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Die Pestizidlüge Wie die Industrie die Gesundheit unserer Kinder aufs Spiel setzt von Leu, André (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.02.2018
  • Verlag: oekom verlag
eBook (ePUB)
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Die Pestizidlüge

So oder so ähnlich argumentieren Agrarindustrie und Chemielobby seit Jahrzehnten. Geht es um Pestizide und andere synthetische Chemikalien werden Daten geschönt und Bedenken ignoriert. So orientieren sich etwa die Richtwerte, ab wann Pestizide schädlich (und damit verboten) sind, stets nach einem gesunden Erwachsenen. Dass ein Großteil der Bevölkerung, nämlich unsere Kinder, bei diesen Werten bereits massiv gefährdet sind, wird verschwiegen. Dabei bringen zahlreiche wissenschaftliche Studien den Einsatz von Pestiziden längst mit dem Anstieg von Krankheiten und Verhaltensstörungen in Verbindung. Ist das die Zukunft, die wir für unsere Kinder wollen? "Nein!", sagt André Leu - und entlarvt nicht nur die Mythen um die sicheren Pestizide, sondern weist auch einen Weg in eine pestizidfreie Landwirtschaft. André Leu ist Gründungsmitglied von Regeneration International, einer Organisation zur Förderung von regenerativen Anbaumethoden gegen den Klimawaldel. Als Präsident von IFOAM, der Internationalen Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen, ist er einer der renommiertesten Experten zu Fragen um den riskanten Pestizideinsatz in der konventionellen Landwirtschaft.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 26.02.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783962384333
    Verlag: oekom verlag
    Größe: 4987 kBytes
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Die Pestizidlüge

Die Wahrheit ans Licht bringen Vorwort von Vandana Shiva Ich sitze hier in Cordoba, Argentinien, dem Epizentrum des Anbaus von transgenem Soja und damit des Versprühens von Glyphosat, einem Herbizid, das von Monsanto auch unter dem Markennamen "Roundup" vertrieben wird. 300 Millionen Liter Glyphosat werden hier jährlich gespritzt. Das entspricht 5 Litern pro Kopf - die höchste Einsatzmenge weltweit. Cordoba ist auch das Epizentrum einer Gesundheitskrise, bei der Kinder den höchsten Preis bezahlen. Krebsraten und Geburtsfehler gehen steil nach oben. 6 bis 7 Prozent der Kinder, die hier zur Welt kommen, leiden unter Fehlbildungen. André Leus Buch "Die Pestizidlüge" ist ein überfälliger Weckruf an die Welt. Es präsentiert die neuesten Forschungsergebnisse zu der Epidemie, die durch Gifte in unserem Essen ausgelöst wird. Denn: Pestizide und Herbizide sind Gifte. Es ist an der Zeit, sie beim Namen zu nennen. André hat das getan. Wir brauchen eine Wissenschaft, die die Dinge beim Namen nennt, um ihre Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Kinder und ihre vermeintliche Notwendigkeit in der Nahrungsmittelproduktion richtig einzuschätzen. Aber nicht nur das. Das Buch zeigt, dass giftfreie Alternativen besser funktionieren, und zwar sowohl in der Schädlingsbekämpfung als auch in der Erzeugung gesunder, nahrhafter Lebensmittel. Es gibt wirklich also keine Rechtfertigung dafür, in der Pestizidtretmühle zu bleiben. Wie André Leu erläutert, beweisen wissenschaftliche Studien und die Praxis auf dem Acker, dass Agrarökologie und biologische Landwirtschaft mehr und besseres Essen erzeugen, und das ganz ohne Gift. Der Weltagrarrat (IAASTD) und der Weltklimarat für Landwirtschaft kommen zu dem Schluss, dass weder die Grüne Revolution mit ihren Chemikalien noch die Gentechnikrevolution mit ihren gentechnisch veränderten Organismen die Nahrungsproduktion steigern. Die Gifte aber verursachen schwere und unumkehrbare Schäden für den Planeten und die Menschen, insbesondere aber für unsere kleinen, verletzlichen Kinder. Krebs, neurologische Probleme und Erkrankungen des Verdauungstrakts nehmen exponentiell zu. Will man dieser Epidemie beikommen, muss eine Bewertung der Auswirkungen von Giftkomplexen auf komplexe Lebewesen über kausale Systeme erfolgen. Ein mechanistisches Weltbild und Monokausalitäten sind für diese Aufgabe ungeeignet. Auch Interessenkonflikte erschweren die Risikobewertung für Gifte und die Suche nach Lösungen. Wenn die Giftproduzenten als Verursacher der Krankheit darüber entscheiden, was unbedenklich ist und was nicht, sind unsere Kinder vor Gefahren schlecht geschützt. Und wenn die gigantische Giftindustrie jeden unabhängigen Wissenschaftler verfolgen kann - von Arpad Putzai über Gilles-Éric Séralini und Tyrone Hayes bis Ignacio Chapela -, dann ist die Wissenschaft selbst in Gefahr. Konzerne wie Monsanto wissen, welche Schäden sie anrichten, und unterdrücken dieses Wissen wie im Fall der karzinogenen Eigenschaften von Glyphosat. Monsanto weiß Bescheid. Zudem haben dieselben Konzerne, die Agrargifte und patentierte genetisch veränderte Organismen verkaufen, auch die patentierten Krebsmedikamente im Angebot. Der Schaden für uns und unsere Kinder eröffnet für sie neue Marktchancen. Mit der angestrebten Fusion zwischen Bayer und Monsanto wird die Frage der Konzernmacht über unser Essen und unsere Gesundheit und die Frage der Rechenschaftspflicht dieser Unternehmen als Gebot der Demokratie noch dringlicher. Monsanto und Bayer blicken auf eine lange Geschichte zurück. Sie haben unter Einsatz gemeinsam erarbeiteter Technologien Sprengstoffe und tödliches Giftgas produziert und in beiden Weltkriegen an beide Seiten verkauft. Bayer war Bestandteil der IG Farben, unter Hitler das weltgrößte Chemieunternehmen und im Vorkriegsdeutschland größter Devisenbringer mit Niederlassungen in den Vereinigten

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