text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Stolpersteine auf dem spirituellen Weg Herausforderungen auf dem spirituellen Weg von Fox, Sabrina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.06.2010
  • Verlag: Arkana
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Stolpersteine auf dem spirituellen Weg

Sabrina Fox schaut auf ihren Weg und auf spirituelle Wege allgemein. Sie rekapituliert Erwartungen und Ziele und das, was die Menschen, die schon 'weit' sein wollen, selten wahrhaben wollen: Sie nennt es die 'Stolpersteine auf dem spirituellen Weg'. Das sind die Situationen, in denen sich die Sucher entweder gar nicht mehr sicher sind, ob sie auf dem richtigen Weg sind ... oder allzu sicher sind und sich dabei etwas vormachen. Entwaffnend offen berichtet die Autorin von ihren Illusionen und ihrer Erwartung, es könne immer heilig und erleuchtet zugehen auf dem Pfad der Erleuchtung. In ihrer liebenswert persönlichen Art macht sie deutlich, dass wir nur dann wirklich weiterkommen und wachsen, wenn wir hundertprozentig ehrlich zu uns selbst sind. Eine humorvolle und nachdenkliche Bestandsaufnahme über Irrlichter, Illusionen und Glücksgefühle ihres spirituellen Weges. Ein Bericht von der 'Meditationsfront', wie ihn das Leben schreibt. Sabrina Fox beschäftigt sich seit knapp dreißig Jahren mit ganzheitlichen Themen. Sie ist Autorin, Künstlerin und spirituelle Lehrerin. Sie hat über ein Dutzend Bücher geschrieben, einige davon sind Bestseller. Sie absolvierte Ausbildungen als klinische Hypnosetherapeutin, Mediatorin, Konflikt-Coach und studierte Bildhauerei, Gesang und Rhythmus. Es ist ihr ein Anliegen, die eigene Weisheit, Intuition und Körperwahrnehmung als Kompass für ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben zu erkennen. Sie war zwei Mal verheiratet, einmal verlobt und ist Mutter einer erwachsenen Tochter, mütterliche Freundin zweier geschenkter Kinder und lebt mit dem Maler Stanko in und um München.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 23.06.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641012144
    Verlag: Arkana
    Größe: 617 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Stolpersteine auf dem spirituellen Weg

Andere überzeugen wollen Die Dame, die da neben mir im Flugzeug saß, wollte reden. Sie schaute mich aufmunternd an, und ich begrüßte sie höflich. Ich hoffte, dass man mir meine Abneigung einem Gespräch gegenüber nicht ansah. Ich wollte sie schließlich nicht verletzen. Wenn ich allein fliege, genieße ich die Stille und Ruhe auf so einem Elf-Stunden-Flug von Los Angeles nach Deutschland. Gott sei Dank in der Business Class, freue ich mich an jeder Minute, in der ich mich um nichts kümmern muss. Im Gegenteil, die wunderbaren Flugbegleiter der Lufthansa sorgen dafür, dass ich mit allem versorgt bin. Ich hatte ein Buch dabei, ebenso meine Musik, und bereitete mich darauf vor, mich durch sämtliche deutschen Magazine durchzuschmökern. Von Spiegel über Stern , von Focus über Bunte , von Gala über Brigitte und sogar Cosmopolitan und GQ - man kann ja stets noch was dazulernen. Dabei stelle ich immer wieder fest, dass ich neunzig Prozent der porträtierten Menschen in Deutschland nicht mehr kenne. Sechzehn Jahre Amerika verwischen Spuren. Doch an meinem gemütlichen Schmökern wurde ich durch die Sitznachbarin erst mal gehindert. Was ich denn so mache, wollte sie wissen, und ich zögerte mit der Antwort.
Noch vor Jahren wäre ich begeistert gewesen: ein weiteres Opfer! Natürlich hätte ich es nicht so genannt, aber dies wäre für mich wieder mal eine herrliche Gelegenheit gewesen, über mein Lieblingsthema "Gott" zu reden. Natürlich, war ich mir sicher, hatten da meine Engel ihre Hand im Spiel. Wahrscheinlich brauchte diese Frau Hilfe und hatte vielleicht sogar ihren Glauben verloren; und so wurde ich neben sie gesetzt, um ihr zu helfen. Ich hätte ohne Punkt und Komma über Gott, Engel, spirituelles Wachstum, Visionquests (die Suche nach Visionen durch Naturerlebnisse) und heilige Pfeifen geredet, bis die Frau neben mir entweder begeistert gewesen wäre oder sich schleunigst hinter die Schlafbrille geflüchtet hätte.
Mich hatte damals, von 1993 an, sonst nichts mehr interessiert - meine Tochter mal ausgenommen. Ich kannte kein anderes Gesprächsthema, und ich hatte auch kaum mehr Freunde, deren Lebenszentrum nicht Gott war. Wer mit mir zusammen war - oder sich unglücklicherweise gerade in meiner Nähe befand -, wurde zwangsläufig überrannt. Zumindest bot ich eine Umarmung an, manchmal legte ich die Hand auf, gemeinsam wurde gebetet oder gelegentlich auch mal für zwanzig Minuten meditiert. Natürlich empfand ich mich überhaupt nicht als anstrengend oder stur. Diejenigen, die am anstrengendsten und stursten sind, sehen sich nie so. Selbstschutz, nehme ich an. Oder Blindheit. Ich wollte ja nur helfen! Die anderen werden mir eines Tages schon dankbar sein ... Obwohl ich auf Dankbarkeit nicht mal so aus war. Ich wollte einfach nur möglichst vielen Menschen das geben, was ich für mich gefunden hatte: eine Rückkehr zu Gott und damit einen besseren Weg zum Leben. Irgendwann einmal, so hoffte ich, wird das Samenkorn, das ich jetzt lege, seinen Weg ins Wachstum finden. Darin zumindest hatte ich ein gewisses Gottvertrauen. Der Weg von der Begeisterung für ein bestimmtes Thema bis hin zur Besessenheit ist nicht sehr weit. Die Geschichte unseres Planeten ist voller Beispiele von Fanatikern. Natürlich war ich keiner! Selbstverständlich nicht! Ich war ja schließlich friedlich. Höflich. Freundlich. Normal. Nun ja, was ist schon normal? Natürlich entgingen mir nicht die immer weiter aufgerissenen Augen meiner Gegenüber, wenn ich mal wieder zu lange über mein Thema sprach. Mein damaliger Mann Richard, der mit Gott wenig anfangen konnte und mit meiner Besessenheit schon gleich gar nichts, schüttelte häufig genervt den Kopf. Niemand, der irgendwie in meine Nähe kam, wurde verschont. Ich betete mit Menschen, die nicht

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen