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Von Drüben II Weitere Mitteilungen und Gespräche von Herrmann, Eva (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2016
  • Verlag: Reichl Verlag
eBook (ePUB)
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Von Drüben II

Dieser Band bringt weitere nachtodliche Zeugnisse bedeutender Persönlichkeiten wie C.G. Jung, Sigmund Freud, Aldous Huxley, Teilhard de Chardin, Winston Churchill u.a. Sich der Feder Eva Herrmanns bedienend, nehmen sie selbstkritisch zu ihrem Verhalten während ihres irdischen Daseins Stellung und schildern eindrucksvoll ihre Erfahrungen in der jenseitigen Welt. Im letzten Teil kommen zwei berühmte Heilige, Teresa von Avila und Hildegard von Bingen, zu Wort: Befreit von den Zwängen dogmatischer Glaubenssätze, vermitteln sie aus ihrer jetzigen Sicht die Essenz ihrer Erkenntnisse.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 01.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783876676364
    Verlag: Reichl Verlag
    Übersetzt von: Übersetzung: Exner, Richard
    Größe: 640kBytes
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Von Drüben II

CARL GUSTAV JUNG

(1875 - 1961)

Jung berichtigt Jung

Carl Gustav Jung trat im Jahre 1965 mit mir in Verbindung. Aldous Huxley hatte mir damals gerade sein posthumes Essay "Von Hier Aus" diktiert, in dem er u. a. auch C. G. Jung kritisierte. Jung war darüber sehr ungehalten und beschuldigte meine Helfer und mich, wir hätten das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Er bestand darauf, sein Weltbild sei im wesentlichen richtig, nicht das unsere.

Allmählich aber änderte er seine Meinung und diktierte mir im Jahre 1973 das Bekenntnis "Jung berichtigt Jung". Erst kürzlich (1976) war ich wieder in Kontakt mit ihm, um absolut sicher zu sein, daß er auch jetzt noch zu seinem "Bekenntnis" steht. Einige seiner Anhänger hatten nämlich geäußert, dieses Diktat könne unmöglich von Jung sein, was er mit einem bedauernden "Es ist von mir" quittierte.

Ehe ich mit dem eigentlichen Diktat dieses Bekenntnisses beginne, möchte ich darauf hinweisen, daß ich nunmehr die in der vorangegangenen Schrift Von Drüben niedergelegten Grundgedanken als den objektiven Gegebenheiten adäquater empfinde als die in meinem Lebenswerk vertretenen. Zu dieser Überzeugung bin ich unabhängig von der Eva Herrmann diktierten Schrift gekommen, und zwar allmählich seit meinem im Jahre 1961 stattgefundenen Übertritt in ein Jenseits, dessen Existenz mich überraschte, da ich es in keiner Weise erwartet hatte. Jedoch war ich mit dem Ablegen meiner irdischen Hülle auch jener irdischen Beschränkung entwachsen, der jeder noch Inkarnierte unterliegt.

Infolgedessen war es mein erster Wunsch, festzustellen, in welchem Maß die von mir vertretenen Anschauungen mit den nun als solche erkannten Tatsachen übereinstimmten. Zunächst schien da keine allzugroße Diskrepanz zu bestehen, doch erwies es sich im Laufe der Zeit, daß der größte Teil dessen, was ich proklamiert hatte, aus Irrtümern bestand. Und mehr als das: ich erkannte, daß ich mich mit einer Schuld beladen hatte, die zu bekennen ich nun diese Gelegenheit ergreife.

Ich hatte mir während meines eben verflossenen Lebens die Aufgabe gestellt, vorzudringen in Gebiete, deren eine moderne Psychologie bedurfte, ohne mir dessen gewahr zu sein, daß mich, gewisse Beschränkungen karmischer 5 Natur gefesselt hielten und es mir nicht gestatteten, zu Erkenntnissen zu kommen, die mehr waren als die Früchte einer einseitigen und unklaren Denkweise.

Ich hatte aus den verschiedensten Quellen geschöpft und diesen Stoff, der an sich den Stempel der Wahrheit trug, einem Weltbild einzuordnen versucht, dem es an Klarheit mangelte - wie es manch einer empfand, noch ehe er, wie ich, abwarten mußte, bis ihm der Übergang in eine andere Welt die Augen öffnete.

Es war mir nicht sofort vergönnt gewesen zu sehen, worin meine Fehler bestanden, aber nun ich an die zwölf Jahre hier bin, in einem Zustand, in dem es gestattet ist, mit größerer Klarheit und Objektivität zu urteilen, kristallisieren sich allmählich die Mängel meines gesamten Lebenswerkes heraus. Ohne mir dessen gewahr zu sein, habe ich vieles getan, das der Unehrlichkeit bezichtigt werden könnte, stünde nicht das Erdenleben der meisten unter dem Aspekt der Verblendung und, bei mir, - und erst die Entwicklung meiner letzten diesseitigen Jahre nötigen mir dies Geständnis ab - der Selbstverherrlichung.

Diese Art zu sprechen mag manche meiner Leser befremden, doch bin ich als erwachte Seele ein anderer als der, als den sie mich kannten. Wessen ich mich vor allem zeihe, ist die Tatsache, daß ich mich verschlossen habe vor Dingen, die auf der Hand lagen. Dazu gehören Erlebnisse übersinnlicher Art, denen ich Erklärungen unterschob, die deren wahre Natur in ein falsches Licht setzen, und ich bezichtige mich des Verklausulierens in einer Weise, welches die Akzente des gegebenen Stoffes bis zu dessen Unkenntlichmachu

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