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Abnehmen mit dem Darm Die sensationelle Mikrobiom-Diät von Kirschner-Brouns, Suzann (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.12.2018
  • Verlag: Merian / Holiday, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag
eBook (ePUB)
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Abnehmen mit dem Darm

Ob wir rund oder schlank sind, entscheidet sich ganz maßgeblich in unserem Darm. Die dort lebenden Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, Viren) bestimmen, welche Lebensmittel verdaut werden, wie viele Kalorien wir aus der Nahrung aufnehmen und in einen Rettungsring umwandeln. Erste Studien zeigen, dass es spezielle Mikroben gibt, die uns schlank und andere, die uns dick machen. Die entscheidende Frage ist: Wie lässt sich die ideale Bakterienzusammensetzung im Darm herstellen, um abzunehmen? Die Antwort lautet: Ballaststoffe in Obst, Gemüse, Vollkorn, Hülsenfrüchten und Nüssen sowie Fermentiertes (z. B. Sauerkraut oder selbstgemachter Joghurt) reichern die Darmflora mit schlankmachenden Bakterien an; Alkohol, einige Medikamente und viel Zucker dagegen schaden ihr. Dieser Ratgeber beschreibt den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand zum Mikrobiom, gibt vielfältigste Ernährungshinweise und hilft durch die zahlreichen Rezepte, die Darmflora auf schlank zu trimmen. Ira König war als Autorin für mehrere Fachzeitschriften tätig und arbeitet heute als Foodredakteurin in einem großen Verlag. Die Ernährungsexpertin ist selbst leidenschaftliche Köchin und entwirft am liebsten ihre eigenen kulinarische Kreationen, in diesem Fall für Freunde mit Kindern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 11.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833867910
    Verlag: Merian / Holiday, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag
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Abnehmen mit dem Darm

DAS MIKROBIOM - EINE KOMPLEXE LEBENSGEMEINSCHAFT

"Kommt herein, groß und klein!" Überall auf und in unserem Körper beherbergen wir mikroskopisch winzige, mit dem bloßen Auge nicht zu erkennende Wesen. Sie tummeln sich unter anderem auf der Haut, in der Mundhöhle, in der weiblichen Scheide und im Darm.
DIE ENTSCHLÜSSELUNG

Das Staunen in der Medizin über das Volk in unserem Darm lässt nicht nach. Die Entdeckung der Darmmikroben hat das Verständnis von Gesundheit und Krankheit in fast allen Fachdisziplinen durcheinandergewirbelt und tut es immer noch. Vor einigen Jahren besaß man nur die Möglichkeit, bei Erkrankungen des Darms Stuhlproben zu entnehmen und auf einem Nährmedium im Labor einige wenige, im Kot vorhandene Keime anzuzüchten und nachzuweisen. Durch neuartige Methoden, das sogenannte next generation sequencing, ist jedoch die Analyse des sehr großen Keimspektrums des Darms möglich geworden. Vor zehn Jahren startete man analog zum Humangenomprojekt, in dessen Rahmen von 1990 bis 2003 das menschliche Erbgut vollständig entschlüsselt wurde, das Human Microbiome Project (HMP). Das HMP war eine Initiative des amerikanischen National Institute of Health, für das 5 000 menschliche Darmproben untersucht wurden. Ziel des Projekts war es, alle auf dem und im Körper lebenden Mikroorganismen zu identifizieren und ihre Funktion zu analysieren. Dazu entnahm man Mikroben von der Haut, aus Mund, Verdauungstrakt, Urogenital- und Atmungstrakt. Von Interesse waren in diesem Zusammenhang auch die Fragen, wie uns die Mikroben helfen, gesund zu bleiben, und wie sie uns nützlich sein können bei der Behandlung von Krankheiten.

Im Jahr 2012 war es dann so weit. Den Forschern war es innerhalb von nicht einmal fünf Jahren gelungen, die Gene der Mikroben, die sich im menschlichen Körper befinden, zu entschlüsseln, darunter Bakterien und Einzeller wie Hefen und Protozoen. Bakterien finden sich eindeutig in der Überzahl: Fast 99 Prozent der entschlüsselten Gene gehören zu ihnen, genauer gesagt sind sie den ca.1 000 verschiedenen Bakterienarten zuzuordnen. Die Zahl der unterschiedlichen Stämme wird allerdings permanent nach oben korrigiert. Die Gesamtheit der Gene aller Mikroben, also eigentlich der Bakterien, im menschlichen Körper wird als Mikrobiom bezeichnet. Weil fast alle Bakterien im Darm leben, setzt man im allgemeinen Sprachgebrauch das Wort Mikrobiom mit den Darmbakterien gleich.

Vor allem in der Medizin ist das Interesse groß, neue Erkenntnisse zur Darmflora zu gewinnen, die eines Tages für die Behandlung von chronischen Krankheiten nützlich sein oder vielleicht sogar den Durchbruch zum Beispiel in der Alzheimerforschung bringen könnten (siehe ).

Inzwischen sind im zentralen Studienregister der US-nationalen Gesundheitsinstitute mehr als 2 000 Studien zum Thema Mikrobiom registriert. Hierzu zählen aktuelle Studien zu Mikrobiom und Schwangerschaft (Frühgeburt), zu Mikrobiom und Entstehung von Diabetes Typ 2 sowie zu Mikrobiom und dem Verlauf von entzündlichen Darmerkrankungen. Molekulargenetische Methoden wendet man heute auch im Rahmen von labordiagnostischen Untersuchungen bei Darmerkrankungen an (zum Beispiel bei Morbus Crohn, Pilzerkrankungen etc.).
EINE WUNDERBARE FREUNDSCHAFT

Zwischen uns und unseren winzigen Gästen besteht eine Symbiose: Wir geben ihnen Kost und Logis sowie ein für sie optimal warmes Milieu im dunklen Darm - denn die Dunkelheit lieben sie ganz besonders. Im Gegenzug zersetzen die Bakterien unsere Nahrung, spalten Zuckermoleküle, produzieren kurzkettige Fettsäuren (siehe ), Vitamine (B1, B2, B6, B12, K2, H) und gewinnen alle essenziellen und nicht-essenziellen Aminosäuren. Sie beseitigen giftige Schadstoffe, die bei der Verdauung wie zum Beispiel beim Gallensäureabbau entstehen, und sorgen mit ihren eigenen Stoffwechselprodukten für einen sauren pH-Wert im Da

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