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Das Buch des Grauens Enzyklopädie der Albtraumgestalten von Roberts, Marc (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.05.2014
  • Verlag: Brandenburg-Buch 2015
eBook (ePUB)
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Das Buch des Grauens

Werwölfe und Vampire, Wiedergänger, Riesen und andere Monster: Diese umfassende Enzyklopädie des Grauens gibt einen fundierten Überblick über die Hauptdarsteller unserer Alpträume. In anschaulichen Texten beleuchtet der Autor Marc Roberts die wechselhafte Historie der verschiedensten Monster von der Entstehung des Monsterglaubens in grauer Vorzeit über dessen Entwicklung im Laufe der Überlieferung bis hin zu den heutigen Ausformungen in Literatur und Film. Dieses Handbuch bietet die umfassende Hintergrundlektüre zum derzeitigen Vampir-Boom und bringt Licht in die Dunkelheit, die die Kreaturen der Finsternis noch immer umgibt. Erstmalig: Ein detaillierter Einblick in die Prozessakten zum 'Vampir in den Pariser Friedhöfen'!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 260
    Erscheinungsdatum: 05.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783943883794
    Verlag: Brandenburg-Buch 2015
    Größe: 7609 kBytes
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Das Buch des Grauens

1. TEIL: MONSTER IN DER REALITÄT UND IM VOLKSGLAUBEN

KAPITEL 1
VOM ABERGLAUBEN ZUR TERATOLOGIE

Anfänglich waren menschliche und tierische Monster nur ein Gegenstand des Aberglaubens, mit dem sich die Priester beschäftigten, um in ihnen Zeichen der Götter zu finden. Doch auch die antiken Philosophen und Ärzte suchten nach einer natürlichen Erklärung für die Entstehung solcher Fehlbildungen. Der griechische Philosoph Platon prägte für abnorme Wesen den Begriff "Teratolos", abgeleitet von dem griechischen Wort "Teras" für Wunder. Daraus prägte Geoffrey Saint-Hilaire (1772-1844) den Begriff "Teratologie", die Bezeichnung für die wissenschaftliche Beschäftigung mit anatomischen Fehlbildungen.

Die Zeichnungen von Monstergestalten, meistens Mischwesen zwischen Menschen und Tieren, in den steinzeitlichen Höhlen Europas, deren Alter auf 20.000 – 25.000 Jahre geschätzt wird, sind die ersten Zeugnisse der Faszination, Furcht und zugleich der Verehrung von Kreaturen, denen die Menschen in ihrer Umwelt begegneten. Dass man diesen Tieren menschliche Züge verlieh, konnte ein Hinweis auf die fortgeschrittene Entwicklung des menschlichen Bewusstseins sein, das sich bildhaft ausdrückte. Die Fähigkeit, das Bild eines Menschen mit dem eines Tieres zu verbinden, ist ein Ausdruck von Kreativität, einer typisch menschlichen Fähigkeit. Aus derselben Zeit stammen Frauenfiguren, die einen fettleibigen Körper mit auffallend stark entwickelten Extremitäten und Brüsten haben, sodass von Medizinhistorikern die Vermutung geäußert wurde, die enorme Fettgewebsbildung beruhe auf Wachstumsstörungen und sei somit eine körperliche Fehlbildung. Dagegen spricht aber die weite Verbreitung dieser Frauenfiguren im eurasischen Raum, sodass eher von einem Schönheitsideal oder besser einer Idealfigur der Frau auszugehen ist. Vielleicht stellten diese Figuren eine weibliche Göttin dar, die als Erdgöttin bzw. Fruchtbarkeitsgöttin noch vor dem Aufkommen von männlichen Göttern verehrt wurde.

In Stein gehauene Monstergestalten finden sich bereits seit dem 3. Jahrtausend in den Hochkulturen am Nil und im Zweistromland. Die Ägypter verehrten die Sphinx, ein Mischwesen mit einem Tierkörper und einem menschlichen, meistens weiblichen Gesicht. Die zahlreichen Darstellungen unterscheiden sich in der Wahl des Tierkörpers, die vom Löwen, über den Stier und die Schlange bis zum Pferd reichte. Am berühmtesten ist die Sphinx, welche die Große Pyramide von Gizeh bewacht. In der langen Geschichte Ägyptens wurden Sphinxen auch manche guten Eigenschaften zugeschrieben, so zum Beispiel, dass sie Schätze und religiöse Kultobjekte bewachten. Dennoch galt ihr Charakter als bösartig, worauf schon ihr Name, "Würger", hinweist. Sie galten als den Menschen feindlich gesonnen und als Verkörperung des Bösen. Die griechische Sphinx wurde nach der Legende von Hera, der Gemahlin des Zeus, nach Theben geschickt, um einen Frevel zu rächen. Jedem, der ihr begegnete, stellte sie eine Frage, die als Rätsel der Sphinx sprichwörtlich wurde: "Wer hat eine Stimme, ist am Morgen vierfüßig, am Mittag zweifüßig und am Abend dreifüßig?" Wer keine Antwort geben konnte, wurde verschlungen. Nur Ödipus löste das Rätsel, indem er die richtige Antwort gab: "Das ist der Mensch in seinen 3 Lebensphasen: Kindheit, Reife und Alter." Hierauf stürzte sich die Sphinx von einem Felsen und starb.

Darüber hinaus siedelten die Ägypter zahlreiche grauenhafte Monstergestalten und Un

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