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Essenzen Die Botschaft Jesu von Vogel, Elmar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.11.2012
  • Verlag: J. Kamphausen
eBook (ePUB)
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Essenzen

Dieses Buch bietet eine überkonfessionelle und religionsübergreifende Interpretation der Botschaft Jesu. Undogmatisch, informativ und leicht verständlich, eröffnet es dem Leser eine ungewohnt neue und hochaktuelle Sicht auf die christlichen Grundaussagen. Kenntnisreich und konsequent interpretiert der Autor die Botschaft Jesu als höchste Form der Lebenskunst, ohne dabei den Blick für andere große Geistesströmungen zu verlieren. Während konservative christliche Gemeinschaften über verbindliche Regelwerke debattieren: Abtreibung, Rolle der Frau, Verhütung, Homosexualität, etc., verweist der Autor auf das ursprüngliche Anliegen der Bergpredigt, den Akt aufrichtiger Selbsterkenntnis bzw. Einsicht in sich selbst. In diesem Kontext fokussiert er die scheinbar vergessene, jedoch zentrale Forderung Jesu: Angesichts eigener Unvollkommenheit vom Verurteilen anderer frei zu werden und so wieder zurückzufinden, zu einer toleranten und vorurteilsfreien Begegnungskultur. Diese Geisteshaltung Jesu annehmen bedeutet letztlich, sich frei zu machen von jeglichem Konkurrenz-, Vergeltungs- und religiösem Elitedenken. Fazit: Eine praktische Ermutigung und ein fundierter Beitrag zum interreligiösen Dialog.

1962 im mittelfränkischen Ansbach geboren und aufgewachsen, lebt seit 1992 in Dresden. Elmar Vogel ist beruflich als Steinmetz- und Steinbildhauermeister tätig. In der 6. Generation leitet er, gemeinsam mit seinem Bruder einen mittelständischen Handwerksbetrieb. Aus seiner beruflichen Auseinandersetzung mit Baukunst, Bildhauerei, Grabmalgestaltung und Ikonographie, aber auch durch den täglichen Umgang mit Trauernden und mit dem Tod, gilt sein besonderes Interesse der Symbolik, der Bildsprache und den christlichen Inhalten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 350
    Erscheinungsdatum: 06.11.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783899012668
    Verlag: J. Kamphausen
    Größe: 1312 kBytes
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Essenzen

Gott als Vater

Gott wird uns zum Vater durch das Vorbild und die Botschaft Jesu, in dessen Person er sich unmittelbar mit Leid und Tod identifiziert, um diese Bereiche zu überwinden. Man könnte genauso gut sagen, der Geist selbst setzt sich mit dem Leid der Welt auseinander. Gott kommt uns zu Hilfe, indem er einen Menschen an seiner statt mitten in Versuchung und Leid setzt, um aufzuzeigen, auf welche Art und Weise diese Bereiche verstanden und überwunden werden können, durch den Geist - durch Gott selbst.

Denn worin er selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er helfen denen, die versucht werden .

Hebräerbrief 2,18

In Jesus Christus ist Gott Mensch geworden, in ihm lebte er unter uns in menschlicher Gestalt, ausgeliefert menschlicher Verletzlichkeit und Sterblichkeit. Die göttliche Gestalt Jesu war der Geist seiner universellen Erkenntnis - in diesem Geist lehrte und wirkte er und in ihm vermochte er alles zu wandeln, was den Menschen von seinem wahren Ursprung trennt. Und weil Jesus sich seiner unvergänglichen Gestalt bewusst geworden war, war er in der Lage, alle Erniedrigung dieser Welt auf sich zu nehmen. In diesem Sinn ist auch die überspitzte Formulierung aus dem Philippusevangelium zu verstehen.

Diejenigen, die sagen: "Der Herr ist zuerst gestorben und dann auferstanden", sind im Irrtum. Denn er ist zuerst auferstanden und dann gestorben. Wenn jemand nicht zuerst die Auferstehung erwirbt, wird er sterben .

Philippusevangelium 1 Spruch 21

Zwar war Jesus ganz und gar Mensch, doch der Geist, aus dem Jesus heraus lehrte und wirkte weit über das Menschliche hinaus. Deshalb ist dieser Geist größer und erhabener als es die menschliche Erscheinung Jesu war:

Ihr habt gehört, das ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch. Hättet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich .

Johannes 14,28

Hier ist unter dem Begriff Vater der Sinn und die Bedeutung zu verstehen, die Jesus in seiner Mission und in seinem Leid explizit für sich erkannt hatte. "... dass ich zum Vater gehe ..." bedeutet, dass Jesus sich bereitwillig diesem Geschehen ergibt, eben weil er dessen ungeheure und transzendente Bedeutung für sich erkannt hatte und deshalb innerlich nicht daran zerbrechen musste - uns zum Vorbild. In dieser Erkenntnis stehend wurde Jesus über alles Irdische hinausgehoben - wurde er zum Messias, zum Christus. Das zeugende bzw. schöpferische Element des Vaterbildes liegt darin, dass alles, was seinen Ursprung in Gott erkennt, ihm dadurch gleicht, d.h. mit ihm verwandt ist, wodurch es Unvergänglichkeit empfängt. Der so Erkennende kann durch niemanden und nichts behindert, aufgehalten oder ausgelöscht werden. Innerhalb dieses Dafürhaltens, das Jesus den Glauben nennt, dient dem Menschen ausnahmslos alles zu seinem Besten. Insbesondere das vormals Böse wird durch den Glauben (Vertrauen in die Bedeutung) überwunden. Allein die schöpferische Kraft des Geistes macht aus Chaos Kosmos. Das bedeutet, allein jener Geist ist souverän, der sich aller Dinge bedient, um an ihnen zu wachsen, zu reifen, zu erstarken und damit über sie hinauszugelangen - d.h. sie zu überwinden.

In dieser Hinsicht ist Gott der Vater ausnahmslos aller Kreation, doch wird er es für uns erst durch Annahme der Geisteshaltung, die Jesus Christus uns vermittelte. Ohne Jesus Christus kann Gott nicht zu unserem Vater werden, denn er vermittelt jene vertrauensvolle Haltung, die nur den Kindern zu Eigen ist. Soweit wir die Sichtweise Jesu als notwendige Konsequenz erkennen und annehmen (und darum können wir nur bitten), soweit werden wir zu Abkömmlingen und Kindern Gottes, wird Gott unser Vater, nicht weniger und

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