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Spirituelle Krieger Wie Yoga Männern Kraft gibt von Broome, Patrick (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.05.2016
  • Verlag: nymphenburger Verlag
eBook (ePUB)
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Spirituelle Krieger

Wie starke Männer zum Yoga fanden Inspirierende Biografien von Männern, die mit Yoga eine Lebenskrise überwunden haben, zeigen die Kraft des alten indischen Heilwegs. Patrick Broome, der Yogalehrer der amtierenden Fußball-Weltmeister, berichtet von seinem eigenen, sehr persönlichen Weg, auf dem er die wohl schwerste Krise in seinem Leben zu überwinden hatte. Daneben beschreiben acht Weggefährten, wie Yoga ihnen im täglichen Leben hilft, u. a. Oliver Bierhoff, Manager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft; Jochen Schweizer, Weltrekordler, Unternehmer und Wegbereiter des Bungeesports; Bobby Dekeyser, Gründer des Möbelunternehmens Dedon, der mit einer Stiftung junge Menschen unterstützt, ihre Träume zu leben.

Patrick Broome, promovierter Psychologe und seit 1998 Yogalehrer, leitet eine Yogaschule in München und bildet international Yogalehrer aus. Seit Mai 2005 ist er der Yogalehrer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und machte Yoga mit der WM-Mannschaft 2014 in Brasilien. 2009 erschien sein Buch 'Yoga für den Mann', 2012 'Yoga für alle'. www.patrick-broome.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 26.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783485061117
    Verlag: nymphenburger Verlag
    Größe: 2585kBytes
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Spirituelle Krieger

P ATRICK BROOME

Von einem, der auszog, um sich selbst zu finden

© Heike Wasem-Hasso

Standpunktkoordinaten: Hier. Jetzt. Heute.

Im Jahr 2014 sind zwei äußerst bedeutungsvolle Dinge in meinem Leben geschehen, die auf den ersten Blick zunächst einmal herzlich wenig miteinander zu tun haben. Im Sommer dieses schicksalhaften Jahres wurde ich als Yogalehrer der Deutschen Fußballnationalmannschaft in Brasilien Teil der Weltmeister-Euphorie und erlebte alle Höhen und Tiefen der Spieler hautnah mit. Geführt wurden diese Männer von einem Trainerteam, das in die Fähigkeit der Mannschaft vertraute und dieser vor allem unterstützend zur Seite stand. Angeführt von einem Cheftrainer, der sich von kleineren und größeren Rückschlägen nicht aus der Ruhe bringen ließ und gelassen beobachtete, wie sich die Dinge ganz von selbst entwickelten und schließlich zum Großen und Ganzen zusammenfügten. Getragen wurde dieses Vertrauen von der Kraft der Zuversicht: vom unerschütterlichen Optimismus.

Die Psychologieprofessorin Dr. Astrid Schütz forscht seit vielen Jahren zu diesem Thema. "Optimismus heißt, positive Ergebnisse zu erwarten", erklärt sie. "Die Grundannahme lautet: Es wird schon gut ausgehen" (siehe dazu Ingrid Kupczik: "Optimismus: Die Kraft der Zuversicht"). Dahinter steht das tief verwurzelte Vertrauen, dass die Dinge sich - irgendwie - in der gewünschten Weise entwickeln werden. In Verbindung mit einer hohen "Selbstwirksamkeitserwartung" wirkt diese Haltung wie ein Zauberspruch. Die Macht der Selbstwirksamkeit basiert auf der Überzeugung, dass die eigene positive Entwicklung selbst aktiv bewirkt werden kann. Forscher gehen davon aus, dass ein zuversichtlicher Charakter zu etwa 30 Prozent genetisch bedingt ist. Der weitaus größere Anteil resultiert jedoch aus dem Erleben positiver Lebenserfahrungen.

Zum anderen ging mit dem Tod des von mir hochgeschätzten indischen Großmeisters B. K. S Iyengar symbolisch die Ära des sogenannten Guru-Yoga zu Ende: Die Emanzipation des Schülers vom Lehrer war damit unausweichlich geworden. Yoga wirkt - unabhängig vom Kult und vom Lehrer, der seinen Schüler ein Stück weit führt und ihm hilft, sich auszurichten. Anschließend muss der Weg jedoch unbedingt auf eigenen Beinen fortgesetzt werden, damit der Schritt in die Selbstwirksamkeit gelingt.

Yoga wurde in den letzten Jahrzehnten mit allen möglichen Heilsversprechen überfrachtet: vom Weltfrieden über den Umweltschutz bis hin zur generalisierten Erlösung von sämtlichem Leid. Die Autorin Pearl S. Buck meinte dazu einst lakonisch: "Wer die Welt verbessern will, sollte gleich bei sich selbst anfangen." Vielleicht dient Yoga ja einfach nur als "Werkzeug", damit wir uns in unserem Körper etwas wohler fühlen und lernen, das Auf und Ab des Lebens zu meistern, uns von Rückschlägen zu erholen und gelassen durch den Alltag zu gehen. Der bekannte Yogalehrer David Swenson erklärte vor vielen Jahren einmal auf einem Workshop, dass er ohne Yoga verrückt werden würde. Der "Zauber" des Yoga wirkt also von selbst - ganz ohne Hokuspokus ...

Nichts ist beständiger als der Wandel

Meine Geschichte begann vor fast einem halben Jahrhundert, als ich im beschaulichen Kulmbach geboren wurde. Zu jener Zeit also, als der Lieblingsmoderator meiner Mutter, Thomas Gottschalk, seinen Charme über den Äther versprühte. Einem Gerücht zufolge wurde ich nach einer feuchtfröhlichen Faschingsparty aufgrund eines verzögerten Coitus interruptus im Fonds des klapprigen VW Käfers meines Vaters Jim gezeugt. Die Begeisterung meiner damals knapp 19-jährigen Mutter hielt sich jedoch - verständlicherweise - in Grenzen, als sie von der Schwangerschaft erfuhr. Ich war kein Wunschkind. Und das spürte ich sehr schnell.

Weil meine Mutter arbeiten musste, um mich und meinen Vater, der noch am Abitur laborierte, zu ernähren, kam ich zu meiner Großmutter. Als mein Vater mit Pauken und

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