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Zärtlich beginnt die Nacht Julia Bd. 1798 von MARTON, SANDRA (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Zärtlich beginnt die Nacht

Auf der Tanzfläche eines noblen New Yorker Nachtclubs entdeckt Prinz Nicolo Barbieri die Frau seiner Träume: wunderschön - und unendlich sinnlich - Von ihrer Ausstrahlung überwältigt, verführt er die bezaubernde Unbekannte zu einer leidenschaftlichen Nacht in seiner luxuriösen Hotelsuite. Aber als er am nächsten Tag glücklich und voller Vorfreude erwacht, erlebt Nicolo eine böse Überraschung: Die verführerische Fremde hat ihn ohne ein Wort des Abschieds schon wieder verlassen. Doch so sehr er auch nach ihr sucht, sie scheint spurlos verschwunden zu sein ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 17.02.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863494957
    Verlag: CORA Verlag
    Serie: Julia Bd.1798
    Größe: 355 kBytes
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Zärtlich beginnt die Nacht

1. KAPITEL

Ganz in schwarzes Wildleder gehüllt, den Kopf gegen Wind und Regen tief nach vorne geneigt, eilte sie über den Bürgersteig. Die Stiefel mit den hohen Pfennigabsätzen klackerten bei jedem ihrer energischen Schritte. Und so prallte sie mit ganzer Wucht auf Nicolo, der gerade aus einem Taxi gestiegen war.

Der livrierte Türsteher des Hotels wollte ihr zu Hilfe eilen, doch Nicolo war schneller. Er ließ seinen Aktenkoffer fallen und packte die Frau bei den Schultern.

"Langsam", meinte er freundlich.

Die Kapuze des langen Mantels rutschte ihr vom Kopf, als sie zu ihm aufsah. Nicolo, grundsätzlich empfänglich für Schönheit, lächelte.

Ja, sie war schön, mit feinen Gesichtszügen, Lippen, die weich und einladend wirkten, und Augen, deren Farbe an Veilchen erinnerten. Ihr Gesicht war umrahmt von einer Mähne goldblonder Locken.

Wenn man schon von jemandem umgerannt werden musste, dann würde ein intelligenter Mann so eine Frau wählen.

"Alles in Ordnung mit Ihnen?"

Sie schüttelte seine Hände ab. "Ja."

"Meine Schuld", behauptete er aus reiner Höflichkeit. "Ich hätte besser aufpassen sollen."

"Allerdings, das hätten Sie."

Nicolo blinzelte. Die Fremde betrachtete ihn mit einem entrüsteten Blick. Sein Lächeln erstarb. Er war Römer, hatte aber einen Großteil seines Lebens in Manhattan verbracht. Daher wusste er, dass Höflichkeit nicht unbedingt zu den hervorstechendsten Eigenschaften der Einwohner dieser Stadt gehörte. Immerhin war sie es, die ihn angerempelt hatte.

"Verzeihung, signorina, aber ..."

"Aber natürlich", fiel sie ihm kühl ins Wort, "bilden Leute wie Sie sich ein, ihnen gehöre die Straße."

"Hören Sie, ich weiß wirklich nicht, was für ein Problem Sie haben, aber ..."

"Sie", unterbrach sie ihn wieder. "Sie sind mein Problem."

Eine Mona Lisa mit dem Temperament einer Wildkatze! Die verinnerlichte Galanterie der Alten Welt kämpfte mit der wesentlich rüderen Attitüde der Moderne.

Die Moderne gewann.

"Ich habe mich bei Ihnen entschuldigt, obwohl von meiner Seite her keine Notwendigkeit dazu bestand", erwiderte er harsch. "Und Sie haben einen Ton an sich, als würden Sie mit einem Stadtstreicher reden. Ein paar Manieren könnten Ihnen nicht schaden."

"Nur weil ich eine Frau bin ..."

"Sind Sie das?" Sein Lächeln war so kalt wie seine Worte klangen. "Das würde ich gern überprüfen." Und damit verließ ihn jegliche Selbstbeherrschung, er schaltete seinen Verstand aus, zog die Blondine an sich und küsste sie.

Der Kuss dauerte keine Sekunde, war nur ein flüchtiges Berühren der Lippen. Als Nicolo die Frau losließ, konnte er maßlose Verwirrung in ihren veilchenblauen Augen erkennen.

Und er schmeckte den wunderbar vollen Geschmack ihrer Lippen auf seinem Mund.

Herr im Himmel, war er völlig verrückt geworden? Es sah ganz danach aus. Nur ein Verrückter würde eine extrem schlecht gelaunte Unbekannte mitten auf der Fifth Avenue küssen.

"Sie ...!" Vor Empörung brachte sie kein Wort mehr heraus.

Doch das war es wert gewesen. Er brauchte sie sich nur anzusehen. Sie stockte, und eine maßlose Verwirrung lag auf ihrem Gesicht. Die Hochnäsigkeit war ihr vergangen.

Die Blondine riss sich aus seinem Griff los. Ihre Hand hob sich. Er las in diesen erstaunlichen Augen, die Blitze auf ihn abfeuerten, dass sie ihm eine Ohrfeige verpassen wollte. Vielleicht hatte er es sogar verdient, aber ... der Teufel sollte ihn holen, wenn er es ihr erlauben würde.

Er beugte den Kopf zu ihr vor. "Schlagen Sie mich", sagte er geradezu freundlich, "und ich verspreche Ihnen, ich werde die Welt um Sie herum einstürzen lassen."

Sie gab einen Satz von sich, den keine Frau, die er kannte, sich je gewagt hätte über die Lippen zu bringen. Allerdings hätte auch keine Frau, die er kannte, es gewagt, ihm etwas vorzuwerfen, das nicht seine Schu

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