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Zwischen mir und dir Roman von Lauren, Christina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.04.2020
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
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Zwischen mir und dir

Du kannst vor allem davonlaufen, aber nicht vor deiner ersten Liebe. Ihre erste große Reise führt die junge Tate Jones nach London, wo sie dem unglaublich anziehenden Sam begegnet. Es ist Liebe auf den ersten Blick, und die beiden verbringen eine unvergleichliche Zeit miteinander, teilen ihre Hoffnungen und Träume - und ihre Geheimnisse. Doch dann wird sie von Sam bitter enttäuscht und er verschwindet aus ihrem Leben - bis sie sich zehn Jahre später erneut gegenüberstehen. Doch Tate glaubt nicht an zweite Chancen. Aber gegen nichts ist man so machtlos wie gegen die Liebe ... Ein wunderschön romantischer Roman über das Scheitern einer ersten Liebe - und die Tücken der Liebe im zweiten Anlauf. 'Die Leserinnen werden diesen Roman über das ganze Glück, aber auch den ganzen Kummer, den die Liebe bereithält, verschlingen.' Schreibfeder.de zu 'Nichts als Liebe'

Hinter Christina Lauren verbergen sich Christina Hobbs und Lauren Billings. Lauren ist promovierte Neurowissenschaftlerin und Mutter zweier kleiner Kinder. Christina wuchs in Utah auf und ist bei weitem nicht alt genug, die Mutter einer 16-jährigen Tochter zu sein. Nach mehr als einem Dutzend Bestsellern im Bereich Young Adult legen sie hier nun ihren ersten Liebesroman für Erwachsene vor, der in den USA bereits für Furore sorgte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 07.04.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841224477
    Verlag: Aufbau Verlag
    Originaltitel: Twice in a Blue Moon
    Größe: 4063 kBytes
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Zwischen mir und dir

Kapitel 1

Juni, vierzehn Jahre zuvor

Meine Großmutter sah sich in dem Hotelzimmer um. Ihr kritischer Blick wanderte von den Vorhängen über die in Rot- und Cremetönen gehaltene Ausstattung, die Landschaftsgemälde an den Wänden, die antike Kommode, auf der sie vermutlich der Fernseher störte. Ich war in meinem ganzen Leben noch nicht in einem so edlen Hotelzimmer gewesen, und dennoch besagte Nanas Miene unzweifelhaft: Für den Preis hätte ich mehr erwartet.

Meine Mutter meinte immer, Nana sehe in diesen Momenten »schrumpelig« aus, was es ziemlich gut traf. Meine Großmutter war erst einundsechzig Jahre alt, doch sobald ihr etwas nicht passte, glich sie einer Trockenpflaume.

Naserümpfend trat sie nun ans Fenster. »Soll das ein Scherz sein? Wenn ich auf eine Straße schauen wollte, hätte ich auch in Guerneville bleiben können.« Ihr Blick fiel auf das Haustelefon, und sie trat entschlossen darauf zu. »Man hat uns ein Zimmer auf der falschen Hotelseite gegeben.«

Wir waren von Oakland über New York nach London geflogen und erst vor einer guten Stunde gelandet. Während des langen Flugs über den Atlantik hatten wir gleich hinter der Trennwand zum Servicebereich gesessen. Neben Nana ließ sich ein gebrechlicher alter Mann nieder, der sich an ihre Schulter lehnte und einschlief; zu mir setzte sich eine Mutter mit einem kleinen quengligen Kind. Nun wünschte ich mir nichts sehnlicher, als etwas zu essen, eine Runde zu schlafen und für eine Weile von den Anwandlungen der Trockenpflaume verschont zu bleiben.

Meine Großmutter besaß in Guerneville ein kleines Restaurant mit Namen »Jude's«. Als ich acht Jahre alt war, waren meine Mutter und ich zu ihr gezogen, und ich hatte es in den letzten zehn Jahren tagtäglich erlebt, wie Nana in der Lage war, Dinge mit Humor zu nehmen. Aber hier war sie weit weg von zu Hause, sie hatte ihre Komfortzone verlassen, und vor allem hasste sie es, für ihr hart verdientes Geld nicht das zu bekommen, was vereinbart gewesen war.

Ich stellte mich ans Fenster und blickte auf die Straße hinunter, über die ein für London typisches schwarzes Taxi fuhr. »Ist doch eine schöne Straße.«

»Ich habe für einen Blick auf die Themse bezahlt.« Nana griff nach dem Telefonverzeichnis des Hotels und ging die Einträge mit dem Zeigefinger durch.

Ich betrachtete sie voller Schuldgefühle. Diese Reise war ein Geschenk für mich und kostete mehr als alles, was wir je zuvor unternommen hatten.

»Und auf Big Ben.«

Ich war sicher, dass meine Großmutter bereits ausrechnete, wie viel sie bei einem preiswerteren Zimmer hätte sparen können.

Wie immer, wenn ich mich unwohl fühlte, wickelte ich meinen Zeigefinger in den Saum meines T-Shirts, so fest, bis das Blut in meiner Fingerspitze pochte. Meine Großmutter schlug auf meine Hand, ich ließ den Saum los. Sie setzte sich an den kleinen Schreibtisch, schnaubte verärgert und hob den Telefonhörer ab.

»Hallo. Zimmer zwölf-achtzig. Ich bin mit meiner Enkelin aus ... Ja genau, Judith Houriet ist mein Name.«

Ich sah sie verwundert an. Sie hatte »Judith« gesagt, nicht wie sonst »Jude«.

Jude Houriet kannte ich. Sie kochte, backte Kuchen und kümmerte sich, seit sie ihr Restaurant im Alter von neunundzwanzig Jahren eröffnet hatte, um ihre Gäste. Falls einer von ihnen mal knapp bei Kasse war, konnte er anschreiben lassen. Judith war offenbar die elegante Version von Jude. Judith reiste mit ihrer Enkelin nach London und erwartete, in ihrem Hotelzimmer die Aussicht zu bekommen, für die sie bezahlt hatte.

»Wir sind hier, um den achtzehnten Geburtstag meiner Enkelin zu feiern, und ich habe ausdrücklich ein Zimmer mit Blick auf Big Ben und die Them...« Sie drehte sich zu mir um und flüsterte: »Jetzt bin ich in der Warteschleife gelandet.«

Judith klang überhaupt nicht nach meiner Großmutter. Oder veränderte man sich, wenn man den Kokon seiner kleinen H

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