text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der Geist des Falken Berichte einer schamanischen Reise von Buzzi, Gerhard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.05.2016
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
4,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der Geist des Falken

Eine abenteuerliche Reise durch die schamanische Welt: 'Der Geist des Falken' von Gerhard Buzzi jetzt als eBook bei dotbooks. Ein Buch für alle, die im hektischen Alltag wieder zu sich selbst finden wollen ... Little Bear, der Sohn des ehrwürdigen Medizinmannes, ist auserwählt - er ist der Einzige, der sein Volk vor dem Untergang bewahren kann. Mit Hilfe des Falken, seinem Kraft- und Schutztier, begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise, die ihn nicht nur durch die Weite der Prärie führt, sondern auch durch seine innere Welt ... Folgen Sie dem mutigen Indianerjungen auf seiner schamanischen Reise und lernen auch Sie, Ihre innere Stimme zu verstehen und ihr zu vertrauen. Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der spirituelle Erfahrungsbericht 'Der Geist des Falken' von Gerhard Buzzi. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Gerhard Buzzi, geboren in Österreich, lebt mit seiner Familie in Hamburg. Seit über 20 Jahren arbeitet er als Autor und Personal Trainer. Ausgedehnte Reisen führten ihn quer durch Amerika, wo er mit der spirituellen Welt der Indianer in Berührung kam. Der Autor, der in Santa Fe, New Mexico, seine dritte Heimat gefunden hat, geht selbst den 'Indianischen Weg' und hält darüber Vorträge in Schulen und Museen. Zudem engagiert er sich in verschiedenen Indianerprojekten. Bei dotbooks erschienen Gerhard Buzzis spirituelle Erfahrungsberichte 'Die Weisheit der Lakota', 'Der Geist des Falken' und 'Krafttiere'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 04.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958246294
    Verlag: dotbooks GmbH
    Serie: Atlantis
    Größe: 414 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Der Geist des Falken

Kapitel 1

Langsamen Schrittes wanderte Red Hawk durch das Gras der Prärie. Es war dunkel geworden und der alte Mann musste vorsichtig gehen, denn seine müden Augen taten sich schwer, den Schleier der beginnenden Nacht zu durchdringen.

Der Medizinmann konnte sich die Unruhe nicht erklären, die ihn seit Tagen verfolgte - wie ein Schatten aus der Finsternis, unsichtbar und doch immer zu spüren, wie ein Windhauch, der säuselnd um seinen Körper strich.

Red Hawk schaute sich von Zeit zu Zeit um, blieb stehen, hielt den Atem an, horchte. Er blickte hinauf zu den Blättern der schmalen Birke, die im Takt der Elemente dem Schamanen ein Lied sang. Red Hawk kannte die Stimmen der Prärie und des Waldes, sie waren ihm so vertraut wie seine eigene. Er konnte die Zeichen seiner geistigen Helfer deuten, ja er musste sie deuten können, das wurde von ihm erwartet, denn schließlich gehörte das zu den Aufgaben eines Medizinmannes.

Aber diesmal sang die Birke ein Lied, das ihm nicht vertraut war, es klang wie fernes Wehklagen, das schwach, aber unaufhörlich vom Wind getragen durch die Aste säuselte.

"Die Büffel gehen in die andere Welt, die Mutter hat es gesagt, die Mutter hat es gesagt.

Die Hirsche gehen in die andere Welt, der Vater hat es gesagt, der Vater hat es gesagt.

Die Brüder gehen in die andere Welt, die Winde haben es gesagt, die Winde haben es gesagt."

Das Lied flößte dem alten Indianer Angst ein. Sein Blick wanderte hoch in den wolkenverhangenen Himmel, er suchte nach den Sternen, die sich ihm heute nicht zeigen wollten.

Eine Schar Fledermäuse flatterte aufgeregt zwischen den Bäumen hin und her, unruhig, getrieben von einer Hast, die Red Hawk so nicht kannte.

Er blieb erneut stehen und horchte in die aufkommende Finsternis. Er konnte die Gefahr fühlen, die ihn auf Schritt und Tritt verfolgte, um sich zu gegebener Zeit wie ein unsichtbarer Mantel um seine Schultern zu legen. 'Sie ist zum Greifen nah', sagte er zu sich und langte mit der linken Hand instinktiv hinter sich, um die unheimliche Macht zu packen. Aber seine Hand fuhr ins Leere.

Da schrie ein Eichelhäher. Red Hawk erschrak. "Er will mich warnen", dachte der alte Mann laut, "aber wovor?" Er drehte seinen Kopf in die Richtung, aus der der Schrei kam. Der Medizinmann wollte den Eichelhäher befragen, aber in diesem Moment flog der Vogel über seinen Kopf hinweg und verschwand zwischen den Kronen der schlanken Bäume.

Red Hawk beschleunigte seinen Schritt, er wollte sein Tipi erreichen, das Zuhause seiner Familie, das auch sein heiliger Tempel war, sein Gotteshaus, das ihn vor Bösem beschützt.

"Warum ist Vater in den letzten Tagen so unruhig?", fragte der Junge seine Mutter. "So habe ich ihn noch nie erlebt. Kannst du mir das erklären?"

One Star kniete neben der Feuerstelle und schaute gedankenverloren in die züngelnden Flammen des Zeltfeuers. Der aufsteigende Rauch füllte das Innere des mächtigen Tipis mit einem zarten Schleier aus.

"Dein Vater trägt als Medizinmann seines Volkes eine große Verantwortung", antwortete die Mutter. "Unser Volk hört auf seine Worte. Das Leben unserer Brüder und Schwester hängt von ihnen ab. Red Hawk weiß, wann die Büffel kommen, die uns Nahrung und Kleidung für den Winter bringen. Die Spirits flüstern es ihm zu, wenn er durch die Welt der Geister wandert, die tief im Süden ihre Heimat haben. Die Last der Verantwortung ist oft schwerer als ein einzelner Mann auf seinen Schultern tragen kann, aber dein Vater war ein starker Krieger, der keinen Feind zu fürchten brauchte. Dein Herz muss sich um Red Hawk nicht fürchten, er ist beschützt."

Little Bear schaute seine Mutter von der Seite an. Seine Augen wanderten über ihr Gesicht, der Blick streichelte ihre hohe stolze Stirn, wo er einige Augenblicke verweilte, um dann zärtlich über die leicht gebogene Nase hinunter zu ihrem Mund zu gelangen. Dort

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen