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Von Sonnwend bis Rauhnacht Feste, Bräuche & Rituale im Kreislauf des Jahres von Kirschgruber, Valentin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.03.2015
  • Verlag: Kailash
eBook (ePUB)
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Von Sonnwend bis Rauhnacht

Ein magisches Buch für magische Zeiten
Zu besonderen Zeiten des Jahres wird der Schleier, der uns von der spirituellen Welt trennt, durchlässiger, und wir erkennen mehr von den Dingen, die nur dem Herzen sichtbar sind. Von jeher feiern Menschen diese heiligen Tage mit Bräuchen, Orakeln und Ritualen. Valentin Kirschgruber zeigt uns in diesem zauberhaft ausgestatteten Buch, wie wir diese uralten Feste aus christlicher und heidnischer Tradition mit neuem Sinn erfüllen können: die Rauhnächte, Lichtmess, Ostern, Walpurgis, Johanni, Sonnwend, Erntedank, Halloween oder das Julfest - sie alle öffnen uns für Freude, Neubeginn und seelisches Wachstum.

Valentin Kirschgruber, geboren 1948, wuchs als das fünfte von sieben Kindern auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu auf. Nach einer Schreinerlehre studierte er katholische Theologie und ließ sich dann zum Holzbildhauer und Restaurator ausbilden. Heute lebt der Autor mit seiner Frau auf einer Alm im Allgäu. Er ist u.a. Autor des erfolgreichen Buches "Das Wunder der Rauhnächte".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 30.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641153458
    Verlag: Kailash
    Größe: 15222 kBytes
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Von Sonnwend bis Rauhnacht

Einleitung

Die Feste mit Sinn erfüllen

Wir alle kennen die großen christlichen Feste im Jahreslauf - Ostern, Weihnachten und vielleicht noch Pfingsten - wenn vielleicht auch nur, weil zu diesen Zeiten Schulferien sind. Aber wahrscheinlich denken Sie nicht nur an die Ferienzeit. Verbinden Sie mit den Erinnerungen an Ihre Kindheit nicht auch den Zauber des Weihnachtsfestes? Oder den Spaß bei der Ostereiersuche im Freien?

Wenn Sie religiös erzogen wurden, haben Sie vermutlich schon früh den tieferen Sinn der heiligen Tage kennengelernt. Weihnachten war nicht nur das Fest der Geschenke, sondern der Geburt Jesu Christi. Ostern stand nicht nur für bemalte Eier, sondern für das Selbstopfer des Erlösers. Durch das Wissen und das Spüren des Heiligen gewannen die Feste an Bedeutung. Nicht nur die großen Feste, sondern auch die kleinen, unbekannten. Immer wieder gibt es Anlässe, die uns den Alltag beiseiteschieben lassen, um zu feiern.

Immer mehr Menschen erkennen, dass der Kaufrausch zu den großen Feiertagen der Christenheit am Wesentlichen vorbeigeht. Es kann ja wohl nicht sein, dass das Geburtsfest des Gottessohnes zum Fest der Händler und Tandler geworden ist! Die Feste, die unsere Vorfahren feierten, haben eine tiefere Bedeutung - es ging und geht darum, daran zu erinnern, dass es außerhalb der Alltagssorgen und üblichen Tätigkeiten noch etwas anderes gibt.

Wenn wir uns nun in diesem Buch mit den "heiligen Tagen" beschäftigen, wird offenbar, dass die Wurzeln unserer Feste noch viel weiter zurückreichen als das Christentum selbst. Schon in vorchristlicher Zeit gab es Feiern, Mythen und Bräuche. Und diese Feste wurden nie ganz vergessen - nur umbenannt und uminterpretiert.

Ich werde Ihnen von Festen berichten, die Sie wahrscheinlich kennen, aber auch von denen, die es schon lange davor gab. Dabei werden Sie feststellen, dass auch diese "heiligen Tage" nicht zufällig etwas Besonderes waren, sondern dass ein tiefer, das menschliche Wesen berührender Sinn dahinter liegt und die alten Traditionen es wert sind, erinnert, bewahrt, neu entdeckt und weitergegeben zu werden - erst recht in der heutigen Zeit, in der uns das Gespür für das Wesentliche leider allzu leicht verloren geht.

Meine Großmutter war eine große Kennerin der alten Bräuche. Sie war tiefgläubig, doch das hielt sie nicht davon ab, auch jene Traditionen aufrechtzuerhalten, die älter sind als die christlichen Feste. Natürlich wurden alljährlich der Weihnachtsbaum geschmückt und die Krippe aufgestellt - aber auch das Ahnentischchen, wo wir dazu angehalten wurden, unserer Vorfahren zu gedenken. Wir feierten die Sommersonnwende mit einem großen Feuer und Allerheiligen mit Rübengeistern.

So erlebte ich als Kind ganz natürlich die "heiligen Tage". Doch woher sie kamen, was ihre ursprüngliche Bedeutung war und wie wichtig sie für den Menschen von jeher sind, verstand ich erst viel später. Und noch länger dauerte es, bis ich erkannte, wie uralte "heidnische" und die bekannten christlichen Feste und Bräuche zusammenhängen und wie eng spirituelle Traditionen mit unserer Heimat verbunden sind.

Die Bräuche sind bis heute Teil des Alltags. Ja, sie werden sogar immer lebendiger, wo Menschen sich auf ihre Wurzeln und ihre ursprüngliche Spiritualität besinnen. Wir können von den "heiligen Tagen" viel lernen: wie wir das Leben heiligen, wie wir innere Einkehr pflegen, wie wir Freude und Heiterkeit in uns wecken, wie wir Licht und Dunkel schätzen lernen, wie Dankbarkeit unser Leben bereichert und wie wir uns unseren Schattenseiten stellen. Als Kind war mir das nicht bewusst, und selbst meine Großmutter hätte dafür womöglich nicht die richtigen Worte gefunden - doch all diese Dinge schwangen stets mit und bildeten das Fundament des Alltags.

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