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Zauber der Herzen von Miller, Linda Lael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.12.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Zauber der Herzen

Eine bezaubernde Liebesgeschichte in den Weiten des Wilden Westens ... Port Hastings, Washington, 1887: Jeff Corbin ist an einem absoluten Tiefpunkt angekommen: Seine Angebetete ist unerreichbar für ihn, und durch ein Attentat verliert er sein Schiff und beinahe sein Leben. Um ihn aufzumuntern, schleppt sein Bruder die Zauberkünstlerin Fancy Jordan samt Kaninchen an. Jeff ist davon wenig begeistert. Erst recht, als er erfährt, dass Fancy ausgerechnet die Verlobte des Mannes war, der den Angriff auf sein Schiff veranlasst hat. Aber die hübsche junge Frau reizt ihn nicht nur - sie hat auch ihre Reize. Und denen zu widerstehen ist gar nicht so leicht ... Dieser historische Liebesroman ist in einer früheren Ausgabe unter dem Titel 'Wer ein Lächeln des Glücks einfängt' erschienen. Die Corbin-Saga geht weiter - im nächsten Band findet Keith das 'Lächeln des Glücks'. eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert. Linda Lael Miller wurde in Spokane, Washington geboren und begann im Alter von zehn Jahren zu schreiben. Seit Erscheinen ihres ersten Romans 1983 hat die New York Times- und USA Today-Bestsellerautorin über 100 zeitgenössische und historische Liebesromane veröffentlicht und dafür mehrere internationale Auszeichnungen wie den Romantic Times Award erhalten. Linda Lael Miller lebt nach Stationen in Italien, England und Arizona wieder in ihrer Heimat im Westen der USA, dem bevorzugten Schauplatz ihrer Romane. Neben ihrem Engagement für den Wilden Westen und Tierschutz betreibt sie eine Stiftung zur Förderung von Frauenbildung. Mehr Informationen über die Autorin und ihre Bücher unter http://www.lindalaelmiller.com/.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 21.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732568659
    Verlag: Bastei Lübbe AG
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Zauber der Herzen

2

Das Klappern von Porzellan und Jeffs entrüsteter Aufschrei waren bis auf den Rasen zu vernehmen. In der zunehmenden Abenddämmerung hob Keith eine Schüssel mit gebackenen Bohnen auf und grinste zufrieden. Ich danke dir , sagte er zu Gott, der hinter fernen Horizonten lebte und doch stets an seiner Seite war.

Keith lächelte noch, als er die Küche erreichte und dort Fancy traf. Hellere Sterne als jene auf ihrem Kleid funkelten in ihren violetten Augen, und ihre feinen Gesichtszüge glühten vor Empörung.

"Sie können mir das zerbrochene Geschirr von meinem Gehalt abziehen", sagte sie grollend.

"Nicht nötig", erwiderte Keith und wechselte einen triumphierenden Blick mit Missis Thompkins, der Haushälterin. Beide versuchten schon seit Monaten, zu Jeff vorzudringen, und diese kleine Elfe hatte es an einem einzigen Abend erreicht!

Fancy rollte die Ärmel ihres abgetragenen Kleides hoch. "Ich helfe Ihnen, die Reste hereinzubringen", bot sie sich an.

Als sie damit fertig waren, drängte Keith Fancy, schlafen zu gehen, da ihm bewusst war, was für ein harter Tag auf sie wartete.

Aber ihre müden Augen weiteten sich erschrocken. "Du liebe Güte", hauchte sie entsetzt. "Ich habe Hershel ganz vergessen!"

Das Kaninchen. Keith lachte. "Er hat ganz bestimmt Hunger."

Missis Thompkins brachte prompt eine Schale mit Salatblättern herbei. "Sorgen Sie nur dafür, dass das Tier aus meinem Gemüsegarten bleibt", warnte sie gutmütig.

"Heute Abend können wir ihn in der Scheune unterbringen", meinte Keith. "Morgen baue ich ihm einen Stall."

Fancy lächelte erleichtert, und Keith war gerührt. Anscheinend liebte sie das ungehorsame Kaninchen doch. "Danke", sagte sie froh.

Fancys Zimmer war sehr geräumig. Als sie das Fenster öffnete, drang das süße Aroma von Apfelblüten herein, und das leise Rauschen des Columbia River wirkte sich sehr beruhigend auf ihre Nerven aus.

Dankbar zog sie das sternenbesetzte Kleid aus und schlüpfte in das lange Flanellnachthemd, das auf dem Bett lag. Es war schlicht, aber hübsch, mit einem Spitzenbesatz an Ärmeln und Halsausschnitt und gestickten Tauben auf dem Oberteil. Fancy nahm sich vor, Missis Thompkins am nächsten Tag dafür zu danken.

Barfuß trat Fancy ans Fenster, löste die Klammern aus ihrem Haar und ließ es lang auf ihren Rücken fallen. Dann leerte sie ihre Reisetasche aus und überlegte, wie dringend sie nun ein neues Kleid brauchte. Außer ihrem Kostüm, das sie zu den Auftritten trug, besaß sie nur einen streng geschnittenen Rock aus Leinen und einen anderen aus grobem grauem Wollstoff.

Sie biss sich auf die Lippen, als wieder der alte Wunsch nach schönen Kleidern in ihr erwachte. Aber das waren Dinge, die für reiche Frauen bestimmt waren, nicht für Mädchen wie sie.

In diesem Augenblick klopfte es leise, und Fancy erschrak. "Ja?", fragte sie alarmiert, obwohl sie wusste, dass sie sicher war in diesem schönen Haus.

"Ich bin's - Alva", sagte die Haushälterin gedämpft.

Fancy schluckte - irgendwie hatte sie erwartet, dass es dieser dreiste Kapitän Corbin war - und öffnete rasch.

Alva Thompkins stand auf dem halbdunklen Flur, die Arme beladen mit Kleidungsstücken. Fancy entdeckte ein hübsches, getupftes Morgenkleid, einen weichen, pinkfarbenen Morgenmantel, und ein Samtkleid aus dunklem Gold. "Probieren Sie diese Sachen an", forderte Missis Thompkins sie auf.

Fancy trat verblüfft zurück. "Ich ... was ...", stammelte sie.

Alva ging lächelnd zum Bett und warf die Kleider auf Fancys karge Garderobe. "Sie gehörten Miss Melissa", sagte sie erklärend. "Das ist die jüngere Schwester des Pastors. Immer, wenn sie nach einem ihrer Besuche abreist, lässt sie Dinge zurück, die sie nicht mehr haben will. Im Allgemeinen geben wir sie der Kirche, aber ich dachte, Sie könnten sie vielleicht gebrauchen, Miss Fancy."

Fancy war überwältigt. Es schien u

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