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Entspannung für Kopfmenschen Wie Körper und Geist zur Ruhe finden von Panthöfer, Sonja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.10.2018
  • Verlag: Kösel
eBook (ePUB)
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Entspannung für Kopfmenschen

Entspannung leicht gemacht - auch für Skeptiker
Endlich einmal wieder richtig abschalten: rationalen Menschen fällt das oft schwer. Die (Atem-)Therapeutin Sonja Panthöfer gibt hilfreiche Denkanstöße, wie man als Kopfmensch eine gute Beziehung zwischen seinem Verstand, seinen Gefühlen und seinen Körperempfindungen aufbauen und damit besser ausruhen kann. Viele Körper- und Mentalübungen helfen beim praktischen Nachempfinden und schulen die Eigenwahrnehmung, die Fähigkeit zum Innehalten sowie den Umgang mit Schmerzen, Ängsten und Konflikten. So lässt sich Erholung, Stabilität und Resilienz aufbauen. Man kann seiner Umwelt auf Augenhöhe begegnen und Stress leichter bewältigen.

Sonja Panthöfer ist Coach und Atemtherapeutin mit tiefenpsychologischer Ausrichtung. Als Coach hat sie sich vor allem in Körperpsychotherapie, systemischer Aufstellungsarbeit und im interkulturellen Miteinander weitergebildet. Neben ihrer Coachingtätigkeit arbeitet sie als Dozentin für Deutsch als Fremdsprache und schreibt für zahlreiche Medien. Bei alldem ist ihr das Gespräch mit Menschen am wichtigsten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 29.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641220570
    Verlag: Kösel
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Entspannung für Kopfmenschen

Einleitung

Erinnern Sie sich an den Moment, als Sie heute aufgewacht sind? Also an den Augenblick, da sich Ihr Bewusstsein aus der Tiefe der Nacht wieder im vertrauten Ich-Modus zurückgemeldet hat? Für den Bruchteil einer Sekunde haben Sie möglicherweise sehr deutlich gespürt, wie Ihr Geist beginnt, sich zu regen, und damit bemerkt: "Ich bin ein denkender Mensch."

Vielleicht gab es in Ihrem morgendlichen Allerlei-Brei aus Gedanken, äußeren Reizen und alltäglichen Ritualen wie Duschen, Kaffeekochen und E-Mails-Checken noch weitere Meldungen, die auf Ihrem inneren Bildschirm "aufgepoppt" sind. Und zwar störende Informationen wie eine zwickende Schulter, ein pochendes Herz oder ein Brennen irgendwo an einer Stelle im Körper, von der Sie bislang gar nichts ahnten. Vielleicht war es auch eine innere Unruhe, eine aufkeimende Hektik angesichts der heute anstehenden Aufgaben oder die flaue Angst vor einer unangenehmen Aussprache.

Lästige Quälgeister aus der Körper- und der Gefühlswelt, die manche lauthals bejammern, die meisten jedoch weitgehend ungerührt und klaglos zur Kenntnis nehmen, sind sie doch gewissermaßen eine Auszeichnung in einer Gesellschaft, in der Stress zum guten Ton gehört. Stress ist "Mainstream", und wer im Kreise von Kollegen oder Freunden gesteht, nie oder nur gelegentlich gestresst zu sein, wird wie ein fremdartiges oder gar verdächtiges Wesen bestaunt, das sich auf wundersame Weise dem Herdentrieb zu entziehen scheint.

Gerade weil Stress ein Phänomen ist, das an Leib und Seele der Mehrheit nagt, ist es inzwischen so gründlich erforscht, dass vermutlich jeder aus dem Stand ein kleines ABC der Stresskunde herunterbeten könnte. Das Erstaunliche daran ist: Dieses enorme Wissen, das unsere Stressgesellschaft in den letzten Jahren angesammelt hat, verharrt in der theoretischen Schwebe. Wir wissen um die Reizüberflutung in einer Gesellschaft, in der Hast und Eile zur Begleiterscheinung jeglichen Tuns geworden sind. Wie wir jedoch den Auswirkungen des Stresssogs konkret entkommen beziehungsweise wie wir ihm in unserem beruflichen wie privaten Alltag angemessen begegnen oder ihn im Idealfall vermeiden, davon haben wir keine Ahnung.

Sollten Sie sich skeptisch fragen, ob ich womöglich zu einem dieser wenigen exotischen Exemplare gehören sollte, die Stress nur vom Hörensagen kennen, und Ihnen nun in einem Buch das Einmaleins der Entspannung nahebringen möchte, nein, damit kann und will ich nicht dienen. Ich betrachte mich beim Thema Stress durchaus als Expertin und bin unter anderem insofern "hochqualifiziert", als ich Stress in Form einer akuten Schilddrüsenüberfunktion am eigenen Leib sehr intensiv erlebt habe. Von einem Tag auf den anderen - so schien es mir damals vor zwanzig Jahren - war meine Schilddrüse aus dem Ruder gelaufen und blieb es auch hartnäckig, bis ich mich daran machte, die Hintergründe dafür zu erforschen. Eine Ärztin prophezeite mir damals, dass ich mein Leben lang auf Medikamente angewiesen sein würde. Dieser Weg wäre zweifellos der bequemere gewesen, aber glücklicherweise konnte und wollte ich den Worten der Medizinerin nicht glauben. Verraten will ich Ihnen auch: Meiner Schilddrüse geht es heute gut, und zwar ohne Tabletten.

Was zunächst nur gezwungenermaßen geschah und einem mühsamen Buchstabierenlernen glich, ließ mich etwas entdecken, was mich immer mehr faszinierte und bis heute beeindruckt: die Verbindung von Geist und Körper. Also der beiden Sphären, deren Trennung der Philosoph René Descartes im 17. Jahrhundert postulierte, mit Folgen, die noch immer spürbar sind. So schwanken wir modernen Menschen nach wie vor zwischen Verdrängung einerseits und Körperkult andererseits: Wir stählen den Körper mit Zumba-Workouts im Fitnessstudio, praktizieren Zen-Meditation in idyllisch gelegenen Retreats und laden Achtsamkeits-Apps auf unsere Smartphones, ohne dabei zu spüren, dass wir uns mit alldem letztlich auch wieder überf

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