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Younger - Tausche Alter gegen Liebe Roman von Satran, Pamela Redmond (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.12.2019
  • Verlag: Aufbau-Verlag
eBook (ePUB)
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Younger - Tausche Alter gegen Liebe

Wie jung willst du sein? Vom Ehemann verlassen, muss Alice (43) von vorn anfangen. Doch nach Jahren als Hausfrau und Mutter ist sie zu alt für die einen, zu unerfahren für die anderen Jobs. Als sie von dem unglaublichen reizenden Josh (26!!!) auf Ende 20 geschätzt wird, hat sie eine Idee: Wieso soll sie ihr Alter nicht ein bisschen 'korrigieren'? Prompt bekommt sie einen Job, dazu ein paar heiße Dates mit Josh, und hat plötzlich eine blutjunge Version ihres Lebens zurück. Bis die Sache mit Josh immer ernster wird und Alice sich fragt: Liegt das am Alter, oder ist das etwa - Liebe? Ein hinreißend komischer Roman über die unwiderstehliche (Frauen-)Phantasie, mit dem Wissen einer Mittvierzigerin noch einmal jung zu sein Pamela Redmond Satran hat drei Kinder und lebt in Los Angeles. Sie schreibt u.a. als Kolumnistin für Glamour. "Younger" war ein New-York-Times-Bestseller. Mehr unter www.PamelaRedmondSatran.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 06.12.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841218612
    Verlag: Aufbau-Verlag
    Originaltitel: Younger
    Größe: 2218 kBytes
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Younger - Tausche Alter gegen Liebe

Kapitel 1

Fast hätte ich die Fähre verpasst.

Ich war ängstlich. Nervös. Und ziemlich eingeschüchtert davon, wie fehl am Platz ich mir inmitten all dieser jungen Leute vorkam, die das Schiff nach New York erstürmten.

Es ging nicht einfach nur nach New York, es ging nach Manhattan, und das am Silvesterabend. Der bloße Gedanke daran ließ mir die Hände feucht werden und die Füße kribbeln, so wie damals, als ich zur Aussichtsplattform des Empire State Building hochfuhr und mich todesmutig an die Brüstung stellte, um in die Tiefe zu blicken.

Wie gern wäre ich einfach umgekehrt und in mein sicheres Vorstadthäuschen zurückgefahren - Im Fernsehen sieht man sowieso viel besser, wie die Kugel am Times Square fällt! -, aber ich konnte Maggie schlecht am eiskalten Pier warten lassen. Meine älteste und immer noch beste Freundin hielt nämlich nichts von Handys. Auch nichts von Computern und Autos und davon, am Silvesterabend in New Jersey zu bleiben. Überhaupt in New Jersey zu bleiben. Maggie, die sich mit sechzehn vor ihren erzkatholischen Eltern als lesbisch geoutet hatte und seither als Künstlerin durchschlug, hielt ganz und gar nichts davon, es sich in irgendeiner Weise leichtzumachen. Deshalb konnte ich unseren Ausgehabend nicht spontan absagen und musste diese Prüfung wohl oder übel über mich ergehen lassen.

Wenigstens stand ich in der Schlange für die nächste Fähre ganz vorn. Es war schweinekalt, aber ich verteidigte tapfer meinen Platz, damit niemand sich an mir vorbeidrängeln könnte. Die Vorstadt-Youngsters um mich herum hatten sicher schon zu Kindergartenzeiten im Vordrängeln promoviert.

Doch dann passierte etwas Seltsames. Je länger ich dort an der Absperrung stand und über das dunkle Wasser auf die glitzernden Lichter der Großstadt starrte, desto dringender wollte ich tatsächlich fahren - nicht nur wegen Maggie, sondern um meinetwillen. Ich dachte, dass Maggie eigentlich recht hatte. Dass eine Fahrt am Silvesterabend nach New York City genau das war, was ich brauchte. Raff dich auf, hatte sie gesagt. Tu etwas, was du noch nie getan hast. Sei es denn nicht gerade meine Methode, alles immer nach altbewährtem Muster zu tun - also äußerst vorsichtig und in alle Richtungen abgesichert -, die meinen momentanen Schlamassel herbeigeführt habe? Ja, so war es, und niemandem lag mehr daran, das zu ändern, als mir selbst.

Als sich das Tor zur Fähre endlich öffnete, rannte ich los. Ich wollte unbedingt an Deck ganz vorn stehen, um das näher kommende Manhattan zu beobachten. Ich hörte die anderen hinter mir herstürmen, aber tatsächlich gelang es mir als Erste, mich vorn an die Reling zu klammern. Die Schiffsmotoren setzten sich in Gang, der Gestank von Diesel überlagerte den Salzgeruch des Hafenwassers, dennoch sog ich, während wir langsam vom Anleger wegtuckerten, die Nachtluft tief in meine Lungen. Hier bin ich also, dachte ich, mitten im Leben, mit voller Kraft voraus in eine Nacht, in der alles passieren kann.

Erst dann merkte ich, dass ich allein da draußen war. Alle anderen standen dicht gedrängt in der verglasten Kabine und ließen durch ihr kollektives Ausatmen die Scheiben beschlagen. Offenbar war ich die Einzige, die das bisschen Kälte, das bisschen Wind, das bisschen eisige Gischt - na gut, ganz schön viel eisige Gischt - nicht scheute, während das Schiff wie ein mechanischer Bulle über die Wellen buckelte. Der unglaubliche Blick auf die beleuchtete grüne Freiheitsstatue und die funkelnden Wolkenkratzer war es allemal wert, vorausgesetzt, ich würde nicht über Bord in die tintenschwarzen Wasser geworfen.

Während ich die Reling fester packte und mich zu meiner erstaunlichen Tapferkeit beglückwünschte, verlangsamte die Fähre und verharrte eine Weile mit röhrenden Motoren im Hafenbecken. Als ich mich gerade fragte, ob wir jetzt untergehen oder von einem gesetzesflüchtigen Kapitän tollkühn aufs offene Meer hinausgej

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