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Die Weisheit der Lakota - Die Seele heilen. Zum Mensch werden. Exklusiv: Radio-39-Edition von Buzzi, Gerhard (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Die Weisheit der Lakota - Die Seele heilen. Zum Mensch werden.

'Der junge Lakota drehte den Kopf zu mir. Es war der Blick eines stolzen Menschen, der um seine Aufgabe wusste, die er auf dieser Welt zu erfüllen hatte.' Als der Sinnsuchende einem jungen Medizinmann aus dem Volk der Lakota begegnet, ändert sich sein Leben. Zunächst behandelt ihn der Indianer mit Argwohn- und erklärt sich doch bereit, ihm die Augen zu öffnen und ihn auf seinem spirituellen Weg zu begleiten. Der Suchende lernt indianische Überlieferungen kennen, die Schwitzhütte, das Medizinrad. Und während sich ihm das verborgene Wissen eines stolzen Volkes offenbart, gelingt es ihm, sein inneres Kind zu erkennen und zu einem Erwachsenen zu reifen. Kenntnisreich und lebendig führt Gerhard Buzzi uns in die Welt der Lakota - und zu uns selbst. Jetzt als eBook: 'Die Weisheit der Lakota' von Gerhard Buzzi. dotbooks - der eBook-Verlag.

Gerhard Buzzi, geboren in Österreich, lebt mit seiner Familie in Hamburg. Seit über 20 Jahren arbeitet er als Autor und Personal Trainer. Ausgedehnte Reisen führten ihn quer durch Amerika, wo er mit der spirituellen Welt der Indianer in Berührung kam. Der Autor, der in Santa Fe, New Mexico, seine dritte Heimat gefunden hat, geht selbst den 'Indianischen Weg' und hält darüber Vorträge in Schulen und Museen. Zudem engagiert er sich in verschiedenen Indianerprojekten. Bei dotbooks erschienen Gerhard Buzzis spirituelle Erfahrungsberichte 'Die Weisheit der Lakota', 'Der Geist des Falken' und 'Krafttiere'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 166
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958246041
    Verlag: dotbooks GmbH
    Serie: Kailash
    Größe: 488kBytes
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Die Weisheit der Lakota - Die Seele heilen. Zum Mensch werden.

Lieder aus der heiligen Zeit


Wie zarte Flügelschläge drangen die Worte zu mir, getragen von der warmen Luft des Tages, die, trunken von schönen Erinnerungen, durch tanzende Mücken schwebte. Von Zeit zu Zeit drehten sich die Menschen in meine Richtung und schauten über die Grabsteine zu mir herüber.

Unter ihnen war ein junger Indianer mit nacktem Oberkörper. Sein schwarzes, langes Haar hatte er zu einem Pferdeschwanz gebunden, der ihm über den breiten Rücken fiel. Seine Beine steckten in einer hellen Lederhose, die mit bunten Perlen bestickt war. Deutlich erkannte ich auf dem Oberkörper die heiligen Narben zahlreicher Sonnentänze. Seine rötliche Haut glänzte in der Abendsonne.

Der junge Lakota drehte immer wieder den Kopf zu mir und blickte mich mit seinen dunklen Augen an. In seinem Gesicht zeigte sich keine Regung. Es war der Blick eines stolzen Menschen, der um die Aufgabe wusste, die er auf dieser Welt zu erfüllen hatte. Er machte den Eindruck eines starken, selbstbewussten Kriegers, der mit einer leichten, unbeschwerten Arroganz durchs Leben ging.

Ich stand wie angewurzelt zwischen den Gräbern und wagte nicht, mich zu bewegen. Ich versuchte, so leise wie möglich zu atmen, aus Angst, ich könnte diese wunderbaren Menschen vertreiben wie scheues Wild, das sich auf einer Lichtung traf.

Eine Frau kniete sich nieder. Sie hob eine Blume auf, die sich vor ihren Füßen zum Sterben niedergelegt hatte. Sie betrachtete liebevoll das zarte Geschöpf und sang ihm ein Lied. Die Frau blieb dort knien, bis sie das Lied zu Ende gesungen hatte. Dann eilte sie ihren Freunden nach, die inzwischen weitergegangen waren. Die fröhliche Schar mit dem jungen Krieger verschwand lachend und singend im Dunkel der Graslandschaft.

Der Wind flüsterte mir noch eine Weile ihre Stimmen zu, ehe er sich aufmachte, ihnen zu folgen in eine Zeit, die voller Lieder und Frieden war.

In Staunen versunken, blickte ich noch lange in die Richtung, aus der die fröhliche Schar wie aus dem Nichts gekommen war und in die sie nun wieder verschwand. Waren es die Geister der Toten, deren Namen ich laut von den Grabsteinen gelesen hatte? John Left One Hand, Donald Running Horse und Rosalie Kicking Bird, im Gefolge der anderen, die hier auf ewig schliefen? Ich konnte mir die wundersame Erscheinung nicht erklären. Besonders dieser junge Krieger ging mir nicht aus dem Sinn. Mir war, als wäre ich ihm schon einmal begegnet. Ich dachte lange darüber nach, aber ich kam zu keinem Ergebnis.

Er erinnerte mich an die jungen Krieger von damals, als die Zeit und die Prärie noch den Lakota gehörte. Die Zeit, als der Büffel noch heilig war und die anderen Tiere in den Wäldern, als der Baum noch heilig war und die Sträucher und Blumen, als die Wolken und der Adler noch heilig waren, weil sie dem Schöpfer so nahe entgegentreten konnten, wie es der Mensch sich wünschte. Als die Lieder noch heilig waren, die gesungen wurden in den Nächten, um Thunkashila zu ehren, den Geistgroßvater, der alles erschaffen hatte.

Wioch pea ta

Kja-eto wai-on

Ne tunkashila

A hi tu wai-on kelo

Tsche ki aio

Tsche ki aio

A hi tu wai-on kelo

Ha-eo

Uasiya ta

Kja-eto wai-on

Ne tunkashila

A hi tu wai-on kelo

Tsche ki aio

Tsche ki aio

A hi tu wai-on kelo

Ha-eo

Wian na pa ta

Kja-eto wai-on

Ne tunkashila

A hi tu wai-on kelo

Tsche ki aio

Tsc

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