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Die Spuren der Seele Was Hand und Fuß über uns verraten von Dahlke, Ruediger (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.05.2011
  • Verlag: GRÄFE UND UNZER
eBook (ePUB)
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Die Spuren der Seele

Wer möchte nicht sich selbst erkennen und Verborgenes über andere erfahren? Also vom Sichtbaren auf das Unsichtbare schließen? Nahezu unverfälscht Auskunft geben die Hände, etwas versteckter die Füße. Beide führen uns auf die Spuren der Seele. Die Autoren schöpfen ihre Erkenntnisse der Hand- und der Fuß-Lesekunst aus der Erfahrungsmedizin, der ägyptischen Tradition und aus persönlichen Beobachtungen in der praktischen Arbeit mit Patienten. Das Buch trägt eine Fülle von überliefertem und neuem Wissen über Hände und Füße zusammen und stellt spannende Zusammenhänge zum Leben ihrer Besitzer her. Hände zeigen unser Verhältnis zur Welt, Füße unser Verständnis von uns selbst. So erklären die Autoren etwa die Zusammenhänge von Hand- und von Fußformen gemäß der Urprinzipien und der Elemente, oder sie deuten die Längen von Fingern und Zehen ebenso wie deren Ausrichtung. Selbsterkenntnis findet mittels der Urprinzipien- und der Elemente-Lehre statt, also auf persönlicher und seelischer Ebene.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 11.05.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833824326
    Verlag: GRÄFE UND UNZER
    Größe: 4608 kBytes
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Die Spuren der Seele

Die Hände auf den ersten Blick

In der chinesischen Kultur wird den Händen und Füßen große Bedeutung zugemessen, vielleicht weil dort seit Jahrtausenden bekannt ist, dass alle Anfangs- und Endpunkte der Meridiane in den Nagelbett-Eckpunkten von Händen und Füßen liegen. Aber selbst eine so vergleichsweise flache Kulturszene wie die Hollywoods verewigt ihre großen Stars auf dem Walk of Fame , indem sie deren Hand- und Fußabdrücke in Beton verewigt. Im Französischen heißt "jetzt" " main tenant", was wiederum wörtlich übersetzt "(in der) Hand haltend" bedeutet ( main = Hand, tenant = haltend). Im Jetzt halten wir also alles in der Hand und haben es in der Hand; uns steht zur Verfügung, was wir im Moment brauchen. Der Bezug der Hände zur Gegenwart, zum Jetzt, wird damit deutlich. Die Füße dagegen gehören als unsere Wurzeln mehr zur Vergangenheit. Wenn wir Hand und Fuß vergleichen, ist die Hand moderner und auch damit gegenwartsbezogener. Die Opposition unseres Daumens ermöglicht das Greifen und Begreifen. Beim menschlichen Fuß ist der große Zeh noch in einer Linie mit den übrigen Zehen angeordnet und bleibt auch dort, wie es bei anderen Säugern ebenfalls an den "Händen" der Fall ist.

Unser Zugriff auf die Welt beginnt möglicherweise mit der Auflehnung des Daumens, der im Sinne von Prometheus in Opposition geht und eigene Wege wählt. Damit kommt etwas ganz Neues in die Welt – wie das Feuer, das Prometheus den Göttern entwendete und den Menschen brachte. Der erste Griff nach etwas bedeutete eine ähnliche Revolution und machte die Menschen auf andere Art den Göttern ähnlich. Die Revolution des Daumens in der Hand ermöglichte den Gebrauch von Werkzeugen. So sind die Hände – im Vergleich zu den Füßen – nicht nur mit unserer Gegenwart, sondern auch mit unserem Menschsein enger verbunden.

Die Form der Finger gibt weitere Hinweise. Gerade Finger und Hände gehören zu geradlinigen Menschen, die dazu tendieren, den Augenblick wertzuschätzen. Krumme Wege und Finger weisen auf andere Ausrichtungen hin. Je gebogener die Finger sind, desto mehr verbiegen sich ihre Besitzer. Jeder Finger steht darüber hinaus für eigene Bedürfnisse, die jeweils über urprinzipielle Zuordnungen definiert sind. Er weist auch auf die Angst seines Besitzers hin, diese Bedürfnisse nicht erfüllen zu können oder in diesem Punkt abgelehnt oder abgewiesen zu werden. Darum drehen und wenden wir uns und verbiegen uns sogar, und die Finger verraten es und präsentieren uns obendrein die Themen, bei denen es geschieht.

Seine Hände zeigt praktisch jeder Mensch, etwa beim Reden. Ließe er sie dabei in der Tasche, würde dies einen sehr verschlossenen und unhöflichen Eindruck machen. So viel Geheimniskrämerei um die Werkzeuge, mit denen er dem Leben begegnet, kann sich kaum jemand leisten. Und tatsächlich sprechen die Hände beim Reden gestikulierend fast immer ehrlich aus, was der Mund nur zu gern verschweigt. Wer sehen gelernt hat, wird rasch erkennen, ob die Gesten die Sprachbilder untermalen und der Betreffende sich elegant fließend über seine Gedanken der Welt nähert und dabei den Raum mit seinen Händen teilt oder ob er sich kämpfend durchschlägt oder ob er sich eher mühsam durchwindet. In diesen Luftmalereien wird deutlich, wie ausschweifend und fantasievoll oder wie strikt und konsequent wir unser Leben anpacken. Es zeigt sich, ob wir unsere Vorstellungen vage oder bestimmt vertreten, ob wir uns anbieten, sogar anbiedern oder ob wir uns energiegeladen mitteilen und durchsetzen.

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