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Zu zweit tut das Herz nur halb so weh von Kibler, Julie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.08.2012
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Zu zweit tut das Herz nur halb so weh

Im Kentucky der späten 1930er ist es einer weißen Frau nicht nur verboten, sich in einen Farbigen zu verlieben, es ist auch höchst gefährlich. Entgegen allen Warnungen und Widerständen setzen sich Isabelle und Robert in ihrer verzweifelten Liebe über alle Konventionen hinweg. Mit diesem Schritt beginnt ein Drama, für das die beiden einen hohen Preis zahlen müssen ... 70 Jahre später begleitet die farbige Friseurin Dorrie ihre Stammkundin Isabelle durch das halbe Land zu einer Beerdigung. Auf ihrer gemeinsamen Reise kommen sich die beiden Frauen nahe. So nahe, dass Isabelle nach all den Jahren des Schweigens ihr lang gehütetes Geheimnis lüftet und ihre verzweifelte Liebe von damals noch einmal aufleben lässt. Und am Ende ihrer gemeinsamen Reise in die Vergangenheit löst sich noch ein letztes, bittersüßes Rätsel ... Julie Kibler wurde in Kentucky geboren und lebt heute in Texas, wo sie als freie Autorin arbeitet. "Zu zweit tut das Herz nur halb so weh" ist ihr erster Roman, der international großes Aufsehen erregte und noch vor Erscheinen in zwölf Länder verkauft wurde.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 20.08.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492958295
    Verlag: Piper
    Originaltitel: Calling Me Home
    Größe: 1378 kBytes
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Zu zweit tut das Herz nur halb so weh

Für meine Großmutter und für alles, was hätte sein können. But all lost things are in the angels' keeping, Love; No past is dead for us, but only sleeping, Love; The years of Heaven with all earth's little pain Make Good, Together there we can begin again In babyhood. Alles Verlorne liegt in der Engel Hände, Liebe; Vergangenheit ruht nur für uns, sie hat kein Ende, Liebe; Jahre des Himmels machen kleinen Schmerz der Erde wett, Zusammen schaffen wir dort ein neues Werde in der Kinder Bett. Helen Hunt Jackson, At Last (Auszug) EINS MISS ISABELLE, GEGENWART Als Dorrie und ich uns vor ungefähr zehn Jahren kennenlernten, war ich nicht gerade freundlich zu ihr. Als alter Mensch wird man ziemlich direkt, weil einem vieles gleichgültig ist. Dorrie dachte, ihre Hautfarbe sei schuld. Falsch gedacht. Ich war ungehalten, weil meine Friseurin - heutzutage nennen sie sich Stylistinnen, was in meinen Ohren viel zu überheblich klingt - gekündigt hatte, ohne mir ein Wort zu sagen. "Aber Dorrie könnte Sie gleich drannehmen", teilte man mir im Salon mit. Dorrie war meines Wissens die einzige Afroamerikanerin in dem Salon. Womit ich kein Problem hatte. Aber ich hasse Veränderungen. Und Menschen, die nicht wissen, wie ich meine Haare möchte. Menschen, die mir die Haube im Nacken zu eng binden. Menschen, die ohne Vorwarnung verschwinden. Ich brauchte eine Weile, um mich mit der neuen Situation anzufreunden. Ich bin ein Gewohnheitstier; im Alter verstärkt sich das noch. Mit meinen inzwischen neunzig Jahren könnte ich Dorries Urgroßmutter sein. Sie ahnt vermutlich nicht, dass sie für mich fast zu der Tochter geworden ist, die ich nie hatte. Ziemlich lang habe ich sie von Salon zu Salon begleitet, bis sie endlich ihren eigenen hatte. Inzwischen kommt sie zu mir nach Hause - wie eine Tochter es tun würde. Anfangs redeten wir noch übers Wetter, die Nachrichten und Fernsehsendungen, während sie mir die Haare wusch und frisierte. Wenn man Woche um Woche, Jahr um Jahr eine Stunde oder länger mit derselben Person zusammen ist, werden die Gespräche zwangsläufig intensiver. Irgendwann fing Dorrie an, von ihren Kindern zu erzählen, von ihrem verrückten Exmann, von ihrem Traum, eines Tages ihren eigenen Salon zu eröffnen, und später von der vielen Arbeit, die das mit sich brachte. Ich kann gut zuhören. Aber einige Male bat sie auch mich, von mir etwas zu erzählen. Als sie zum Beispiel das erste Mal zu mir nach Hause kam, wollte sie etwas über die Menschen auf den Fotos und die Erinnerungsstücke, die bei mir herumstehen, erfahren. Und über diesen Teil meines Lebens fiel es mir nicht schwer zu sprechen. Schon merkwürdig, wie man manchmal - gegen alle Erwartungen und an den ungewöhnlichsten Orten - einen Freund findet. Oft genug muss man nach der ersten Begegnung mit einem Menschen feststellen, dass man eigentlich keine Gemeinsamkeiten hat. Oder man glaubt, dass sich nie mehr als eine Bekanntschaft entwickeln wird, weil man so unterschiedlich ist. Aber dann geht die Sache länger als erwartet weiter, und die Beziehung vertieft sich, bis man diese Person besser kennt als viele andere. Man hat einen echten Freund gewonnen. So ist es bei Dorrie und mir. Wer hätte gedacht, dass wir nach zehn Jahren noch miteinander zu tun hätten? Dass wir nicht nur über Fernsehsendungen reden, sondern sie uns sogar miteinander anschauen würden? Dass ihr immer ein Grund einfallen würde, bei mir vorbeizukommen und mich zu fragen, ob sie etwas für mich erledigen soll - brauche ich Milch oder Eier? Muss ich zur Bank? Oder dass ich beim Einkaufen ihre Lieblingslimonade für sie mitnehmen würde? Vor ein paar Jahren wurde sie plötzlich verlegen, als sie mir eine Frage stellen wollte. "Was ist?", sagte ich. "Hat's dir die Sprache verschlagen? Das wär ja mal was Neues." "Ach, Miss Isabelle, das interessiert Sie sicher nicht." "Wenn du meinst." Ich neige nicht dazu, andere Leute zu drängen, wenn sie mir etwas nicht verraten wolle

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