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Zwischen Schicksal und Freiheit Mut zur Entscheidung

  • Verlag: Kösel
eBook (ePUB)
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Zwischen Schicksal und Freiheit

Zwischen Freiheit und Schicksal bewegt sich unser Leben. Der Mensch wird ins Leben hineingeworfen und mit unzählig vielen Situationen konfrontiert, bei denen er sich entscheiden muss. Vieles scheint vorgegeben zu sein, unser Spielraum, uns für oder gegen etwas zu entscheiden, scheint sehr begrenzt zu sein.
Doch der Mensch hat die Verantwortung für das Leben selbst in der Hand. Auch wenn er die Verantwortung nicht übernehmen will. Der Autor bettet den Begriff Freiheit in das Schicksal ein und fragt, wie sie sich zueinander verhalten. Dabei unterscheidet er auch zwischen äußerer und innerer Freiheit und geht auf die spirituelle Dimension von Schicksal und Bestimmung ein.
Gibt es ein Schicksal?
Das neue Buch des bekannten Therapeuten und Seelsorgers
Dr. Wunibald Müller, geb. 1950, ist Theologe, Psychologe, Psychotherapeut. Der Leiter des Recollectio-Hauses der Abtei Münsterschwarzach ist Autor zahlreicher Bücher zu Themen der Spiritualität, Lebenshilfe und Psychologie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641133474
    Verlag: Kösel
    Größe: 390kBytes
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Zwischen Schicksal und Freiheit

"Wie vor ewigen Zeiten, wie am Tag nach der Befreiung, als einige von uns die Wahl hatten zwischen Wut und Dankbarkeit, weiß ich, meine Wahl war richtig."
ELIE WIESEL
WAS IST SCHICKSAL?
Der Mensch denkt und Gott lenkt
"Der Mensch denkt und Gott lenkt." So heißt ein bekanntes Sprichwort. Manchmal treffen solche Sprichwörter ins Schwarze, zeigt sich in ihnen eine alte Weisheit. Zugleich fordern sie aber auch zum Widerspruch auf, weil sie vielleicht doch zu schlicht sind, zumindest die Gefahr besteht, dass sie recht komplexe Zusammenhänge zu einfach zu erklären versuchen. Und dennoch: Für mich steckt in diesem Sprichwort eine Wahrheit, die ich zunächst einmal recht allgemein so beschreiben würde: Unser Denken, unsere Entscheidungen, unser Tun, unser Leben ist von einer Einflussnahme umfangen, die unser bewusstes Denken, Wollen und Tun überschreitet.
Wen ich heirate, welchen Beruf ich ergreife, ist für mich nicht nur das Ergebnis einer bewusst getroffenen Entscheidung. Dass ich in den Niederlanden, während ich auf der Heimfahrt vom Urlaub eine kurze Pause einlege, auf ein Buch des Trappisten und Mystikers Thomas Merton stoße, das mich nachhaltig prägte, ist nach meiner Ansicht nicht nur Zufall. Viktor Frankl, KZ-Überlebender und Begründer der Logotherapie, berichtet davon, dass ihm nach seinem Aufenthalt im KZ von der amerikanischen Botschaft in Wien das Angebot gemacht wurde, in die USA auszuwandern. Er schwankte hin und her, war sich nicht sicher, ob er dieses Angebot annehmen sollte. Da war die Möglichkeit, unter günstigen Bedingungen seine damals noch vagen Gedanken über die Logotherapie zu Papier zu bringen, dort waren die alten, hinfälligen Eltern, die er zurücklassen würde. Er hätte sich in dieser Situation am liebsten eine Entscheidung des Himmels erhofft. Noch völlig unentschieden entdeckte er beim Besuch seiner Eltern in Wien einen Steinbrocken, den sein Vater aus der zerstörten Wiener Synagoge mitgenommen hatte. Der Steinbrocken war offensichtlich ein Teil des Thoraschreines, denn die darauf noch erkennbare Inschrift bezog sich auf das vierte Gebot: "Du sollst Vater und Mutter ehren." Als ihm sein Vater diesen in hebräischer Sprache verfassten Text übersetzte, war es von diesem Augenblick an für Viktor Frankl klar, dass er bei seinen Eltern bleiben würde. Zufall oder ein Wink vom Himmel?
Ich bin davon überzeugt, dass vieles, was in unserem Leben geschehen ist und geschieht, das Ergebnis bewusst getroffener Entscheidungen ist, zugleich aber auch von Einflüssen und mitunter sogar Eingriffen mitbestimmt wird, die unser bewusstes Wollen und Tun beeinflusst haben und beeinflussen. Diesen Einfluss und diese Einwirkung auf unser Leben bezeichne ich, wenn auch noch ganz vorsichtig, als Schicksal oder Bestimmung. Beiden Begriffen ist gemeinsam, dass sie auf einen Einfluss in unserem Leben verweisen, der jedoch nicht von uns selbst kommt.
Etwas, das unausweichlich vorherbestimmt oder vorgegeben ist
Wenn ich im Folgenden vorwiegend den Begriff Schicksal verwende, weiß ich sehr wohl, dass der Begriff Schicksal viele verschiedene Bedeutungen hat. Ich orientiere mich bei meinem Verständnis von Schicksal an dem englischen Begriff destiny , der Schicksal als etwas bezeichnet, das einer Person – im Guten wie im Bösen – unausweichlich vorherbestimmt beziehungsweise vorgegeben ist. Wir werden ins Leben hineingeworfen, unterliegen vom Anfang unseres Daseins an bestimmten Gegebenheiten, die uns – so scheint es – schicksalhaft vorgegeben sind. Für jeden scheint in seinem Schicksal etwas von dem ihm zugedachten Design des Universums durch, das in jedem Augenblick unseres Lebens anwesend ist, auch wenn uns das nicht immer bewusst se

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