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Zügellose Leidenschaft Roman von Lindsey, Johanna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.12.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Zügellose Leidenschaft

Wie aus einer arrangierten Heirat die Liebe des Lebens wird Einige wenige heiraten um der Liebe willen, die meisten wegen des Geldes - und Tiffany muss sich verloben, um die Fehde zwischen ihrer Familie und dem Clan der Callahans zu beenden. Ihr Ziel: das wilde Hinterland von Montana. Ihr Plan: sich inkognito als Haushälterin ihrem Verlobten in spe zu nähern, um einen ersten Eindruck von ihm zu bekommen. Das Problem: Hunter Callahan ist sehr angetan von der neuen Bediensteten und macht ihr eindeutige Avancen. Doch Tiffany will keinen Mann, der sein Herz bereits einer anderen geschenkt hat ... Johanna Lindsey wächst auf Hawaii auf. Sie heiratet nach der Highschool und hat bereits zwei kleine Kinder zu versorgen, als sie sich zum Schreiben gedrängt fühlt.1976 veröffentlicht sie ihren ersten Roman. Heute ist sie eine der erfolgreichsten Autorinnen historischer Liebesromane. Weltweit hat sie über 60 Millionen Exemplare ihrer Bücher verkauft, die nicht selten die ersten Plätze der Bestsellerliste der New York Times erreichen. Johanna Lindsey schreibt und lebt mit ihrer Familie in Maine.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 08.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641141721
    Verlag: Heyne
    Serie: Callahan-Warren Bd.1
    Originaltitel: One Heart to Win
    Größe: 707 kBytes
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Zügellose Leidenschaft

Kapitel 1

R ose Warren hörte auf zu weinen, bevor ihre Tochter die Vordertür des Sandsteinhauses öffnete. Tiffany sollte sie nicht in diesem Zustand sehen. Doch sie konnte nicht aus ihren Gedanken verbannen, was die Tränen ausgelöst hatte - jene beklemmenden Worte.

Komm mit ihr zu mir, Rose. Fünfzehn Jahre ist es her. Hast du uns nicht lange genug gequält?

Normalerweise ließ sie ihre Tochter, die letzten Monat achtzehn geworden war, Franklin Warrens Briefe lesen. Zumeist eher unpersönlich, mussten sie nicht verheimlicht werden. Doch diesmal war es anders. Sobald Rose die Stimme des Mädchens im Flur hörte, zerknüllte sie den Brief in der Faust und steckte ihn in ihre Rocktasche. Den wahren Grund, warum die Eltern nicht zusammenlebten, kannte Tiffany nicht. Und Frank wusste nicht einmal, warum Rose ihn hatte verlassen müssen. Nach all den Jahren wäre es am besten, wenn es dabei bliebe.

"Bitte komm zu mir ins Wohnzimmer, Tiffany!", rief sie, bevor ihre Tochter nach oben gehen konnte.

Als Tiffany den Raum betrat, nahm sie ihren Hut ab. Das

Nachmittagssonnenlicht schimmerte auf ihrem rotblonden Haar. Dann löste sie das kurze dünne Cape von ihren Schultern. Für einen Mantel war das Wetter zu warm. Trotzdem musste eine Dame in New York City respektabel gekleidet sein, wenn sie das Haus verließ. Rose musterte sie und wurde wieder einmal daran erinnert, dass ihr kleiner Liebling gar nicht mehr so klein war.

Seit Tiffanys achtzehntem Geburtstag betete Rose unentwegt, das Kind möge nicht mehr wachsen. Schon jetzt maß ihre Tochter einsdreiundsiebzig und beklagte sich oft darüber. Diese Größe hatte sie von Franklin geerbt, ebenso wie die smaragdgrünen Augen. Doch das wusste sie nicht. Den zarten Knochenbau und die schönen, fein gezeichneten Züge verdankte sie ihrer Mutter, das rote Haar nur teilweise, denn es wies kupferfarbene Glanzlichter auf, im Gegensatz zu Roses dunkleren Locken.

"Ich habe einen Brief von deinem Vater bekommen."

Keine Antwort.

Wie gleichgültig Tiffany ihrem Vater gegenüberstand, brach Rose fast das Herz. Früher hatte sich ihre Tochter immer wahnsinnig über Franks Briefe gefreut. Natürlich erinnerte sie sich nicht an ihn, denn als sie Nashart, Montana, mit ihrer Mutter verlassen hatte, war sie noch zu klein gewesen. Rose wusste, sie hätte Begegnungen zwischen den beiden erlauben sollen. Frank war so großzügig gewesen - er hatte die Jungs regelmäßig zu ihr geschickt. Vermutlich nur, damit sie sich schuldig fühlte, weil sie Tiffany nicht gestattete, ihn zu besuchen. Sie hatte befürchtet, er würde das Kind nicht zu ihr zurückschicken. Keine grundlose Angst, sondern ihr schlimmster Albtraum. In seinem Zorn hatte Frank mehrmals verkündet, er würde das Mädchen bei sich behalten. So viel hatte er ihr angedroht, um sein Ziel zu erreichen - die Wiedervereinigung seiner Familie. Und sie konnte es ihm nicht einmal verübeln. Doch es durfte nicht geschehen. Unmöglich!

Und nun wurde Rose mit ihrer schlimmsten Angst konfrontiert. Wenn Tiffany nach Montana reist, werde ich sie nie wiedersehen ...

Hätte sie den Verlobten ihrer Tochter doch bloß aufgefordert, nach New York zu kommen! Doch damit hätte Rose den Bogen überspannt. Fünfzehn Jahre lang hatte Frank ihre Wünsche akzeptiert und sich ferngehalten. Und sie hatte ihm versprochen, dass Tiffany von diesem Jahr an wieder unter seinem Dach leben würde. Reinen Gewissens konnte sie keinen Keil mehr zwischen die beiden treiben.

Tiffany blieb vor ihr stehen und streckte eine Hand nach dem Brief aus. Aber Rose zeigte zum Sofa. "Setz dich."

Achselzuckend nahm Tiffany ihr gegenüber Platz und hob die Brauen, weil ihr der Brief vorenthalten wurde. Das Wohnzimmer war sehr geräumig, so wie das ganze Haus. Rose entstammte dem alten Geldadel, und inzwischen verfügte sie über das gesamte Familienvermögen. Als sie mit ihrer dreijährigen Tochter a

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