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Mutiges Hasenherz von Leuchtmann, Dörte (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Mutiges Hasenherz

Der kleine Hase hat es zu Hause nicht leicht. Sein Vater lässt seine Launen an ihm aus und legt großen Wert auf die Fortführung des Familienunternehmens. In der Waldschule wird der Hasenjunge von den anderen Tieren ausgelacht, als Sonderling abgestempelt. Keiner nimmt sich so richtig seiner Not an. Bis er eines Tages Elli begegnet. Hallo liebe Leser und Leserinnen, ich bin Dörte Leuchtmann und wurde 1988 in Niedersachsen geboren. Es freut mich, dass du dich für mein Buch interessierst. Wenn ich nicht gerade schreibe, dann bin ich gerne mit meinem Hund Fips unterwegs, am liebsten wenn die Sonne scheint. Wenn dann noch mein Partner, der so fleißig lektoriert, mit an meiner Seite ist, wird der Tag perfekt. Mein berufliches zu Hause habe ich in der Traumazentrierten Fachberatung gefunden. Dort kann ich Menschen auf ihrem individuellen Lebensweg unterstützen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 76
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783749472352
    Verlag: Books on Demand
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Mutiges Hasenherz

Auf einer sonnenbeschienenen Wiese, im saftigen Frühlingsgrün, saß ein kleiner Hase. Er schaute verträumt in die Landschaft und wirkte, als würde er seinen Gedanken nachhängen. So richtig konnte er sie allerdings nicht greifen. Er wusste nur, dass er anders war, als die anderen Hasen im Wald. Schon lange zerbrach er sich den Kopf, was mit ihm los sei. Oft fragte er sich, ob er etwas falsch gemacht habe, doch fiel ihm nichts ein. Wenn er seine Eltern fragte, dann lachten diese nur und sagten, dass schon alles in Ordnung sei. Fragte er die anderen Hasen in der Hasenschule, lachten sie nur und bezeichneten ihn als Sonderling. Sie hatten ja auch Recht.

Hauptsächlich sollte er in der Schule das bunte Bemalen von Eiern lernen und sie mit schönen Motiven versehen. Doch er konnte nur mit den Farben Schwarz und Grau etwas anfangen. Alle anderen Hasen jedoch konnten mit den herrlichsten bunten Farben malen. Ihre Eier waren gelb, rot, blau, grün und weiß verziert.

Er kann sich erinnern, dass er dies auch einmal versucht hat und ganz stolz mit einem bunten Ei nach Hause kam. Seine Eltern waren nicht stolz oder freuten sich darüber, sie hatten das Ei genommen und verbrannt. Der Vater hatte ihm danach sehr eindringlich erklärt, dass es hier in dieser Familie keine bunten Eier geben würde.

"Wieso ist das so?", fragte der kleine Hase damals nach.

Sein Vater wurde daraufhin wütend, brüllte ihn an, dass er keine Fragen zu stellen habe.

Von diesem Zeitpunkt an, malten er nie wieder mit bunten Farben, sondern nutzte nur noch schwarz.

Vielleicht war es das, was ihn zum "Sonderling" abstempelte.

Schnell schüttelte er den Gedanken ab. Er wollte sich nicht damit beschäftigen. Wenn es schon immer keine bunten Eier in seiner Familie gegeben hatte, dann nahm er das so hin. Doch tief in ihm regte sich eine kleine leise Stimme, die von bunten Farben träumte, die gerne über die Wiese rennen und dabei die Blume pflücken würde. Eine Stimme, die gerne lachen, singen und tanzen würde, die das Leben in all seiner Vielfalt sehen möchte.

Noch einmal schüttelte er sich. Solche Gedanken waren nicht erwünscht. Der kleine Hase konnte förmlich seine Eltern hören, die sagten, dass er nicht so viele Flausen im Kopf haben soll. Bevor er weiter von einem Leben träumte, was er nie führen könnte, stand er auf und machte sich langsam auf den Weg nach Hause. Der Hasenbau seiner Familie lag am Waldesrand. Manchmal dachte er, dass sein Vater den Ort mit Absicht gewählt hatte.

Als der junge Hase die Tür zum Hasenbau öffnete, sah er, dass sein Vater mit strammen Schritt auf und ab ging. Aus Erfahrung wusste er, dass es dann meist ärger geben würde. Der Hasenvater erblickte den Heimkehrer und polterte sofort los.

"Wo bist du gewesen, du Herumtreiber?"

Sofort zog der Hase seinen Kopf ein und antwortete leise: "Ich war draußen auf der Wiese."

"Hast die Zeit wieder vertrödelt! Du bringst aber auch nichts zu Stande! Vertrödelst deine Zeit, lässt deine Mutter mit dem Abendessen warten und gibst mir noch freche Antworten!"

"Ich hab dir doch nur gesagt, wo ich gewesen bin", erwiderte er kleinlaut.

"Und jetzt hast du auch noch Wiederworte!"

Der Hasenvater redete sich immer mehr in Rage. Wütend kam er auf den Hasenjungen zu und packte ihn mit seinen Pfoten an den Ohren.

"Sowas dulde ich in meinem Bau nicht! Verschwinde hier! Ich will dich heute nicht mehr sehen."

Um seine Worte zu bekräftigen schliff er den kleinen Hasen an den Ohren zu seinem Zimmer.

Er wusste gar nicht wie ihm geschah. In seinem Zimmer suchte er Schutz in einer Ecke.

Was war da gerade nur geschehen? Keine Ahnung! In Gedanken ging er einige Punkte durch, auf die sein Vater stets Wert legte.

Er war pünktlich zu Hause gewesen.

Sein Fell war sauber.

Auf seine Frage wo er gewesen sei, hatte er ehrlich geantwortet.

Pünktlichkeit, Sauberkeit, Ehrlichkeit - dies

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