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Von Drüben I Botschaften, Informationen, praktische Ratschläge

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2016
  • Verlag: Reichl Verlag
eBook (ePUB)
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Von Drüben I

Die medial übermittelten Botschaften behandeln im ersten Teil den Entwicklungsweg der Menschheit in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Leser erhält einen Eindruck, wie eine Umordnung von Wertvorstellungen im neuen Zeitalter aussehen kann und welche Bedeutung ein Bewußtseinswandel für die verschiedenen Lebensbereiche hat. Der zweite Teil vermittelt einfache Meditations- und Konzentrationsübungen, die den Zugang zu höheren Sphären erleichtern sollen, und gibt praktische Hinweise zu Gefahren und Schwierigkeiten, die Kontakte zwischen den Welten mit sich bringen können. Der Band schließt mit einem Post-Mortem-Nachwort von Thomas Mann.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 01.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783876676333
    Verlag: Reichl Verlag
    Größe: 446kBytes
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Von Drüben I

VORWORT

Einiges aus meinem Leben

1

Im Jahre 1936 oder 1937 sah ich in Paris ein Stück von Giraudoux - es war "La Guerre de Troie n'aura pas lieu" - in dem die Seherin Kassandra auftritt. Während ich sie aus dem dunkeln Zuschauerraum beobachtete, kam es mir in den Sinn, daß ich vielleicht gar nicht primär zur Kunst berufen war, sondern für das Psychische und Mediale. Dabei hatte ich keinen Grund, mit meiner damaligen Tätigkeit unzufrieden zu sein: als Zeichnerin hatte ich Erfolg; viele Koryphäen hatten mir gesessen und ich hatte Freude am Malen. Und doch war ich mir in manchen Augenblicken bewußt, daß etwas in mir unerfüllt geblieben war und daß ich mich mein ganzes Leben nach etwas gesehnt hatte, das ich nicht hätte benennen können.

Die Gabe des Hellsehens war mir keineswegs angeboren, obwohl es nicht ganz an Erlebnissen fehlte, die vage in diese Richtung wiesen. Beim ersten derartigen Erlebnis war ich etwa vier Jahre alt. Mein Vater, ein geborener Amerikaner, hatte sich als junger Maler in München niedergelassen und war mit seiner Frau und vier Kindern - und dem damals bei wohlhabenden Familien üblichen Personal - auf ein paar Jahre nach Oberstdorf im Allgäu gezogen, um sich dort seiner Kunst zu widmen. Zwei Gouvernanten, eine Französin und eine Deutsche, waren engagiert, den Eltern die Kinder vom Leibe zu halten.

Das Erlebnis, von dem ich sprach, ereignete sich an einem sonnigen Nachmittag auf einem unserer täglichen Spaziergänge. Ich erinnere mich noch deutlich an den hübschen Bauernhof, an dem unser Weg vorbeiführte, an die Geranien an den Fenstern, an die ländlichen Gerüche und den sanften, blauen Himmel, der sich über all das spannte. Aber mit einem Mal war in meiner Vorstellung das Ganze wie ausgelöscht und in Nacht versunken, und ich begriff auf einen kurzen Augenblick, daß jenes farbenfreudige Bild nicht die endgültige Wirklichkeit war und daß diese etwas ganz anderes sei. Natürlich wäre ich damals nicht imstande gewesen, dieses Erlebnis in Worte zu fassen, doch war es so stark, daß ich mich noch heute daran erinnere.

Meinen Vater sahen wir in jenen Tagen nur selten. Von meiner Mutter zu sprechen, fällt mir nicht ganz leicht; sie war der Schrecken meiner Kindheit. Wir bekamen sie nur zu sehen, wenn unerwünschte Geräusche aus den Kinderzimmern in den Teil der Villa drangen, der für die Eltern reserviert war. Dann erschien sie mit aufgerissenen Augen und einem Stock, der in ihrer Hand wippte, bis sich das Unwetter auf einen von uns entlud. Ich fürchtete und haßte sie auf den Tod.

Es dauerte ein halbes Menschenleben, ehe ich mich von der Erinnerung an die vielen häßlichen und entwürdigenden Szenen und von den damit verbundenen Haßgefühlen befreien konnte. Das gelang mir erst, als es mir klar wurde, daß mein Karma 1 sich meiner Mutter als Werkzeug bedient hatte. Es hätte sich ebenso gut eines anderen Mittels bedienen können, wenn diese Frau sich nicht bereitwillig in jene Rolle gefunden hätte. Sie war aber durch eine unglückliche Ehe, welche die in ihr schlummernden bösen Neigungen verstärkte, zum willigen Instrument eines Schicksals geworden, das im Licht späterer Erkenntnis eine völlig neue Bedeutung für mich annahm. Sie war auch nicht das einzige Werkzeug dieses unbarmherzig scheinenden Schicksals: von meinem dritten bis zu meinem vierzehnten Lebensjahr war ich zu allem anderen Unglück auch noch mit einer Hautkrankheit geschlagen, die mir das Leben vollends zur Hölle machte.

Ich war acht, als sich meine Eltern trennten und ich meiner Mutter zugesprochen wurde. Erst nach vielen Jahren des Herumgestoßenwerdens (neun Schulen und Internate, von Krankenhäusern und einem Hautsanatorium ganz zu schweigen) wurde ich nach einem erbitterten Kampf meinem Vater zugesprochen und war somit wieder mit meinen Geschwistern vereint. Es begann eine glücklichere Zeit in meinem Leben, in der ich mich bis 1919

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