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In der Box Wie CrossFit® das Training revolutionierte und mir einen völlig neuen Körper verlieh von Murphy, T. J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.03.2013
  • Verlag: riva Verlag
eBook (ePUB)
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In der Box

Als der Journalist T.J. Murphy zum ersten Mal eine CrossFit®-Box betrat, tat er dies nicht, um anschließend darüber zu schreiben. Nach vielen Jahren exzessiven Lauftrainings konnte sich der 47-Jährige nur noch humpelnd fortbewegen. Verzweifelt versuchte er, seine frühere Fitness zurückzuerlangen, und als in seiner Nachbarschaft eine CrossFit-Filiale eröffnet wurde, gab er diesem neuen Fitnesstrend eine Chance. In der Garage von Fitnessguru Greg Glassman hatte alles angefangen - heute gibt es weltweit mehr als 4000 Einrichtungen, in denen CrossFit betrieben wird. Diese "Boxen" sind ehemalige Lagerhallen, Industrieanlagen oder Hinterhöfe, die mit Matten, Kettlebells, Gewichten, Seilen, Medizinbällen und Lkw-Reifen ausgestattet sind. Die CrossFitter führen Kniebeugen, Kastensprünge oder Gewichthebeübungen in einem vorgegebenen Zeitraum so oft wie möglich aus. Das Training ist extrem anstrengend, danach sind die Athleten schweißgebadet und dank maximaler Endorphinausschüttung glücklich wie nie. Die hochintensiven Workouts verbessern die Fitness in allen Bereichen und führen zu schnellem Gewichtsverlust und einem definierten Körper. Im Gegensatz zu normalen Fitnessstudios ist das Gemeinschaftsgefühl in den Boxen sehr ausgeprägt und spornt die CrossFitter stets zu neuen Höchstleistungen an. Mit Leidenschaft und Ehrgeiz widmen sie sich ihrem Training und ihrer Ernährung und erfinden sich in ihrem verwandelten Körper ganz neu. In der Box wirft ein Licht auf dieses faszinierende Phänomen, das Leben retten kann und die Fitnesswelt im Sturm erobert. In diesem Buch beschreibt Murphy, was mit ihm geschah, als er mit Cross-Fit begann. Hält der Hype, was er verspricht? Ist CrossFit gesund? Funktioniert es?
T. J. MURPHY ist ein ehemaliger Ausdauerathlet und früherer Chefredakteur der Magazine Triathlete, Inside Triathlonund Competitor. Heute ist er ein überzeugter Crossfitter. Er schreibt für diverse Zeitschriften wie Runner's Worldund Outsideund hat als Autor schon zu drei Sportbüchern beigetragen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 08.03.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864133428
    Verlag: riva Verlag
    Größe: 13329kBytes
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In der Box

Prolog

"Wenn die Gewichte nicht in 30 Sekunden gewechselt sind, trete ich dir in den Arsch."

Mein Gott, dachte ich, während ich eine grün gummierte Hantelscheibe auf die 20 kg schwere Hantelstange packte und Mühe damit hatte, sie mit der Klammer zu fixieren. Ich tat mein Bestes, um die Fassung zu bewahren, aber vor der bevorstehenden Übung hatte ich einen Heidenrespekt: In einer fließenden Bewegung sollte ich eine 61 kg schwere Hantel vom Boden heben und über den Kopf stemmen - bei den Olympischen Spielen nennt man diese Technik "Reißen". 61 kg überstiegen meinen persönlichen Rekord um ganze 9 kg. Vor meinem geistigen Auge sah ich mich jämmerlich scheitern, was meine Erwartungen an mich selbst weiter dämpfte.

Stellen Sie sich eine Wellnessoase mit chromglänzenden Hanteln und gediegenen Umkleideräumen vor. Dann stellen Sie sich das genaue Gegenteil vor und Sie haben eine ungefähre Vorstellung davon, wie der Ort aussah, an dem ich trainierte. Das San Francisco CrossFit (SFCF) befindet sich auf einem Parkplatz hinter einem großen Sportfachgeschäft im Presidio, einem ehemaligen Militärstützpunkt. Es gibt dort keine Türen, nur mit Graffiti besprühte Container, eine Plastik-Überdachung, die laute Reißgeräusche von sich gibt, wenn der Wind dagegen schlägt (was eigentlich immer der Fall ist), und schwarze Gummimatten. Beleuchtet wird das Ganze durch vergitterte Bau-Scheinwerfer. Auf ein Whiteboard, das vor einer Betonwand steht, wurde das Kürzel "HTFU" gekritzelt. Es ist ein in der Welt des CrossFit allseits bekanntes Akronym, das Harden The Fuck Up bedeutet, auf Deutsch etwa "Reiß dich verdammt noch mal zusammen". Im SFCF ist das keine leere Floskel. Die Sportler trainieren hier bei Nacht, bei Regen und auch wenn ein unangenehmer, nasskalter Wind weht.

Und jetzt bin ich hier und kämpfe mit der zweiten Stufe der CrossFit Open. Kelly Starrett, der Besitzer der Einrichtung und mein heutiger Trainer, hat schon einmal damit gedroht, mir in den Arsch zu treten, und zwar während der ersten Phase der Qualifizierung für die CrossFit Games. Er dachte, ich würde mit meinen Kräften haushalten und mich nicht genügend anstrengen - eine Einstellung, die er zutiefst verachtet (obwohl das überhaupt nicht zutraf). Schlussendlich schaffte ich die erste Runde mit durchaus passablen Ergebnissen, die mich den Spielen einen Schritt näher brachten. Jetzt, heute, nahm ich an der zweiten Ausscheidungsrunde der Open 2012 teil.

Die Games sind eine dreitägige Veranstaltung, die aus extrem anspruchsvollen Wettbewerben besteht, in denen die Sportlichkeit und körperliche Fitness der Teilnehmer auf eine harte Probe gestellt werden. Sie basieren auf einem Trainings- und Fitnesskonzept namens CrossFit, das sich immer stärker ausbreitet und mittlerweile in über 4000 Studios weltweit praktiziert wird (Tendenz steigend). Die besten CrossFit-Jünger, die bei den CrossFit Open sowie verschiedenen Regionalwettbewerben ermittelt werden, qualifizieren sich für die drei Tage währenden CrossFit Games. Ich nahm zum ersten Mal daran teil und befand mich gerade in der zweiten Woche eines fünfwöchigen Turniers, zusammen mit Tausenden anderen CrossFit-Sportlern, die aus dem ganzen Land herbeigekommen waren und sich derselben Prüfung unterzogen wie ich, als mich der SFCF-Mitinhaber und Cheftrainer anblaffte.

"Noch 20 Sekunden."

Ich musste mich zusammenreißen. Tatsächlich versuchte ich keineswegs, meine Kräfte einzuteilen. Ich wollte nur die Schmach abwenden, die mir unvermeidlich bevorzustehen schien. Angesichts meiner praktisch nicht vorhandenen Erfahrung im Reißen hätte ich nämlich genauso gut versuchen können, statt der 61 kg einen Kleinwagen zu stemmen. Ich bestückte die Hantelstange jetzt aber schneller, weil ich gewiss nicht von einem 105 kg schweren ehemaligen Profi-Kanuten, der mindestens doppelt so stark war wie ich, in den Arsch getreten werden wollte.

Dieses Workout des Wettkampfs lief

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