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Zum Fest der Liebe Julia Bd. 25 von Macomber, Debbie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.11.2008
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Zum Fest der Liebe

Für die alleinstehende Emily scheint es ein einsames Weihnachtsfest zu werden - bis sie zufällig dem attraktiven Ray Brewster begegnet. Während leise der Schnee auf Boston rieselt, beginnt in ihrem Herzen eine warme Flamme zu lodern. Denn Rays Blicke versprechen ihr ein zärtliches Geschenk: Liebe ... Rays Bruder Charles jedoch findet, dass Weihnachten abgeschafft gehört. Wie jedes Jahr flieht er vor dem schwärzesten Tag des Jahres. Doch diesmal hat die Rechnung ohne Emilys Freundin Faith gemacht, eine ebenso schöne wie entschlossene Weihnachts-Romantikerin ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 03.11.2008
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863493110
    Verlag: CORA Verlag
    Serie: Julia 25
    Größe: 798 kBytes
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Zum Fest der Liebe

1. KAPITEL

"Was soll das heißen, du kommst Weihnachten nicht nach Hause?" Emily Springer presste den Hörer fester ans Ohr, als würde das die ungeheure Eröffnung ihrer Tochter verständlicher machen.

"Mom, ich kann mir vorstellen, wie enttäuscht du jetzt bist ..."

Das war noch mehr als milde ausgedrückt. Jeden Cent hatte Emily zusammengekratzt, um das Flugticket bezahlen zu können. Heather studierte zwar in Harvard, doch die Ferien verbrachten sie grundsätzlich zusammen. Und jetzt teilte ihre einzige Tochter ihr einfach so mit, sie würde Weihnachten nicht nach Hause kommen.

"Was kann denn wichtiger sein, als das Christfest zusammen mit der Familie zu verbringen?" Emily versuchte, sich ihre Enttäuschung nicht anhören zu lassen.

Heather zögerte mit der Antwort. "Ich ... ich habe in den nächsten zwei Wochen sehr viel zu tun, Mom. Glaub mir, ich würde wirklich gerne kommen, aber ... ich kann nicht."

Emily versuchte, den Kloß in ihrem Hals herunterzuschlucken.

Heather war einundzwanzig. Da war es ganz natürlich, wenn sie eines Tages ihre eigenen Wege ging. Doch in den letzten elf Jahren hatte es eben immer nur sie beide gegeben. Und der Gedanke, zum Fest der Liebe von ihrem einzigen Kind getrennt zu sein, trieb Emily heiße Tränen in die Augen.

"Du hast doch die Nachbarskinder zum Verwöhnen", versuchte Heather sie zu trösten.

Die sechs Kennedy-Sprösslinge würden sicher nichts dagegen haben, Emilys hausgemachte Kekse, Bonbons und andere traditionelle Weihnachtsleckereien in sich hineinzustopfen, aber das war nicht dasselbe.

Emily fand es völlig in Ordnung, dass Heather jetzt ihr eigenes Leben führte. Sie war sogar stolz auf ihre Selbstständigkeit und Unabhängigkeit.

Aber ihr Kind ausgerechnet zu Weihnachten so weit weg von zu Hause zu wissen, das war einfach zu hart - besonders, weil sie sich bisher so nah gewesen waren.

"Und was soll ich mit dem Geld machen, das ich für dein Flugticket zusammengespart habe?"

"Mir ein Flugticket für Ostern kaufen."

Drei Wochen vor Weihnachten war für Emily plötzlich alle Vorfreude und Feststimmung wie weggeblasen.

"Ich muss jetzt aufhören, Mom.""Ich weiß ... können wir vielleicht später noch einmal darüber reden? Ich meine ... es muss doch irgendeinen Weg geben, dass wir uns sehen." Erneut schien Heather zu zögern. "Dir wird es auch ohne mich gut gehen, Mom."

"Ja, natürlich ...", murmelte Emily und versuchte, sich zusammenzureißen. Auf keinen Fall wollte sie Heather gegenüber als mitleiderregende anhängliche Mutter erscheinen oder ihr gar Schuldgefühle einflößen.

"Und du?", fragte sie deshalb betont munter. "Wirst du ganz allein sein?"

"Über Weihnachten meinst du?" Offenbar musste Heather ebenso um Haltung ringen wie sie. Emily war gerührt. "Ich habe Freunde hier, mit denen ich mich vielleicht zusammentue, aber das ist natürlich nicht dasselbe."

Genau, dachte Emily. Es ist einfach nicht dasselbe.

Und Weihnachten war nun einmal Weihnachten.

Emily straffte die Schultern. "Wir schaffen das schon."

"Aber natürlich, Mom."

"Ich melde mich bald wieder."

Nachdem sie aufgelegt hatte, ließ sie sich in den nächststehenden Sessel fallen und starrte zur Decke empor. Energisch versuchte sie, ihre trüben Gedanken zu verscheuchen und die aufsteigende Depression zu bekämpfen.

Doch es wollte ihr einfach nicht gelingen, sich auf etwas Konkretes zu konzentrieren. Um jetzt ein Buch zu lesen oder einen Film anzuschauen war sie viel zu ruhelos. Das Haus erschien ihr plötzlich so ... leblos und düster. Ein ganz ungewohntes Gefühl. Vielleicht lag es ja daran, dass sie noch nicht mit der Weihnachtsdekoration begonnen hatte, weil sie wusste, wie sehr Heather es liebte, ihr dabei zu helfen.

Oh ja, sie hatten ihre ganz eigenen Traditionen. Heather kümmerte sich stets um die Kamingirlande, in deren Mitte sie ihre Lieblingsdekoration hängte -

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