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Der Testknacker bei Führerscheinverlust Rechtslage/Ablauf des Verfahrens/Vorbereitung auf die medizinisch-psychologische Untersuchung - Aktualisiert und erweitert von Wagenpfeil, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.04.2015
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Der Testknacker bei Führerscheinverlust

So besteht man den 'Idiotentest' und kriegt den 'Lappen' wieder!

Führerschein weg und MPU vor Augen? Der legendäre Testknacker hilft! TÜV SÜD-Fachmann Thomas Wagenpfeil erklärt die aktuelle Rechtslage, beschreibt den genauen Ablauf der MPU (Alkohol, Drogen, Punkte) und gibt Tipps zur effektiven Vorbereitung- inklusive aller psychologischen und medizinischen Maßnahmen. Jetzt komplett aktualisiert und mit Experten- und Betroffeneninterviews!

Thomas Wagenpfeil, Diplom-Psychologe und Systemischer Coach, ist seit 1993 bei TÜV SÜD tätig. Er produzierte bereits umfassende Filme zur MPU und zur verkehrspsychologischen Beratung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 20.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641172275
    Verlag: Goldmann
    Serie: TÜV Süd
    Größe: 775 kBytes
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Der Testknacker bei Führerscheinverlust

3. Die medizinisch-psychologische Untersuchung

Angenommen also, Sie sind alkoholisiert gefahren und erwischt worden - das ist der häufigste Grund für eine MPU . Wenn Sie zum vereinbarten Termin die Begutachtungsstelle für Fahreignung betreten, werden Sie vielleicht erstaunt sein, wie viele Menschen dort an einem einzigen Tag, an einem einzigen Untersuchungsort auf die Begutachtung ihrer Fahreignung warten. Sie rechnen Ihren Untersuchungsort auf ganz Deutschland, Ihren Untersuchungstag auf das ganze Jahr hoch, und Sie können kaum glauben, zu welchem Ergebnis Sie kommen. "So viele Alkoholsünder? - Das gibt es nicht", denken Sie, und Sie haben Recht. So viele Alkoholsünder gibt es wirklich nicht.

Wer muss zu einer MPU?

Neben dem Untersuchungsanlass "Alkohol im Straßenverkehr" gibt es eine beachtliche Liste anderer Untersuchungsanlässe. Immer dann, wenn die Verwaltungsbehörde bei einem Inhaber einer Fahrerlaubnis (bzw. dem Bewerber um eine solche) Anlass hat, an dessen Fahreignung zu zweifeln, kann sie eine medizinisch-psychologische Untersuchung anordnen. Diese Zweifel können sich auf ein bestimmtes Fehlverhalten beziehen, aber auch auf körperliche oder seelische Krankheiten oder Behinderungen. Oder es bewirbt sich jemand um eine spezielle Fahrerlaubnis, mit der höhere Qualifikationen verbunden sind.

Welche Untersuchungsanlässe gibt es?

Der wohl bekannteste Untersuchungsanlass, aus dem sich die verbreitete Bezeichnung "Idioten-Test" für die MPU ableitet, zielt auf den Prüfungsversager. Jenen armen, meist einfach sehr nervösen Menschen also, der die theoretische oder praktische Führerscheinprüfung auch nach fünf bis sechs Anläufen nicht geschafft hat. Dieser Untersuchungsanlass fällt heutzutage kaum noch ins Gewicht.

Wenn Sie eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung (Bus, Taxi) beantragen, müssen Sie ebenfalls ein Gutachten beibringen; übrigens auch als Inhaber einer solchen Fahrerlaubnis, wenn Sie ein gewisses Alter überschritten haben und die Verlängerung (z. B. bei Bus über das fünfzigste Lebensjahr hinaus) beantragen.

Auch jemand, der noch keine 18 Jahre alt ist und unbegleitet fahren möchte, braucht für einen vorzeitigen Führerschein eine MPU .

Dann gibt es noch bestimmte körperliche oder geistig-seelische Gebrechen, die sich bei der motorisierten Verkehrsteilnahme gefährlich auswirken können - von Sehstörungen über körperliche Behinderungen oder Erkrankungen bis hin zu schweren psychischen Krankheiten. Dazu gehören zum Beispiel Psychosen, welche die Erkrankten (zumindest zeitweise) unzurechnungsfähig machen. Bei solchen Erkrankungen wird normalerweise zunächst ein ärztliches Gutachten angestrengt, diesem folgt aber häufig zusätzlich eine MPU .

Allen bisher genannten Untersuchungsanlässen ist gemeinsam, dass sie - vereinfacht ausgedrückt - eine "abgespeckte" Form der MPU nach sich ziehen, in der der psychologische Teil, insbesondere das psychologische Untersuchungsge spräch, eine eher untergeordnete Rolle spielt. Anders bei den nun folgenden Untersuchungsanlässen, denen wir die drei Hauptkapitel in diesem Buch gewidmet haben: Punkte, Drogen, Alkohol.

Wer in Flensburg Punkte gesammelt hat (seit 1. Mai 2014 gilt die Grenze bei acht Punkten als überschritten), wer sich erhebliche oder wiederholte Verstöße gegen Verkehrsrecht zuschulden kommen lässt oder wer strafrechtliche Delikte im Verkehr bzw. unter Benutzung eines Kfz begangen hat, muss mit einer Untersuchung rechnen. Sogar strafrechtliche Delikte, die nichts mit dem Verkehr direkt zu tun haben, aber, so der Gesetzgeber, "Anhaltspunkte für ein hohes Aggressionspotenzial" liefern, können zu einer MPU führen.

In steigendem Maß führen Drogenauffälligkeiten zu Schwierigkeiten mit dem Führerschein bzw. zur Anordnung von Gutachten. Je nach konsumierter Droge

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