehr geht als den Kalender: Während sich die Atmosphäre immer weiter aufheizt, entflammen die Gefühle - und für jeden der zwölf Männer führt eine aufregende Begegnung zu ungeahnten Konsequenzen ... Die New-York-Times- und SPIEGEL-Bestsellerautorin J. KENNER arbeitete als Anwältin, bevor sie sich ganz ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, widmete. Ihre Bücher haben sich weltweit mehr als 3 Millionen Mal verkauft und erscheinen in über 20 Sprachen. J. Kenner lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Texas, USA.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 216
    Erscheinungsdatum: 27.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641237189
    Verlag: Diana Verlag
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Year of Passion. Februar

1

Spencer Dean hielt mit seiner Harley Davidson WLA vor der Auffahrt, die den Hügel hinauf zur baufälligen Drysdale-Villa führte. Er hatte das klassische Motorrad aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs von Richie geerbt, obwohl geerbt vielleicht nicht das richtige Wort war. Schließlich war Richie nicht tot, sondern nur fort.

Seitdem waren fast fünfzehn Jahre vergangen, und Spencer hatte sich schon vor langer Zeit damit abgefunden, dass sein Bruder nicht zurückkommen würde. Keiner, den Spencer liebte, kam je zurück. Und sie alle hatten weiß Gott Scheiße gebaut.

Wütend über seine Gefühlsduselei knurrte er leise, machte den Motor aus, stieg ab und ging dann den kurzen, mit Kopfstein gepflasterten Weg zum Eingang hinauf. Selbstverständlich war er verschlossen, die Lockbox des Immobilienmaklers hing am schmiedeeisernen Tor.

Spencer verharrte und legte leicht den Kopf in den Nacken, um das Anwesen in seiner ganzen Pracht betrachten zu können. Besser gesagt: sich die Pracht vorzustellen, in der das imposante Herrenhaus von 1876 wieder erstrahlen würde. Über Generationen hinweg war dies der Wohnsitz der Familie Drysdale gewesen, einst wichtige Drahtzieher in Texas und besonders hier in Austin. Er lag nur ein paar Meilen vom Kapitol der texanischen Hauptstadt entfernt in einer exklusiven Wohngegend und bot mit seinem viertausend Quadratmeter großen Anwesen ein beeindruckendes Beispiel der Second-Empire-Architektur.

Henry Drysdale hatte den Bau persönlich überwacht, weil er entschlossen war, für seine junge Braut das perfekte Heim zu schaffen. Spencer fand, dass ihm das ausgezeichnet gelungen war, und die Familie Drysdale hatte das Anwesen bis in die Siebzigerjahre des zwanzigsten Jahrhunderts bewohnt; dann hatte das letzte Mitglied der Familie es an ein kleines Hotelunternehmen verkauft, das daraus ein erstklassiges B&B machen wollte. Aber das Unternehmen machte Bankrott, und das Haus verfiel. Seitdem hatten die Besitzer ein Dutzend Mal gewechselt, doch keiner von ihnen hatte genug Zeit oder Geld aufgewendet, um ihm zu seiner ursprünglichen Pracht zu verhelfen.

Jetzt war es nur noch ein trauriges Konglomerat aus nachlässig reparierten Bauschäden, verpfuschten Renovierungen und verfehlten Neuerungen. Dem würde Spencer abhelfen - schließlich wollte er diesem Anwesen wieder Leben einhauchen, seit er und Richie hier eingebrochen waren. Damals war Spencer erst zehn gewesen. Sie hatten Stunden, nein, Tage damit verbracht, das heruntergekommene Herrenhaus zu erkunden. Wann immer sie dort waren, fiel alles andere von ihnen ab. Dann gab es nur noch Spence und Richie, ohne die Crimson Eights, die sie bedrohten und Richie drängten, tiefer in die Welt der Banden einzusteigen, vor der ihr Vater sie unbedingt hatte schützen wollen.

Spencer war fünfzehn gewesen, als Richie verhaftet wurde, doch selbst als er fort war, hatte sich Spence weiterhin ins Haus geschlichen wie ein Dieb in der Nacht. Es war sein Rückzugsort. Ein Refugium. Und er hatte niemanden hier hereingelassen. Bis Brooke kam.

In diesem Haus hatten sie sich das erste Mal geliebt. Kerzen hinter den vernagelten Fenstern. Picknickdecken auf dem harten Boden. Er hatte sie angebetet. Ihre Intelligenz und ihr Ehrgeiz flößten ihm Ehrfurcht ein. Ihr Körper erregte ihn. Ihre sanften Rundungen und das absolute Vertrauen, mit dem sie sich ihm hingab.

Er hatte mehrere Vogelnester und verdammt viele Rußplacken aus dem Kamin entfernt, und dann, in einer Winternacht, hatten sie Feuer gemacht, weil es so romantisch war. Trotz der Gefahr, entdeckt zu werden. Im Licht der Flammen hatte ihr goldenes Haar geschimmert, und als sie sich langsam ihr Kleid ausgezogen und ihn nackt zu sich gelockt hatte, war ihm bewusst gewesen, dass kein Mann auf Erden je glücklicher gewesen war.

Er hatte nie begriffen, warum sie einen Kerl wie ihn liebte. Für ihn war das nichts anderes als ein gottverdammtes Wunder.

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