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Zitronenküsse in der kleinen Eisdiele am Meer (Teil 2) Roman von Hepburn, Holly (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.03.2021
  • Verlag: Penguin Verlag
eBook (ePUB)
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Zitronenküsse in der kleinen Eisdiele am Meer (Teil 2)

Im zweiten Teil von Holly Hepburns zauberhaftem Roman strahlt die Sommersonne über dem kleinen Küstenstädtchen Polwhipple. Mit Hilfe des attraktiven Handwerkers Ben setzt Gina alles daran, die Eisdiele ihres Großvaters vor dem Ruin zu retten. Doch damit sie wieder zum glänzenden Mittelpunkt des malerischen Örtchens werden kann, muss dringend die Unterstützung des Stadtrats her. Wird es Gina mit einer rauschenden Sommerparty und einer exotischen neuen Eiskreation gelingen, auch die skeptischsten Gemüter zu überzeugen?


Holly Hepburn liebt es, Menschen zum Lächeln zu bringen - und sie liebt ihre Katze Portia. Sie hat in der Marktforschung und als Model gearbeitet, ihr großer Traum war aber schon immer das Schreiben. Sie lebt in der Nähe von London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 08.03.2021
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641280482
    Verlag: Penguin Verlag
    Größe: 1899 kBytes
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Zitronenküsse in der kleinen Eisdiele am Meer (Teil 2)

Kapitel Eins

Es war das regenreichste Osterfest, an das Gina sich erinnern konnte.

Sie saß in einem der zerschlissenen Ledersessel neben dem flackernden Kamin im Mermaid's Tail Inn und blickte aus dem Panoramafenster auf Polwhipples verlassenen Strand. Regentropfen prasselten gegen das Glas und rannen in Bächen daran hinab, bis sie den Rahmen aus dunklem Holz erreichten. Stahlgraue Wolken wurden von starken Windböen über den Himmel getrieben, welche die Spitzen der Wellen in schäumende Kämme verwandelten. Nicht mal die hartgesottensten Hundebesitzer schienen sich bei dem stürmischen Wetter raus zu wagen, ganz zu schweigen von den Surfern, die man normalerweise um diese Zeit auf den Wellen reiten sah. Abgesehen von der ein oder anderen Möwe war der Strand komplett verwaist.

Gina legte die Hände um ihren halb vollen Kaffeebecher und seufzte. Was das Wetter betraf, war das Osterwochenende völlig ins Wasser gefallen, und sie hatte ein paar rastlose Tage in ihrem Apartment damit verbracht, in den nicht enden wollenden Regen zu starren, nur unterbrochen von einem herzhaften Ostersonntags-Festmahl bei ihren Großeltern. Am Montag hatte sie den Gedanken, einen weiteren Tag allein in ihrem kleinen Apartment zu verbringen, nicht länger ausgehalten, ihren Laptop eingepackt und war ins gemütliche Mermaid's Tail geflüchtet, wo sie Jory, der Besitzer, mit einem freundlichen Lächeln empfangen hatte.

»Gina«, hatte er ihr über die Bar hinweg zugerufen, als sie den Gastraum mit der niedrigen Decke betreten hatte, »was kann ich dir bringen?«

»Nur einen Americano, bitte«, hatte sie geantwortet, während sie den Regen aus ihrem Mantel geschüttelt hatte.

Er hatte auf die Garderobenhaken rechts an der Wand gedeutet. »Häng deine Sachen da auf und wärm deine kalten Knochen am Feuer. Ich bring dir gleich deinen Kaffee.«

Mit einem dankbaren Lächeln hatte sich Gina in einen der Ledersessel am Kamin fallen lassen. Sie war bereits seit einem Monat in Polwhipple, und der singende Tonfall, der die Wörter der meisten Bewohner hier färbte, fiel ihr kaum noch auf. Trotzdem kam es immer wieder vor, dass ein Wort ihre Aufmerksamkeit erregte und sie daran erinnerte, wo sie sich befand. Jorys Sprache war mit noch deutlich mehr kornischem Dialekt gespickt als die der meisten anderen Leute in dieser Gegend.

»Pisst da draußen immer noch wie verrückt«, kommentierte er jetzt, als er mit einer silbernen Thermoskanne neben ihr auftauchte, um ihr Kaffee nachzuschenken.

Nickend hielt Gina ihm ihren Becher hin. Auch wenn das im Moment nur schwer zu glauben war, versprach der Wetterbericht für die kommenden Tage Besserung: blauen Himmel und für die Jahreszeit ungewöhnlich warme Temperaturen um die vierzehn Grad. Falls Polwhipple tatsächlich mit Sonnenschein für die schlechten Tage entschädigt werden sollte, dann würde die Nachfrage nach Eis steigen. Ginas Plan war, die nächsten Tage in der Molkerei zu verbringen, damit die Einwohner von Polwhipple nicht enttäuscht wurden, wenn sich endlich die Sonne blicken ließ und ihnen der Sinn nach einem Eis von Ferrelli's stand.

»Danke«, sagte sie an Jory gewandt und gab einen Schuss Milch in ihren Kaffee. »Das Wetter ist für dich sicher auch nicht gerade von Vorteil, oder?«

Jory zuckte mit den Schultern. »Es braucht schon mehr als einen kleinen Schauer, um unsere Stammgäste abzuschrecken. Das richtige Geschäft machen wir ohnehin nur in den Sommermonaten. Und selbst dann zieht Polwhipple nicht so wie Newquay oder Padstow.« Er sah hinaus auf den nassen Strand. »Abgesehen von der Aussicht, gibt's hier nicht viel, für das sich ein Besuch lohnt, und von der gibt's überall anders auch genug.«

Gina öffnete den Mund, um zu widersprechen. In ihrer Erinnerung an die Sommer, die sie als Teenager hier verbracht hatte, war der Strand von Polwhipple von Familien geradezu überrannt worden. Im August gab es einen Surf-Contest. Er

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