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Simon's Life Wie Tiere wirklich sind. von Struwe, Claudia Maria (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.01.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Simon's Life

Der ehemalige Straßenhund Simon ist einer der Seelengefährten, mit denen die Tier-Mensch-Kommunikatorin Claudia Maria Struwe zusammenlebt. Er ist der Hauptcharakter dieses Buches, in dem die Autorin aus ihrer eigenen und aus der Perspektive des Hundes Einblicke gibt in die Gedanken- und Gefühlswelt von Tieren und Menschen. Simon ist ein spirituelles Tier, stellvertretend für Tiere aller Gattungen der Tierwelt. Er erzählt von seiner Arbeit mit seiner menschlichen Gefährtin für andere Tiere und ihre Menschen. Er geht ein auf Themen, wie Reinkarnation, heilsame Gespräche mit anderen Tieren, Tierschutz, das Sterben und wie es danach in der jenseitigen Welt weitergeht. Detailgenau beschreibt er sein Empfinden in seinem Körper als dreibeiniger Hund, gibt Tipps für das Zusammenleben mit sogenannten gehandicapten Hunden aus seiner eigenen Erfahrung und aus seinem Mitfühlen mit seinen beiden blinden Weggefährten, seiner dreibeinigen Geliebten und einer tauben Hunde-Omi. Die facettenreichen Handlungen dieses Buches öffnen die Herzen der Menschen, denen es ein Anliegen ist, die Tierwelt und sich selbst besser zu verstehen. Spirituell sein ist kein Privileg der Menschheit. Menschen und Tiere ergänzen einander, entfalten in der Gemeinschaft ihren Sinn des Lebens und darüber hinaus. Jeder Mensch, der sich auf die Tiere einlassen kann, wird profitieren von deren Authentizität, unbeugsamer Liebesfähigkeit und intensiver Art zu sein.

Die Autorin und Tierkommunikatorin Claudia Maria Struwe, geboren 1963, lebt in enger Verbundenheit mit ihrer tierlichen Familie. Aus ihrer kompromissfreien Liebe zur gesamten Tierwelt heraus schafft sie durch ihre Öffentlichkeitsarbeit, in Seminaren und Einzelberatungen für interessierte Menschen essentiellen Zugang zu sich selbst und zur Seelenwelt der Tiere. Spirituell sein ist kein Privileg der Menschheit. Menschen und Tiere ergänzen einander, entfalten in der Gemeinschaft ihren Sinn des Lebens und darüber hinaus. Jeder Mensch, der sich auf die Tiere einlassen kann, wird profitieren von deren Authentizität, unbeugsamer Liebesfähigkeit und intensiver Art zu sein.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 28.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739266886
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 2157kBytes
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Simon's Life

Alles eine Frage der Perspektive (CMS)

Ich war eineinhalb Jahre alt, als ein Zeh meines linken Fußes anschwoll und sehr schmerzte. Er war entzündet. Meine Eltern taten, was alle Eltern tun, sie gingen mit mir zum Kinderarzt. Der Kinderarzt gab ihnen die Überweisung in ein Krankenhaus, in dem sie mich hilfesuchend vorstellten. Mein Vater hielt mich in den Armen, als der Arzt den Beiden erklärte: "Der Zeh muss amputiert werden, am besten, Sie lassen das Kind gleich da." Selbst wenn mein Vater bis dahin nicht gewusst hätte, dass er schnell laufen konnte, - ab diesem Moment hatte kein Mensch Zweifel daran. Er machte kehrt und flüchtete. Mit mir in den Armen. Abgesehen davon, dass ich - als heute immer noch glückliche Besitzerin von zehn gesunden Zehen - meinem Vater sehr dankbar bin; die Entzündung setzte sich tatsächlich fort. Sie nahm Besitz vom nächstgelegenen großen Gelenk, um sich einzunisten, meinem linken Knie. Jetzt könnte man sagen: "Siehst du, hätte man den Zeh amputiert, wäre dir das alles erspart geblieben!" Allerdings bin ich durch meine inzwischen jahrzehntelange Erfahrung und Beobachtung von Krankheitsverläufen sicher, dass durch das Abnehmen eines Körperteiles etwas Anderes geschehen wäre, weil es einfach bestimmt war, dass ich ein Geschenk erhalte. Ein Geschenk in Form einer Herausforderung, die mich dahin bringen sollte, wo ich heute stehe.

Ich war also immer noch eineinhalb Jahre alt, als diese Entzündung ins linke Kniegelenk eingezogen war. Die Folge war neben medikamentösen Behandlungen, um Rötung, Schwellung, Hitze, Schmerz zu unterdrücken, ein Gips, der von der Hüfte reichte bis zum Fuß. Belastung verboten, Laufen erst einmal gestrichen. Stehenbleiben war angesagt. Was man als Eineinhalbjährige so macht, wenn man stehen oder sitzen bleiben muss? Das kann ich Ihnen sagen: Man spielt mit Klopapier! Stundenlang! Meine Mutter sagt heute noch, dass selbst sie meine Hingabe an diese spezielle Papiersorte nicht verstehen konnte. Dabei kann man damit viel anstellen; man kann es aufwickeln, zerknüllen, wieder ent - wickeln und ent - falten. Immer und immer wieder. Wenn das kein interessantes Erlebnis ist! So kam ich also in früher Kindheit schon dazu, die Prozesse des Lebens zu begreifen. Zerknirscht sein, Verwicklungen erleben und sich immer wieder daraus ent-wickeln, die Ent-faltung erfahren. Ist das nicht wunderbar? Auf diese und ähnliche Weise verbrachte ich vier weitere Jahre meines Lebens. Nein, nicht ausschließlich mit Klopapier, wohl aber mit, kaum waren sie abgeklungen, stets wiederkehrenden Entzündungen, Medikamenten, Umschlägen, Bein hoch, den Gips raus aus der Badewanne, während der Rest meines Körpers baden durfte, auf dem Po rutschen, statt, wie andere Kinder sich auf den Beinen zu bewegen. Ich wurde Meisterin der Langsamkeit und darin, einen guten Blick für die Trittsicherheit, Schnelligkeit und Gangart der Füße meiner Mitmenschen zu bekommen. Ich lernte, dass Andere schneller sind und höher als ich, weil auf zwei Beinen laufend. Lachend konnten sie über Hindernisse springen, Fangen spielen oder, wenn sie etwas angestellt haben, einfach wegrennen. Das alles habe ich mir gründlich und in aller Ruhe und Gelassenheit ansehen können. Doch ich konnte noch etwas Anderes. Ich fühlte die Unterschiede der Fußböden in meinem Elternhaus. Ob es die kalten Fliesen in der Küche waren, auf denen ich mich mit Po und Händen fortbewegte oder der weiche, flauschige Teppichboden im Wohnzimmer. Die Holztreppe im Flur habe ich am meisten geliebt. Die Wärme und der Geruch des Holzes, das meine Mutter immer wieder auf Knien putzte und pflegte, damit es heute immer noch aussieht wie neu, ist mir heute noch in Erinnerung. Wenn ich eine Zeit lang so da saß oder lag, im Sommer oft im Garten, rückten die Stimmen der Menschen um mich herum und der Klang der vorbeifahrenden Autos immer mehr in den Hintergrund. Stattdessen nahm ich den Gesang der Vögel wahr, als gäbe es nichts An

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