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Mein Essbuch Vom Abnehmen und Schlankbleiben - Das 10-Punkte Programm von Amon, Ingrid (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.05.2016
  • Verlag: nymphenburger Verlag
eBook (ePUB)
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Mein Essbuch

Wer schlank bleiben will, muss essen lernen: Abnehmen ist eine Leistung, die viel größere Herausforderung ist es jedoch, nicht wieder zuzunehmen. Ingrid Amon erzählt amüsant, berührend und motivierend, wie sie abgenommen hat und wie sie es schaffte, das neue Wohlfühlgewicht über zwanzig Jahre zu halten. Dabei isst sie, was ihr schmeckt, hält sich an keine Diät, zählt keine Kalorien und betreibt kaum Sport. Dafür hat sie ihr Hungergefühl wiederentdeckt und weiß, wann sie satt ist. Das 10-Punkte-Programm zum Mitmachen liefert alle notwendigen Informationen, die allen eine gesunde Gewichtsbalance ermöglichen.

Ingrid Amon, 1960 in Dornbirn geboren, war 20 Jahre Sprecherin, Moderatorin und Hörfunkjournalistin beim ORF. Heute ist sie Sprechtrainerin und Top-Referentin im gesamten deutschsprachigen Raum. Ihr Buch 'Die Macht der Stimme' ist ein Bestseller. Sie lebt mit ihrer Tochter in Wien. Weitere Informationen unter www.iamon.at.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 30.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783485061025
    Verlag: nymphenburger Verlag
    Größe: 1843 kBytes
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Mein Essbuch

Meine letzte Diät

Meine persönliche Diätkarriere

Ich sehe mich als Teenager mit 14, 15 Jahren am Familientisch zu Hause. Traditionelle, gutbürgerliche Küche für fünf von uns. Ich esse Knäckebrot mit Magerkäseaufstrich. Natürlich bin ich wieder einmal zu dick. Man schrieb die 70er-Jahre. Twiggy-Zeit. Ich hatte Größe 38. Ich erinnere mich klar, dass sich mein Übergewicht natürlich auf mein Selbstbewusstsein auswirkte, meine Wirkung auf das männliche Geschlecht gleich null. Das zeigte sich unbarmherzig beim Tanzkurs. Die attraktiven Gleichaltrigen hatten kein Interesse an mir – ich schob es auf mein pummeliges Äußeres.

Mein 19. Geburtstag. Diät während des Studiums an der Pädagogischen Hochschule. Ein auberginefarbenes Kleid – selbst genäht – bekam einen ebensolchen Gürtel. Nach drei Wochen vier Löcher enger geschnallt. Wow. Ausgerechnet dem dicksten Professor fiel es auf: Amon – Sie sehen aus wie eine Bohnenstange. Wie haben Sie das gemacht? Ich faselte irgendwas von Brigitte-Diät. Ich wollte ihm nicht auf die Nase binden, dass ich damals parallel zum Hungern eine Schlankheitswärmebehandlung gebucht hatte. Schwitzpackungen, für die fast mein ganzes Gehalt aus dem Studentenjob draufging.

Lange hielt das nicht an, denn in den folgenden Studienjahren kam es ganz dick, im wahrsten Sinn des Wortes. Ich hatte nebenbei begonnen, als Radiomoderatorin zu arbeiten. Mein Arbeitspensum sah etwa so aus: "Morgenwecker" moderieren von sechs bis acht Uhr, Vorlesungen von neun bis 17 Uhr, eventuell noch ein Nachrichtenspätdienst von 18 bis 22 Uhr. Am Wochenende "Tanzmusik auf Bestellung" von 20 bis 24 Uhr. Livesendung. Noch ein Interview am Sonntag. Dann lernen für die Prüfungen.

Während meine Studienkollegen und -kolleginnen sich trafen und ausgingen, war ich in der Arbeit. Ich fühlte mich natürlich ausgeschlossen und war das auch, mit mir konnte man sich nicht verabreden, ich hatte "Dienst". Mein einziger Trost blieb die Hochschulkonditorei. Bei der deckte ich mich ein für die Nachrichtendienste und futterte ganz gehörig in den Pausen. "Logisch", würde ich heute sagen. Essen war mein treuer Begleiter. Dafür blieb immer Zeit. Größe 44.

23. Geburtstag. Während meiner Berufstätigkeit als Lehrerin kamen zu dem Mammutprogramm beim Radio noch Abendkurse in Stimm- und Sprechtechnik dazu, die ich regelmäßig gab. Derweil gingen die Kolleginnen und Kollegen zum Kegeln oder ins Kino. Ich holte aus der kleinen Bäckerei belegte Mayonnaisebrötchen, Ananaspralinen und Champagnertrüffel als Mitternachtsimbiss. Ich war wohl ein bisschen einsam. Meine Pfunde überdeckten gekonnt meine Gefühle.

Ganz sicher war ich damals nicht wahrnehmbar traurig oder depressiv. Im Gegenteil: Als jüngste Moderatorin des Studios war ich eine sehr begehrte Präsentatorin für Modeschauen, Konzerte, Galas etc. Und trotz mittlerweile fast 75 Kilo glänzte ich in der Öffentlichkeit. Ich trug Designermode in Größe 44/46, die Models zeigten Größe 34/36. Das kam irgendwie gut an. Ich war niemals eine Konkurrenz für die Mannequins. Ich interviewte im Ballkleid mit Hochsteckfrisur die superschlanken Kandidatinnen der Misswahl in unserem Heimatland. Natürlich sah ich nicht wie 22, sondern wie 42 aus.

Galamodenschau im Designerkleid
© Dietmar Mathis

Mit dem vordergründig zur Schau getragenen Lebensmotto "Rund und g'sund – na und" spielte ich die Ulknudel für meine Schulklasse von Zehn- bis 14-Jährigen.

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