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Zwei Männer sind nicht genug von Fabel, Renate (eBook)

  • Erschienen: 03.08.2015
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Zwei Männer sind nicht genug

'Zwei Männer sind nicht genug' von Renate Fabel jetzt als eBook bei dotbooks: 'Herrliche Romane zum Gutfühlen' - WELT Man sieht es der sympathischen Louise auf den ersten Blick nicht an - aber sie führt ein Doppelleben: Zu Hause kümmert sie sich um Ehemann Götz und die gemeinsame Tochter, bei den Dreharbeiten zu ihren neuen Filmen trifft sie sich mit ihrem Liebhaber Albert. Klingt verlockend? Ist anstrengend! Denn es ist schon schwer genug, einen Mann zu bändigen - aber zwei sind eine wirkliche Herausforderung ... Als sich Louise dann auch noch in einem gemeinsamen Urlaub mit beiden Männern auf der dänischen Insel Fanö wiederfindet, weiß sie bald nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Doch damit nicht genug: Bei einer Fahrradtour lernt sie den attraktiven Henrik kennen - und das Chaos nimmt endgültig seinen Lauf ... Die Presse über Renate Fabels Romane: 'Fetzige Dialoge, Sprachwitz und göttliche Situationskomik!' BRIGITTE Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Zwei Männer sind nicht genug' von Renate Fabel. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Renate Fischach-Fabel (1939 - 2016) wuchs in Bayern auf. Schon als Kind dachte sie sich Geschichten aus und wollte 'Gedichterin' werden. Mit 14 Jahren schrieb sie ihren ersten Roman über eine Reise nach Italien. Während ihrer Buchhändlerlehre beim Goldmann Verlag veröffentlichte sie zahlreiche Kurzgeschichten in Tageszeitungen und Frauenzeitschriften, unter anderem in der 'Madame'. Dort arbeitete sie schließlich sogar als stellvertretende Chefredakteurin und verfasste viele weitere Romane. Bei dotbooks erscheinen 'Ein Kater namens Rasputin', 'Kater Ludwig', 'Prinzessin Mizzi', 'Zwei Männer sind nicht genug' sowie 'Ein später Frühling'.

Produktinformationen

    Größe: 1034kBytes
    Herausgeber: dotbooks GmbH
    Untertitel: Roman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 209
    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    ISBN: 9783958243781
    Erschienen: 03.08.2015
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Zwei Männer sind nicht genug

1. Kapitel

Wie immer hatte Albert gleich eine maßgeschneiderte Lösung zur Hand.

"Meeresluft und Wind. Ozon. Muscheln." Euphorisch wühlte er mit seiner Gabel in den "moules marinière" auf seinem Teller herum. "Das ist genau das, was du brauchst. Etwas anderes kommt für dich nicht infrage. Keine brütende Hitze unter Palmen. Kein Sangria, keine Kokosmilchdrinks. Du brauchst ein Klima, das dir neue Kraft gibt. Kraft und Lebensfreude. Also", er nahm schlürfend einen Schluck Weißwein, sah sie triumphierend an. "Knokke. Was sonst? Hier in Belgien vergisst du deine Krankheit im Handumdrehen."

Louise schwieg eine Weile. Dann schüttelte sie den Kopf. Für alle passte die Idee eben doch nicht. Beziehungsweise - für Albert passte sie wie maßgeschneidert. Aber was war mit Götz? Mit Lois? Und damit auch mit ihr?

"Bertie." Sie tastete nach seiner für einen Mann sehr zierlichen weißen Hand. "Wie, bitte sehr, soll ich es meiner Familie erklären, dass ich vierzehn Tage ohne sie an der belgischen Küste verbringe? Wo sie gerade so viel Kummer mit mir gehabt hat."

"Kummer?" Alberts schmale Lippen wurden noch schmaler. "Kummer habe ich genauso gehabt. Noch viel mehr als dein Mann. Aber er durfte in deiner Nähe sein, während ich ..."

"Siehst du, jetzt fängst du wieder an." Louise sah ihr Gegenüber unglücklich an. "Gerade habe ich meine Krankheit überwunden, bin, wie man bei uns so schön sagt, dem Tod nochmal von der Schippe gehüpft, da beginnen die Vorwürfe von Neuem. Krebs hat auch", sie betonte jedes Wort, "seelische Ursachen."

Albert machte ein erschrockenes Gesicht. "Ich weiß, ich weiß, aber ich bin wirklich nicht daran schuld. Im Gegenteil, mon chou. Seitdem ich dich liebe, bist du noch viel schöner, viel erfolgreicher geworden. Sei mir gegenüber einmal ehrlich, ich bitte dich. Was die anderen dort in Deutschland mit dir anstellen, kann ich nicht beurteilen. Du erzählst ja nichts. Jedenfalls tauchte mit einem Mal diese schreckliche Krankheit auf." Immer noch äußerst schmallippig, begann er, was seiner ausgezeichneten Erziehung völlig widersprach, die schwarzgepfefferte Sauce mit Weißbrot aufzutunken.

"Meine Erholung", erinnerte Louise leise. "Wir sprachen von einem Ort, wo ich regenerieren kann." Warum war Albert nur so ungeheuer sensibel? Eine belgische Nationaleigenschaft? (Außer Georges Simenon und König Baudoin kannte Louise keine Belgier. Aber beide waren sie tot. Und was hieß schon kennen? Sie hatte etwas über sie gelesen. Und in einer Simenon-Verfilmung fürs Fernsehen hatte sie sogar ein Stubenmädchen gespielt. Yvette, die mit dem Mörder ein Verhältnis hatte. Sie hatte versucht, französisch zu wirken, aber irgendwie, erklärte der Regisseur, passte das nicht. Belgier sind anders.) Oder hing das damit zusammen, dass er so viel alleine war?

"Knokke", wiederholte er starrköpfig, tunkte heftiger.

Louise seufzte. Leicht machte er es ihr nicht. "Knokke ist teuer. Extrem teuer sogar. Dass es dort einen Liebhaber mit einem wunderschönen Haus gibt, der alles für mich bezahlt, weiß Götz, mein lieber Ehemann, nicht. Und er soll es um Himmelswillen auch niemals erfahren. Viel glaubhafter wäre es, wenn ich mich für eine vierwöchige Kur in einen soliden deutschen Badeort einnisten würde."

"Vier Wochen Kur?" Alberts grünliche Augen hinter den kreisrunden Brillengläsern glimmten gefährlich. "Du ganz allein? Mit einem Schwarm Verehrern?" Merkwürdig, welche deutschen Redewendungen er kannte. "Das könnte dir so passen. Oder nein - so schlecht ist die Idee gar nicht. Ich miete mich ins Nachbarhotel ein. Und wir sehen uns jeden Tag. Achtundzwanzig volle Tage. Das wäre herrlich. Oh!" Er seufzte. Es klang, als hätte ihn sein König zu einer ganz speziellen Ordensverleihung ins Schloss eingeladen. Albert war ganz verrückt nach "des médailles", besaß seiner Ansicht nach längst nicht genug. Wenn man so viel wie er für sein Land geleistet hatte ...

Auf Louises üppi

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