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Porsche 911 50 Jahre Sportwagenkultur von Schrahe, Stefan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.06.2014
  • Verlag: HEEL Verlag
eBook (ePUB)
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Porsche 911

Porsche 911 - das ist seit mehr als 50 Jahren für viele Menschen schlicht ein anderes Wort für Sportwagen. Kaum ein Auto ist sich in seinem Stil derart lange treu geblieben und wurde dennoch ständig überarbeitet und gelegentlich fast komplett neu erfunden. Nie aufgegeben wurde das Antriebskonzept mit im Heck installiertem Sechszylinder-Boxermotor. Nie aufgegeben wurde auch die klassische Linie des Sportlers - trotz teils heiß diskutierter Änderungen im Design. Und obwohl längst auch im Elfer modernste Fahzeugsysteme Lenkung, Schaltung und Fahrwerk steuern helfen, begeistert auch die jüngste Ausgabe Automobil-Enthusiasten in aller Welt mit purem, starkem Sportwagen-Feeling. Automobiljournalist Stefan Schrahe beschreibt in seinem akribisch recherchierten neuen Werk die Erfolgsgeschichte des Zuffenhausener Kultsportlers. Ausführlich und mit verschwenderisch vielen Bildern wird jede der inzwischen sieben 911-Generationen vorgestellt - vom Urtyp über das legendäre G-Modell bis hin zum aktuellen 911. Kommen Sie mit auf eine rasante Tour durch ein halbes Jahrhundert schieres Fahrvergnügen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 04.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783868529630
    Verlag: HEEL Verlag
    Größe: 22047 kBytes
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Porsche 911

1949-1963

Markengeschichte: Vom Konstruktionsbüro zum Automobilhersteller

Der Ur-Typ

Ein sonorer Ton durchbrach nur allzu oft die Stille des Kärntner Frühsommers im Jahr 1948. Die Bewohner des idyllischen Fleckchens Karnerau bei Gmünd, die dem silbernen, offenen Zweisitzer nachblickten, an dessen Steuer der 39-jährige Ferry Porsche saß, konnten freilich nicht ahnen, dass sie die Geburt eines Mythos erlebten. Dem Versuchswagen unter der Projektnummer 356/1 hatten die britischen Militärbehörden am 15. Juni 1948 zusammen mit dem amtlichen Kennzeichen K-45286 eine Einzelgenehmigung für Testfahrten erteilt. Fortan war der erste Porsche ein vertrauter Anblick rund um das österreichische Dorf. Freilich: Dass vom Sägewerk Karnerau ein Impuls ausging, der noch mehr als 65 Jahre später die Herzen von Sportwagenfans in aller Welt höher schlagen lassen würde, dass der Name "Porsche" zum Synonym für den alltagstauglichen Sportwagen überhaupt werden sollte, hätte sich wohl auch Ferry Porsche am Steuer des 356/1 nicht vorstellen können – obwohl er sich als erster am knackigen Handling des zweisitzigen Roadsters erfreuen durfte.

Den Ur-Typ mit heutigen Sportwagen-Maßstäben zu messen, wäre allerdings unfair. Die Eckdaten lesen sich mehr als 60 Jahre später reichlich unspektakulär. Der luftgekühlte Vierzylinder-Boxermotor mit 1,1 Litern Hubraum hatte es zwar mit nur 585 Kilogramm Leergewicht zu tun, brachte aber auch nur 35 PS mit – was schon 1948 keinesfalls übermotorisiert war. Immerhin errechnete sich daraus ein Leistungsgewicht von 16,7 Kilogramm pro PS. Beim VW Käfer jener Tage musste sich eine Pferdestärke mit knapp 30 Kilogramm plagen. Neben der Agilität des leichten Autos überzeugte die Aerodynamik: Immerhin 135 km/h ließen sich mit dem Porsche 356/1 erzielen, bei abgedecktem Beifahrersitz waren sogar 140 km/h möglich. Ein hohes Maß an Effizienz prägte also den ersten Porsche, und das sollte zum Markenzeichen aller seiner Nachfolger werden.

Wenn der Vater mit dem Sohne: Mit dem Ur-Typ hatten Ferdinand und Ferry Porsche ihren Traum vom eigenen Sportwagen verwirklicht .

Noch wichtiger als die Technik scheint die Idee, der Charakter, der in dem Ur-Typ steckte: Die Idee vom Porsche-Fahren. Schon der 356/1 muss genau jenen Genuss vermittelt haben, den Millionen und Generationen von Porsche-Fahrern erlebt haben und erleben: Fahren in seiner schönsten Form. Hinter diesem von Porsche später als Markenclaim verwendeten Satz steckt ein Lebensgefühl, das Porsche-Chef Matthias Müller im September 2011 in der Porsche-Kundenzeitschrift "Christophorus" so beschrieb: "Es geht darum, dass die Technik wirklich spürbar und erlebbar ist. Nicht Technik um der Technik willen, nein, Technik für das Gefühl, einen Porsche zu fahren. Gang einlegen, pure Mechanik und dann ein Kraftausbruch, wenn Motor und Getriebe zusammenwachsen, wenn die Energie sich entfaltet und sich auch im Sound ausdrückt. Da bekomme ich eine Gänsehaut." Ferry Porsche muss im Sommer 1948 genau diese Gänsehaut gehabt haben. Und jeder echte Porsche wird seither genau an dieser Frage gemessen: Ob er das Porsche-Gefühl vermittelt oder nicht.

Schon in den 1930er Jahren hatten der "Vater des Käfers", Ferdinand Porsche, und sein Sohn Ferry intensiv die Möglichkeiten einer sportlichen Variante des Volkswagens diskutiert. Kaum aus der Kriegsgefangenschaft entlassen, ließ Ferry Porsche diesen Gedanken wieder aufleben. Die finanziellen Möglichkeiten und die Materialknappheit jener Tage hätten zur Realisierung auch gar keine andere Möglichke

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