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Im stillen Meer des Glücks Handbuch der buddhistischen Meditation von Brahm, Ajahn (eBook)

  • Verlag: Lotos
eBook (ePUB)
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Im stillen Meer des Glücks

Meditieren, wie der Buddha es lehrte Authentisch und unverfälscht, nämlich anhand der überlieferten Worte des Buddha, gibt dieses Buch eine verständliche, umfassende Einführung in die Meditation. Wer die klassische Form buddhistischer Geistesübung erlernen und erfolgreich praktizieren will, findet hier alles, was dazu nötig ist. Ajahn Brahm, geboren 1951 in London, studierte Theoretische Physik an der Universität von Cambridge und ist seit mehr als 30 Jahren buddhistischer Mönch. Neun Jahre lang lebte, studierte und meditierte er in einem thailändischen Waldkloster unter dem Ehrwürdigen Meister Ajahn Chah. Heute ist Ajahn Brahm Abt des Bodhinyana-Klosters in Westaustralien und einer der beliebtesten und bekanntesten buddhistischen Lehrer unserer Zeit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641024000
    Verlag: Lotos
    Originaltitel: Mindfulness, Bliss, and Beyond
    Größe: 487 kBytes
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Im stillen Meer des Glücks

2 AUFBAUKURS MEDITATION In diesem Kapitel betrachten wir die drei höheren Stufen der Meditation: die volle anhaltende Aufmerksamkeit auf den schönen Atem (5), die Erfahrung des schönen Nimitta (6) und Jhana (7). Fünfter Schritt: Volle anhaltende Aufmerksamkeit auf den schönen Atem

Dieser Schritt ergibt sich oft nahtlos und ganz natürlich aus den vorangehenden Stadien. Wie wir schon im vorigen Kapitel angesprochen haben, kommt der Atem zur Ruhe, wenn unsere volle Aufmerksamkeit anstrengungslos und stetig auf der Erfahrung des Atmens ruht und nichts den gleichmäßigen Strom des Gewahrseins unterbricht. Der gewohnte unregelmäßige Atem wird dann zum sehr ebenmäßigen und friedvollen "schönen Atem". Der Geist nimmt diese Schönheit wahr und freut sich daran. Er empfindet eine tiefer werdende Zufriedenheit. Es genügt ihm völlig, dass er einfach nur diesen schönen Atem betrachtet, er muss dazu nicht gezwungen werden. Nichts tun

"Sie" tun dabei gar nichts. Wenn Sie hier etwas zu tun versuchen, stören Sie nur den Ablauf. Die Schönheit geht verloren. Es ist wie bei dem uralten indischen Brettspiel "Schlangen und Leitern": Wer nach dem Würfeln das Pech hat, auf einem Schlangenkopf zu landen, muss etliche Felder zurück. Von diesem Stadium der Meditation an muss der Macher einfach verschwinden. Sie sind nur noch Erkennender, Sie betrachten, ohne einzugreifen. Es gibt hier einen nützlichen Trick. Sie unterbrechen die innere Stille für einen Augenblick und sagen sich ohne jeden Nachdruck: "Ruhe." Das ist alles. In diesem Stadium der Meditation ist der Geist für gewöhnlich schon so empfänglich und bereit, dass er die Anweisung ohne Widerrede befolgt. Der Atem wird ruhiger, und der schöne Atem kommt zum Vorschein. Bei der passiven Betrachtung des schönen Atems lassen wir die Wahrnehmung von "ein" und "aus" und aller Stadien eines Atemzuges verblassen. Schließlich bleibt nur das Erleben des schönen Atems eben jetzt übrig. Es beschäftigt uns nicht mehr, in welchem Teil des Zyklus wir uns gerade befinden und wo im Körper das zu spüren ist. Der Gegenstand der Meditation wird also einfacher. Wir erleben einfach Atem, ohne alle überflüssigen Details. Wir lassen die Dualität von "ein" und "aus" hinter uns und nehmen nur den schönen Atem wahr, der so glatt und ebenmäßig strömt, als hätte er gar keine Phasen mehr. Tun Sie wirklich überhaupt nichts, und erleben Sie einfach, wie leicht und schön und zeitlos der Atem werden kann. Wie ruhig können Sie ihn werden lassen? Schwelgen Sie im schönen Atem - immer noch ruhiger, immer noch schöner. Nur "Schönheit" bleibt übrig

Bald wird der Atem verschwinden, aber nicht dadurch, dass Sie es so wollen, sondern dann, wenn genügend Ruhe eingekehrt ist und nur noch das "Zeichen" des Schönen übrig bleibt. Das lässt sich an einer Stelle in Lewis Carrolls Alice im Wunderland 4 verdeutlichen. Alice erschrickt, als sie auf einem Ast die Grinsekatze sitzen sieht, die ihrem Namen alle Ehre macht. Sie ist wie all die sonderbaren Wesen im Wunderland von der Eloquenz eines Politikers und redet Alice in dem sich entspinnenden Gespräch nicht nur mühelos nieder, sondern verschwindet außerdem zwischendurch urplötzlich, um dann ebenso unvermittelt wieder aufzutauchen. Alice kann sich eine Bemerkung darüber nicht verkneifen: "... und ich würde mir auch wünschen, dass du nicht dauernd so plötzlich auftauchst und verschwindest. Da wird einem ja ganz schwindlig." "Aber gern", sagte die Katze und verschwand diesmal ganz langsam, zuerst die Schwanzspitze, zuletzt das Grinsen, das noch eine Weile blieb, nachdem alles andere schon weg war. "Also", überlegte Alice, "eine Katze ohne Grinsen habe ich ja schon öfters gesehen, aber ein Grinsen ohne Katze! Das ist das Merkwürdigste, was ich in meinem ganzen Leben je gesehen habe!" Diese Sze

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