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Mobility Das große Handbuch von Meinart, Patrick (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.09.2018
  • Verlag: riva Verlag
eBook (ePUB)
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Mobility

Wenn wir von Bewegung sprechen, denken wir an Gliedmaßen, Muskeln, Sehnen und Knochen, Herz und Kreislauf. Doch tatsächlich laufen alle unsere Bewegungen auch als neurologische Muster im Gehirn ab, und zwar bevor und während sie in sichtbare Bewegungen umgesetzt werden. Dieses Buch nimmt eine neurozentrierte Sichtweise auf unsere Bewegungen ein und rückt das Gehirn in den Fokus. Der Mobility-Experte Patrick Meinart und die Wissenschaftsjournalistin Johanna Bayer stellen dar, wie Bewegung und Mobilität vom Gehirn gesteuert und beeinflusst werden und wie wir neurologische Muster durch Training umprogrammieren und verbessern können, um Leistungsblockaden zu lösen, Schmerzen zu beseitigen und Beweglichkeit zurückzugewinnen. Neben der ausführlichen Darstellung der Neurophysiologie, der Biomechanik, der Prinzipien des Mobility-Trainings sowie einem Vergleich zum funktionellen Training und zum Stretching werden Themen wie Körperhaltung, chronische Schmerzen, Techniken und Geräte behandelt. Mit über 100 bebilderten Übungen, die ausführlich beschrieben sind, setzt dieses Buch neue Standards. Die praxistaugliche und verständliche Darstellung der Zusammenhänge zwischen Körper und Gehirn macht es für Trainer, Athleten und Laien gleichermaßen wertvoll. Patrick Meinart hat Psychologie und Sport in Köln studiert. Seit 2012 führt er das Ausbildungsinstitut RELEASE FITNESS, das schwerpunktmäßig Fortbildungen im Bereich Mobility und im neurozentrierten Training anbietet. Jährlich schult er bis zu 1000 Trainer in Seminaren und Vorträgen. Als Redner und Referent ist er europaweit tätig. Johanna Bayer ist Wissenschaftsjournalistin und Autorin für Fernsehsendungen bei ARD, WDR und Arte sowie für Publikumsmagazine. Sie veröffentlicht regelmäßig zu medizinischen Themen, darunter Muskeln und Bewegung, Ernährung, Hirnforschung und Anthropologie und ist Koautorin der Bestseller Faszien-Fitness und Faszien-Krafttraining.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 10.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959716727
    Verlag: riva Verlag
    Größe: 27541 kBytes
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Mobility

Mein Weg zum Mobility-Training

Wir trainieren, um besser zu werden. Und wir werden besser, wenn wir beweglich sind. Das ist, in aller Kürze, der Kern des Mobility-Trainings. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um ambitionierte Profis oder um Hobbysportler mit Spaß an der Sache handelt. Der Mitbegründer von Nike, Bill Bowerman, hat das einmal so formuliert: "If you have a body, you are an athlete" - "Wenn du einen Körper hast, bist du auch ein Sportler."

Am Beginn meines Weges als Sportler stand zunächst einmal tatsächlich eher ein Körpergefühl: Ich spürte, dass Yoga und Beweglichkeitstraining mir halfen, mich in meinem Körper besser zu fühlen. Als Jugendlicher war ich begeistert von Kampfsportlern, die für mich perfekte Kontrolle und Beweglichkeit verkörperten. Also begann ich mit Judo, probierte Karate aus, ging dann über zum Thaiboxen und landete schließlich beim Luta Livre, einer brasilianischen Wrestling-Sportart. Hier wird zwar keine perfekte Beweglichkeit vorausgesetzt, aber es war die Körperbeherrschung, die mich faszinierte. Mit 16 Jahren hatte ich auch meine erste Yogastunde. Da ging es plötzlich um Körper und Geist, das war ein neuer Aspekt. Und auch hier sprach mich vor allem das Verbinden und Überschreiten von engen Grenzen an. Interesse an Krafttraining hatte ich damals kaum, was sich zum Glück noch ändern sollte. Später stieß ich auf Alvaro Romano und Steve Maxwell, die ebenfalls aus dem Kampfsport kamen und daraus eigene Bewegungskonzepte kreiert hatten. Mir gefiel die Idee, im Training den eigenen Körper ohne jegliches Equipment zu nutzen und die persönlichen Grenzen auszuloten.

Als ich mein Psychologie- und Sportstudium begann, war ich, sehr zur Freude meiner Gymnastik-Tanz-Dozentin, begeistert von allen Formen des Beweglichkeitstrainings, anders als viele meiner männlichen Kommilitonen. Aber damals, in den 2000er-Jahren, gab es in Deutschland noch nicht viele Trainer, die sich speziell mit dem Thema Beweglichkeit unabhängig von bestimmten Disziplinen beschäftigten. Ich musste also ins Ausland schauen.

Vollends überzeugt hat mich schließlich Eric Cobb von Z-Health. Seine neurozentrierte Sichtweise habe ich in mein Mobility-Training integriert - ohne die Inspiration von Dr. Cobb würde es dieses Buch nicht geben. Und doch habe ich meinen ganz eigenen Ansatz entwickelt und arbeite anders als Trainer, die sich Mobility ebenfalls auf die Fahnen geschrieben haben, wie zum Beispiel mein geschätzter Kollege Kelly Starrett, der Doktor der Sportphysiotherapie ist. Wir unterscheiden uns aber darin, dass ich vornehmlich gehirnbasiert vorgehe, während Kelly sich weiterhin stark auf die Mechanik der Gelenke und die Statik des Körpers konzentriert. Natürlich spielen Anatomie und Biomechanik immer eine zentrale Rolle im Mobility-Training. Für mich ist aber im Verlauf meiner Arbeit die neurophysiologische Seite der Bewegung besonders wichtig geworden, und dafür gibt es nicht nur einen Grund. Im Psychologiestudium habe ich natürlich viel über die Bedeutung des Gehirns gelernt und auch eine Ahnung davon bekommen, welche Rolle es für Bewegung spielt. Der Mobility-Ansatz, Muskeln, Mechanik und Gehirn in der Bewegung zusammenzubringen, war dann etwas ganz Neues. So etwas hatte ich in den konventionellen Trainingswissenschaften noch nie gesehen: einen ganzheitlichen, holistischen Zugang zu Bewegung. Noch dazu sind die Funktionsweisen des Gehirns längst nicht vollständig erforscht und gerade diese Möglichkeit, in neue Gebiete vorzudringen, treibt mich bis heute weiter an. Es wird in allen beteiligten Wissenschaften immer klarer, dass das Wunder der menschlichen Bewegung tatsächlich noch mehr im Gehirn begründet ist, als wir uns das bisher vorstellen konnten.

Unser Körper ist nämlich in einer Vielfalt und Komplexität für Bewegung und Beweglichkeit konstruiert, wie sie in der Natur einzigartig ist. Der Mensch ist das Lebewesen mit dem größten Bewegungsspektrum üb

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