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Zerbrechlich Roman von Picoult, Jodi (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.09.2010
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)

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Zerbrechlich

Willow, ihr lang ersehntes Kind, ist perfekt. Das ist das Erste, was Charlotte O'Keefe hört, als sie ihr Baby auf dem Ultraschallbild sieht. Ja, es ist perfekt. Daran ändert auch Willows Krankheit nichts. Charlotte liebt ihr Kind abgöttisch und will nur eins: es beschützen. Denn Willow braucht allen Schutz der Welt. Beim kleinsten Stoß brechen ihre Knochen. Jedoch auch ihr Herz kann brechen. Das scheint Charlotte zu vergessen, als sie vor Gericht das Geld für die richtige Behandlung erkämpfen will. Die Krankheit hätte früh erkannt und die Eltern gewarnt werden können. Charlotte muss jedoch behaupten, ihr geliebtes Kind sei besser nie geboren worden ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 608
    Erscheinungsdatum: 25.09.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838702032
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Handle with Care
    Größe: 609 kBytes
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Zerbrechlich

Piper (S. 89-90)

Ich habe Charlotte vor acht Jahren kennengelernt, auf einer der kältesten Eislaufbahnen New Hampshires. Beide hatten wir unsere vierjährigen Töchter für eine fünfundvierzigsekündige Performance als künftige Eislaufstars verkleidet. Ich wartete darauf, dass Emma ihre Schuhe zuschnürte, während andere Mütter die Haare ihrer Töchter nach hinten banden und Schleifen um Hand- und Fußgelenke knoteten. Sie plapperten über den Weihnachtsbasar des Eislaufvereins und beschwerten sich über ihre Ehemänner, die die Akkus der Videokameras nicht lange genug aufgeladen hatten. Im Gegensatz zu dieser geballten mütterlichen Kompetenz saß Charlotte ein wenig abseits und versuchte mit Engelsgeduld, eine sture Amelia zu bewegen, sich das lange Haar ebenfalls zurückzubinden. "Amelia", sagte sie, "deine Trainerin wird dich so nicht aufs Eis lassen. Alle müssen gleich aussehen."

Charlotte kam mir irgendwie vertraut vor, auch wenn ich mich nicht erinnern konnte, ihr schon mal begegnet zu sein. Ich warf Charlotte ein paar Haarklammern zu und lächelte. "Falls Sie die brauchen", sagte ich. "Ich habe aber auch Sekundenkleber und Klarlack. Wir sind schon länger hier in diesem Gulag, der sich Eiskunstlaufverein schimpft." Charlotte lachte laut und nahm die Haarklammern dankbar an. "Die Kinder sind doch erst vier Jahre alt!" "Na ja, wenn man nicht früh genug anfängt, haben die lieben Kleinen später in der Therapie auch nichts zu erzählen", scherzte ich. "Ich bin übrigens Piper, stolze und trotzige Eiskunstlauf-mama."

Sie streckte die Hand aus. "Charlotte." "Mom", sagte Emma, "das ist Amelia. Ich habe dir letzte Woche von ihr erzählt. Sie ist gerade erst hierher gezogen." "Die Arbeit hat uns hergeführt", erklärte Charlotte. "Ihre oder die Ihres Mannes?" "Ich bin nicht verheiratet", sagte sie. "Ich bin die neue Konditorin drüben bei Capers." "Ach, daher kenne ich Sie. Ich habe etwas über Sie in einer Zeitschrift gelesen." Charlotte errötete. "Glauben Sie nicht alles, was gedruckt wird ..." "Sie sollten stolz sein! Was mich betrifft, so kann ich noch nicht mal eine Fertigmischung backen. Aber zum Glück ist das auch nicht Teil meiner Stellenbeschreibung." "Was machen Sie denn?"

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