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Zweiland von Busch, Sandra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.10.2014
  • Verlag: dead soft verlag
eBook (ePUB)
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Zweiland

Vom Tellerwäscher zum Assistenten eines Milliardärs ... Als Lyle den Job bei Deacon Snyder annimmt, ahnt er nicht, dass er sich damit auf die Abschussliste der geldgierigen Tante seines Arbeitgebers setzt. Plötzlich findet er sich zusammen mit Deacon auf einer einsamen Insel wieder - ausgesetzt. Es beginnt ein Kampf ums Überleben. Gay Romance

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 24.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944737768
    Verlag: dead soft verlag
    Größe: 905 kBytes
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Zweiland

$$ Kapitel 2 $$

Jeder Mensch ist eine Insel, die sich nach Vereinigung mit dem Festland sehnt.

(Arthur Koestler)

Der Flug war anstrengend. Sie waren um sechs Uhr abends in Philly gestartet und mit Zwischenstopps in Los Angeles und Papeete am nächsten Tag um drei Uhr nachmittags in Raiatea gelandet. Von dort aus ging es mit einer kleinen Maschine der Chatams Pacific zum Lifuka Island Airport weiter. Der Flughafen dort war winzig, das Gebäude hatte eine Glasfront und Palmen lugten über das Dach hinweg. Als sie in die beiden wartenden schneeweißen Limousinen umstiegen, schlug ihnen warme, schwüle Luft entgegen. Prompt jammerte Tante Hailey, dass ihre Lockenpracht in der Luftfeuchtigkeit Schaden nahm. Es roch nach Meersalz und exotischen Pflanzen. Lyle schaute sich mit großen Augen neugierig um. Er hatte im Flieger geschlafen, obwohl er anfangs vor Aufregung nicht hatte einschlummern können. Doch nun schien er nichts von seiner Umgebung oder den dunkelhäutigen Menschen mit den rundlichen, fröhlichen Gesichtern verpassen zu wollen. Tante Hailey fuhr mit Aidan und Mason in der ersten Limousine voran, Deacon folgte ihr mit Lyle in der zweiten. Sein Assistent klebte förmlich an der Scheibe des Seitenfensters und Deacon musterte ebenfalls interessiert die Umgebung. Windschiefe Strommasten säumten die staubige Straße, die an kleinen Holzhäusern entlangführte. Sie entdeckten eine Kopra-Plantage, mussten kurz anhalten, weil kleine schwarze und braune Mini-Schweine über die Straße liefen, und winkten einigen barfüßigen Kindern zu, die vor einer Hütte mit einem Wurf Welpen spielten. Ein paar Häuser weiter hob ein alter Mann zum Gruß ein paar frisch erbeutete Fische in die Höhe. Schließlich erreichten sie Pangai.

"Holopeka Road", sagte ihr Fahrer, der nur gebrochenes Englisch sprach. "Wichtige Straße in Pangai." Sie fuhren direkt am Hafen entlang, wo es einen Fähranleger gab. "Pangai Hauptstadt von Ha'apai."

"Wie viele Menschen leben hier?", fragte Deacon, weil er wusste, dass Lyle dafür empfänglich war. Der Fahrer zuckte mit den Schultern.

"Tausendachthundert. Einer mehr, einer weniger."

Sie lachten gemeinsam.

"Da wohnen in einem Häuserblock von Philly schon mehr Menschen. Und dieser Ort ist bereits die Hauptstadt einer ganzen Inselgruppe." Deacon fühlte sich beeindruckt. Sie fuhren an kleinen weißen Booten und Fischkuttern vorbei, an einem Gästehaus und einer Kirche.

"Siasi Katolika", erklärte der Fahrer.

"Müde?", fragte Deacon seinen Begleiter, denn Lyle schwieg bereits seit geraumer Zeit.

"Nein. Eher überwältigt. Es ist wunderschön."

"Abends Wale." Der Fahrer wedelte mit einer braunen Hand in Richtung Meer. "Buckelwale. Pottwale. Tanzen im sami ... im Meer."

Lyle beugte sich vor. "Welche Sprache spricht man auf Lifuka? Französisch?"

"Viel Samoanisch, viel Tongaisch und Tahitianisch. Insgesamt sechsunddreißig verschiedene Sprachen in Tonga." Der Fahrer drehte sich kurz um und schnitt eine komische Grimasse.

"Können Sie die alle?"

"Leei. Nur Samoanisch und Tongaisch. Englisch etwas."

Sie passierten das Ortsschild von Tongoleleka.

"Wie heißen Sie eigentlich?", erkundigte sich Deacon. Er wusste immer gerne, mit wem er es zu tun hatte.

"Tanielu. Ich Fahrer von ta'avale für Sie. Sie wollen Hafen? Tanielu fährt. Sie wollen Café? Tanielu fährt."

"Das ist großartig. Danke."

"Danke heißen faafetei."

"Faafetei", wiederholte Lyle leise und Deacon bemerkte im Rückspiegel, dass Tanielu fröhlich grinste.

"Wir da. Villa von Mr. Coulthart."

"Mr. Coulthart ist der Freund meiner Tante. Er überlässt uns seine Villa für unseren Urlaub", erklärte Deacon.

"In welcher Branche ist er tätig?"

"Limousinen wie diese. Man kann bei ihm auch ganz individuell welche bauen lassen. In Überlänge, Mot

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