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Der Pfad schamanischer Heilung Magische Werkzeuge für Transformation und Wachstum von Villoldo, Alberto (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.06.2017
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Der Pfad schamanischer Heilung

Kraftvolle Heiltechniken aus dem Urwald.
Was haben eine Tänzerin, für die jeder Schritt zur schmerzenden Qual wird, eine Mutter, die den Verlust ihres toten Babys nicht verwinden kann und ein junger Mann, der erschöpft und ausgebrannt den ganzen Tag im Bett verbringt, miteinander gemeinsam? Es sind alles Menschen, deren Leben ins Straucheln geraten ist, die Heilung und Licht bei Alberto Villoldo suchen, einem der weltweit renommiertesten schamanischen Lehrer. Einfühlsam und berührend schildert dieses Buch neben weiteren Fällen ihre persönlichen Geschichten, deren Lektüre uns ein Gefühl für die Weisheit, Macht und Schönheit der schamanischen Energiemedizin gibt und gleichsam dazu anregt, sich selbst auf die Reise schamanischer Transformation zu begeben.

Alberto Villoldo lebt in Los Angeles und ist klassisch ausgebildeter medizinischer Anthropologe. 25 Jahre lang bereiste er die Hochländer der Anden und des Amazonas' und studierte die schamanischen Heilpraktiken. In seinen Seminaren führt er alljährlich Tausende von Medizinern und Laien in die energiemedizinischen Techniken ein. Er ist Autor zahlreicher Bücher, darunter "Das erleuchtete Gehirn" und "Das geheime Wissen der Schamanen".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 19.06.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641183455
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: A Shaman's Miraculous Tools for Healing
    Größe: 4485 kBytes
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Der Pfad schamanischer Heilung

Vorwort

Es ist kalt. Im Winter tanzen auch hier in der Hochwüste die Schneeflocken. Ich werfe einen Blick auf die Uhr auf meinem Nachttisch: zwei Uhr morgens. Es ist Zeit. Die Worte lassen mir keine Ruhe, treiben mich aus meinem warmen Bett. Ich schlüpfe in die dicken Wollsocken und den schweren Bademantel und versuche, meinen Mann dabei nicht zu wecken. Ich gehe leise in das Büro in der anderen Ecke des Hauses. Ich habe zu arbeiten.

Aber zuerst entzünde ich die Kerze. Die Arbeit muss immer mit einem Ritual beginnen. Ein kleines Bücherregal dient mir als Altar, dort steht die Kerze umgeben von den Symbolen meiner spirituellen Reise. Beim Anzünden der Kerze erbitte ich den Schutz des Feuers, und auf den Wänden beginnen Schatten zu tanzen. Licht und Dunkelheit - das Wesen der schamanischen Arbeit. Ich öffne einen heiligen Raum, lade die Geister der vier Himmelsrichtungen ein und erinnere sie daran, dass ich es alleine nicht schaffe. Dass ich sie brauche. Natürlich bin ich es, die dieser Erinnerung bedarf.

Der Computer erwacht zum Leben, und ich sitze reglos da, warte, nehme die Stille, die Ruhe dieser tiefen Nacht in mich auf. Das Telefon wird nicht klingeln. Die Türglocke wird nicht läuten. Nichts wird mich ablenken - es sei denn, ich tue es selbst. Ich muss meine Mitte finden. Welcher Klient wird mir heute Nacht Gesellschaft leisten? Es ist Jered.

Wir haben uns ausführlich unterhalten, und ich trage seine Geschichte in mir, kenne sie fast schon auswendig. Was denkt, was fühlt er? Wie kann ich es in Worte fassen? Es ist, als öffnete ich eine Tür und beträte eine fremde Wirklichkeit. Das muss ich tun, wenn ich für ihn sprechen, wenn ich die Geschichte seiner Heilung erzählen möchte. Er bringt mir ein enormes Vertrauen entgegen! Ich nehme es nicht auf die leichte Schulter. Es erstaunt mich sogar sehr. Aber ich kann es auch verstehen.

Die Menschen, deren Geschichten ich aufschreibe, sind Albertos Klienten. Sie haben ihn um Hilfe, Heilung und Licht gebeten, waren bereit, sich den Schatten zu stellen.

Ich lege die kalten Finger auf die Tastatur.

Dies war mein Arbeitsrhythmus, und er floss über die Jahre mit den Jahreszeiten dahin. Geschichte um Geschichte wurde dieses Buch lebendig. Den Anfang machte ein ausführliches Gespräch mit den Klienten, gefolgt von Rücksprachen, E-Mails und so vielen Entwürfen, wie nötig waren, bis der Text die Zustimmung aller fand. Alberto war immer da. Kein Wort entging seinem prüfenden Blick. Schließlich war es sein Buch, seine Schöpfung. Ich war mir des Privilegs, als Mitautorin des begnadeten Schamanen an diesem Prozess teilhaben zu dürfen, stets bewusst.

Ich habe keine Ahnung, wann der Funke dieses Projekts in den Augen des Schamanen aufblitzte. Aber ich weiß, wann für mich die Reise begann. Es war im Juli 2001. Jener Sommertag, der Tag meiner ersten Begegnung mit dem Schamanen, hat sich tief in mein Gedächtnis eingegraben. Ich wandte mich wegen einer tödlichen Krankheit an ihn, verpackt in eine spirituelle Krise. Der Schamanismus war mir neu und kam mir fremd, seltsam und rätselhaft vor. Ich war fasziniert. Ein Teil von mir zweifelte nicht daran, dass dieser Mann mir etwas sehr Wichtiges zu sagen hatte - und ich gefälligst zuhören sollte. Ich entblößte die Wunden meiner Seele, die Wunden eines ganzen Lebens vor ihm. Alberto saß mir gegenüber, hatte einen Block in der Hand und machte sich Notizen. Mit einem Mal hielt er inne, drückte mir seinen Stift in die Hand und sagte: »Nimm diesen Stift und schreib um dein Leben, Anne!« Damals hatten - zumindest soweit ich das sagen kann - weder er noch ich eine Vorstellung davon, wohin dieser Stift mich führen würde. Er wurde Teil meiner Mesa, des Altars der Schamanen, und ist es bis heute geblieben.

Es folgten viele weitere Sitzungen mit Alberto, denn meine Wunden waren zahlreich und mussten heilen, wenn ich

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