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Abnehmen mit Köpfchen Programmieren Sie Ihr Gehirn auf schlank von Thompson, Susan Peirce (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.07.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Abnehmen mit Köpfchen

Endlich schlank! Dr. Susan Peirce Thompson präsentiert ihre bahnbrechende Abnehmstrategie, die auf neuesten Erkenntnissen der Neurowissenschaften, Psychologie und Biologie basiert. Sie erklärt, warum Menschen, die verzweifelt versuchen, Gewicht zu verlieren, immer wieder scheitern: weil ihr Gehirn das Abnehmen blockiert. Dr. Thompsons simpler Ansatz macht damit Schluss und programmiert das Gehirn auf "schlank": Vier klare Regeln helfen dabei, dauerhaft Pfunde zu verlieren, Gelüste loszuwerden und die Selbstsabotage zu stoppen.

Dr. Susan Peirce Thompson ist außerordentliche Professorin für Neuro- und Kognitionswissenschaft an der University of Rochester und Expertin für die Psychologie des Essens.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 16.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641223625
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Bright Line Eating
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Abnehmen mit Köpfchen

KAPITEL 1

Das "Willensloch"

Was also widerfährt den 108 Millionen diätwilligen Amerikanern, die ich im Prolog erwähnte? Jenen Menschen, die vergeblich versuchen abzunehmen, teilweise vier- bis fünfmal im Jahr? Meine These - die von der Wissenschaft gestützt wird - lautet, dass ihr Gehirn sie davon abhält. "Warum?", fragen Sie nun womöglich. "Warum sollte das Gehirn so etwas tun?" Denn eine solche These steht ganz offenbar im Widerspruch zu der Vorstellung, dass der Körper sich selbst überwacht, reguliert und heilt. Unter normalen, evolutionsgerechten Umständen könnte er das wahrscheinlich auch. Doch die Moderne hat viele menschliche Verhaltensweisen und Lebensumstände verändert. Studien zeigen, dass aktuelle Lebensmittel und Essgewohnheiten drei entscheidende Prozesse im Gehirn kapern und nachhaltiges Abnehmen damit fast unmöglich machen. Bright Line Eating zielt darauf ab, diese Prozesse wiederherzustellen und das Gehirn wieder auf unsere eigentlichen Ziele umzuprogrammieren. Wer sich auf Bright Line Eating einlässt und dabeibleibt, nimmt nur deshalb auf Dauer ab, weil Gehirn und Körper bei diesem Konzept auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten: ein unbeschwertes, freies Leben.

In den folgenden drei Kapiteln werden diese entscheidenden Prozesse einzeln dargestellt. Im Rest des Buches geht es darum, die Lösung zu erklären. Es ist wichtig, dass Sie diesen Teil nicht einfach überspringen und gleich zum Ernährungskonzept übergehen, nur weil Ihre Nachbarin schon 50 Kilo leichter ist und Ihnen dieses Buch in die Hand gedrückt hat und Sie nun unbedingt loslegen wollen. Erst müssen Sie vollständig begreifen, was in Ihrem Gehirn abläuft. Nur so verstehen Sie, warum Bright Line Eating funktionieren wird, wo so viele andere Versuche gescheitert sind.

In diesem Kapitel befassen wir uns zuerst mit etwas, das die meisten Menschen längst zu kennen glauben: der Willenskraft.

Was ist Willenskraft?

Willenskraft wird meist als moralische Charaktereigenschaft angesehen oder gilt als Werkzeug, das mit wachsender Entschlossenheit stärker wird. Wie nutzen wir sie? Indem wir sie mobilisieren. Diese Ausdrucksweise zeigt, wovon wir automatisch ausgehen: Dass die nötige Willenskraft bereits auf uns wartet. Wir müssen sie nur gezielt einsetzen. Wenn uns dies nicht gelingt, haben wir persönlich versagt.

Aber die Willenskraft ist etwas anderes und folgt anderen Gesetzen, als wir glauben.

Pünktlich zum Jahresbeginn fangen Millionen Menschen eine Diät an. Im Posteingang stapeln sich die E-Mails, das Internet wirbt an jeder Ecke, alle Zeitungen und Zeitschriften berichten von der neuesten Wunderdiät und dem aktuellsten Sportprogramm, und die Menschen glauben wie hypnotisiert daran, dass es diesmal endlich klappt. Nur dass der Erfolg dieser Diäten auf Willenskraft beruht, macht sich niemand bewusst. Die Programme schreiben vor, was wir essen dürfen und was nicht, wie wir Sport treiben sollen (und warum), und dann überlassen sie die langfristige Umsetzung dem Einzelnen.

Deshalb herrscht in den Fitnessstudios im Januar Hochbetrieb, bis die Anwesenheit im Februar wieder auf ein normales Maß zurückgeht. Und deshalb beginnt der Durchschnittsamerikaner schon im Frühling mit der zweiten Diät des Jahres.

In meinen Kursen zur Einführung in die Psychologie und zur Ernährungspsychologie frage ich College-Studenten regelmäßig, wie sie "Willenskraft" definieren würden. Die Mehrheit geht irrtümlicherweise davon aus, dass es sich dabei entweder um ein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal handelt oder um ein inneres moralisches Barometer.

Das stimmt allerdings beides nicht.

Willenskraft ist schlicht eine Hirnfunktion. Studien konnten zwar eine genetische Komponente nachweisen, die an der Stärke der Willenskraft beteiligt ist, [1] doch das ist keineswegs der einzige Aspekt. Wir sollten uns bewusst machen, dass Willenskraft nicht nur

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