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Der Diätkompass Was die Wissenschaft über das Abnehmen weiß. Über 50 Diäten im Vergleich von Cavelius, Anna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.03.2020
  • Verlag: riva Verlag
eBook (ePUB)
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Der Diätkompass

Mittlerweile gibt es Hunderte verschiedene Diäten, mit denen man seinen überflüssigen Pfunden zu Leibe rücken kann. Doch welche führen schnell und nachhaltig zum Erfolg? Um Licht ins Dunkel zu bringen, hat die Wissenschaftsautorin Anna Cavelius alle gängigen Diätmethoden unter die Lupe genommen und sich die Studienlage genau angesehen. In diesem Buch verrät sie die sieben Erfolgsformeln zum Abnehmen, mit welchen Diäten man langfristig und auf gesunde Art Gewicht verliert, welche Diät am besten zu einem passt und von welchen Methoden man lieber die Finger lassen sollte, weil sie unwirksam oder sogar schädlich sind. Anna Cavelius (M.A.) arbeitete nach dem Studium in München sowie an Universitäten in Italien und Spanien für einen US-amerikanischen Zeitschriftenverlag. 1995 machte sie sich als Redakteurin und Wissenschaftsautorin für medizinische und psychologische Sachthemen selbstständig und veröffentlichte seither viele erfolgreiche Ratgeber und Sachbücher, darunter mehrere Bestseller. Sie lebt mit Kindern & Katze in Oberbayern am Ammersee.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 15.03.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783745305203
    Verlag: riva Verlag
    Größe: 1199 kBytes
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Der Diätkompass

1. Trennen

Essen so viel man mag, solange bestimmte Nährstoffe einer Mahlzeit nicht zusammen verzehrt werden? Nie mehr Kalorienzählen? Trennkostdiäten, die dieses Basiskonzept zum Abnehmen empfehlen, gibt es schon seit knapp hundert Jahren und sie haben nach wie vor viele Fans. Heute gibt es zudem modernere Adaptionen, die das Konzept noch durch andere Prinzipien ergänzen, etwa Low Carb. Aber kann man wirklich abnehmen, indem man Nährstoffe wie Kohlenhydrate und Eiweiß getrennt voneinander verzehrt? Und sind die Mahlzeiten dann ausgewogen und gesund? Oder purzeln die Pfunde aus ganz anderen Gründen?

Um das Prinzip der Trennkostdiät zu verstehen, muss man einen Blick zurück in die Anfänge der Ernährungslehre werfen. Denn das Wichtigste beim Abnehmen durch Trennen ist das Auseinanderhalten der Nährstoffe Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß.

Mitte des 18. Jahrhunderts entdeckte der französische Chemiker Antoine Laurent de Lavoisier (1743-1794), dass der Stoffwechsel der zentrale Vorgang bei der Ernährung ist. Er erkannte, dass beim Atmen Sauerstoff aufgenommen und Kohlendioxid abgegeben wird. Seitdem konnte man Körperaktivitäten messen und in Kalorien umrechnen.

Der nächste bedeutende Schritt in der Ernährungslehre war die Einteilung der Nährstoffe. Anfang des 19. Jahrhunderts dachte der englische Arzt und Biochemiker William Prout (1785-1850) unter anderem über eine Einteilung der Nahrung in drei Stoffgruppen nach und nannte sie Albumine, Öle und Saccharide. Diese und andere Ergebnisse führte der einflussreichste Ernährungsforscher des 19. Jahrhunderts, der Deutsche Justus von Liebig (1803-1873), zusammen und formte mit Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten das Grundvokabular jeglicher Diätlehre, wobei Diätetik hier nicht als Abnehmform verstanden wurde, sondern wie im Wortsinn als eine gesundheitsförderliche Lebensweise (aus dem griechischen dìaita = Lebensweise), von der die Ernährung ein wesentlicher Bestandteil ist.

Auf der Basis der Nährstoffkunde entwickelte sich in den darauffolgenden Jahrzehnten das Konzept einer gesundheitsförderlichen Ernährung in Form einer Mischkost aus pflanzlichen und tierischen Bestandteilen, als die bürgerliche Esskultur entstand. Jetzt wollten die Menschen besser essen und hatten auch die Zeit und das Geld dafür. Innerhalb der bürgerlichen Familie gab es feste Essenszeiten und wöchentlich wiederkehrende Gerichte.

Verdrängt wurden damit traditionelle Regeln und Bedeutungen des Essens. Ursprünglich war Essen über Jahrtausende immer von Traditionen und jahreszeitlichen Kreisläufen bestimmt worden, auch die Religionen und ihre Fastenlehren hatten darüber bestimmt, was die Menschen in guten Zeiten aßen und was nicht. Ernährung wurde nun, mit der Klassifizierung der Nährstoffe, zu einer durch und durch rationalisierten Angelegenheit. Das war wichtig in einer Zeit, in der Gesundheit immer mehr zum individuellen und auch nationalen Wettbewerbsvorteil wurde. In der Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert nahm nicht nur die Bevölkerung in den Städten enorm zu. Gesundheit und Krankheit wurden in den medizinischen Wissenschaften nun gemessen, kontrolliert und bewertet. Zur Gesundheitspflege diente neben hygienischen Verhaltensweisen auch die "richtige Ernährung".

Auch wenn es den meisten Menschen in Europa in diesen Zeiten kaum gelang, die empfohlene Mischkost, geschweige denn die Zahl an Mahlzeiten pro Tag zusammenzubekommen, gab es auch solche, die eher ein Problem damit hatten, wie sie ihren Wohlstandsbauch wieder loswerden konnten. Zwischen 1900 und 1920 erschienen die ersten Gewichtstabellen, außerdem wurden Konfektionsgrößen für Kleidung eingeführt. Übergewicht wurde zunehmend negativ besetzt und pathologisiert. Die ersten Diätkuranstalten entstanden, in denen sich vor allem Adlige und Mitglieder der bürgerlichen Oberschicht behandeln ließen. Der französische Chirurg Paul Broca (1824-1880) erstellte schließlich eine Formel

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