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Training für die Faszien Die Erfolgsformel für ein straffes Bindegewebe. Empfohlen von Dr. Robert Schleip von Müller, Divo G. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.11.2015
  • Verlag: Südwest
eBook (ePUB)
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Training für die Faszien

Fit, gesund und schön mit Faszientraining für ein straffes Bindegewebe Die Faszien bilden in unserem Körper ein Netz und geben ihm dadurch Halt, Struktur und Form. Ob der Oberschenkel straff gespannt oder eher wie Wackelpudding aussieht, hängt im Wesentlichen vom Tonus der ihn umgebenden, bindegewebigen Hülle ab. Deshalb müssen wir neben den Muskeln auch die Faszien trainieren, denn nur dann haben wir eine gut geformte straffe Körperkontur, und nur so werden wir Cellulite, Winkeärmchen und den Hängepo dauerhaft los. Faszientraining sorgt aber nicht nur für einen fitten Körper, sondern auch dafür, dass wir uns mit jugendlicher Spannkraft, leichtfüßig federnd und schmerzfrei bewegen können. Divo Müller hat in Zusammenarbeit mit dem Faszienforscher Dr. Robert Schleip ganz neue Übungen für Menschen entwickelt, die ein eher schwaches Bindegewebe haben, und stellt dieses Ganzkörperprogramm nun erstmals in einem anschaulich bebilderten Ratgeber vor. Divo G. Müller, geb.1961, ist Heilpraktikerin und Körpertherapeutin. Zusammen mit namhaften Bewegungswissenschaftlern entwickelte sie das außergewöhnliche Körpertraining Bodybliss. Divo G. Müller ist bekannt über Publikationen und DVDs in Funk und Fernsehen, hält Vorträge und Workshops im In- und Ausland und bietet ein abwechslungsreiches Bewegungsprogramm in ihrem Studio in München an.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 02.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641166793
    Verlag: Südwest
    Größe: 11863 kBytes
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Training für die Faszien

KAPITEL 1

Faszien: das vergessene Organ

Bis vor ein paar Jahren waren Faszien nur wenigen Insidern bekannt. Neben einigen alternativen Manualtherapeuten und im wahrsten Sinne des Wortes eingefleischten Wissenschaftlern hatte lediglich noch die Fleischindustrie ein Interesse daran, sich mit dem weißen, fasrigen Zeug auseinanderzusetzen - zartes Fleisch verkauft sich nun mal besser als zähes.

Zart oder zäh, diese Frage wird ganz wesentlich auf der Ebene des intramuskulären Bindegewebes entschieden. Einer kleinen Gruppe von Manualtherapeuten - allen voran den Osteopathen - war das muskuläre Bindegewebe bereits im letzten Jahrhundert ein Begriff. Bereits der Urvater der Osteopathie Andrew Taylor Still (1828-1917) hatte der Faszie außergewöhnliche Eigenschaften und eine umfassende Bedeutung für Heilung zugesprochen. Allerdings rein intuitiv, seine Erkenntnisse entzogen sich einer klaren wissenschaftlichen Grundlage. Dr. Ida Rolf, eine amerikanische Biochemikerin, entwickelte daraus das Rolfing, eine Bindegewebsmassage, und es entstanden weitere sogenannte myofasziale Therapien, die beachtliche Heilerfolge aufweisen konnten. Dennoch waren die dafür herangezogenen Erklärungsmodelle aus heutiger Sicht veraltet und nur wenig überzeugend.

Mittlerweile herrscht weltweit Aufbruchstimmung. Seit dem ersten internationalen Fascia Research Congress 2007, der an der renommierten Harvard Medical School in Boston stattfand, ist das Thema Faszien en vogue. Angeführt wird dieses Feld von Pionieren und Andersdenkern wie der jungen, aufstrebenden Anatomieprofessorin Carla Stecco (Universität Padua), die erst kürzlich in einem historischen Akt den ersten Faszien-Anatomieatlas der Medizingeschichte veröffentlicht hat. Oder von der führenden Faszienforscherin Dr. Helen Langevin (Harvard Medical School), die unter anderem herausfand, dass die Wirkung der Akupunktur auch auf eine Stimulation der bindegewebigen Kollagenfasern und der Kollagen produzierenden Zellen, der Fibroblasten, zurückzuführen ist. Und von dem spätberufenen Forscher Dr. Robert Schleip (Fascia Research Group, Universität Ulm), der seine Karriere als Psychologe und Körpertherapeut (Rolfer und Feldenkraislehrer) begann und inzwischen zum internationalen Netzwerker in Sachen Faszination Faszien avanciert ist.

Manches aus dem Bereich der aktuellen Forschung belegt altes intuitives Wissen und damit die dem unseriösen Bauchgefühl zugeschriebenen Erkenntnisse von Andrew Taylor Still und Kollegen. Manches muss aus heutiger Sicht relativiert und neu bewertet werden. Doch darüber hinaus führt das bislang von der medizinischen Forschung als relativ wertloses Füllmaterial vernachlässigte Gewebe in echtes Neuland. Und immer mehr entpuppen sich dieses bindegewebige Netz und sein flüssiger Gegenspieler, die Grundsubstanz, zu einem wahren Tausendsassa-Gespann, das an allen Ecken und Enden des Körpers zu finden ist. Im menschlichen Organismus sind Faszien nicht nur an jeder Bewegung beteiligt, sie sind offensichtlich mitverantwortlich für zahlreiche Krankheitsbilder wie chronische Rückenschmerzen und viele andere Formen von Weichteilbeschwerden. Sie interagieren unmittelbar mit dem autonomen Nervensystem und reagieren sensibel auf Stress, zudem scheinen sie unser größtes Sinnesorgan für die Körperwahrnehmung zu sein. Eine aktuelle, hoffnungsvolle Spur deutet sogar darauf hin, dass auch die Entwicklung von Krebs mit dieser Matrix des Lebens zu tun haben könnte - woraus sich möglicherweise neue Behandlungsansätze ergeben.

Noch stehen wir am Anfang und vieles bedarf weiterer geduldiger und fundierter Forschung. Eines zeichnet sich aber bereits ab: dass das bislang zum reinen Lückenbüßer verunglimpfte Gewebe derzeit einen nicht aufzuhaltenden Siegeszug antritt - mit weitreichender Bedeutung für Bewegung, Gesundheit und Therapie. Die modernen Untersuchungstechniken machen es möglich, das Zeitalter des Bindegewebes hat b

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